Populäre Abnehm- und Diätmythen

Wir stellen euch in loser Folge interessante Irrtümer vor. Vieles was in Foren oder im Bekanntenkreis weitergegeben wird, erweist sich als kompletter Unsinn. Manches davon mag der gesunde Menschenverstand von sich aus enttarnen, andere Empfehlungen klingen zunächst einmal plausibel.

Ein Glas Wasser vor dem Essen fördert die Sättigung

Falsch ! In einer Studien konnte gezeigt werden, dass die gleiche Energiemenge aufgenommen wurde, auch wenn vorher Wasser getrunken wurde. Zwar führt das Wasser zu einer kurzen Dehnung des Magens, jedoch hält diese nur sehr kurzfristig an Da das Wasser keine Nährstoffen enthält, hat das Wasser im Magen nur eine sehr kurze Verweildauer. Anders verhält es sich wenn das Wasser an die Nahrung gebunden ist, wie dies z.B. bei Suppen der Fall ist. In diesem Fall muss die Nahrung im Magen erst verdaut werden. Das das Wasser im Magen nicht unmittelbar von der Nahrung abgetrennt werden kann, verbleibt es länger im Magen und erzeugt eine, die Sättigung beeinflussende, Magendehnung.

Weißbrot ist das gleiche wie Zucker.

Es wird oft behauptet, wer Weißbrot äße, der könne auch gleich Zucken essen. Beides seien nur leere Kalorien.
Das ist falsch: Weißbrot einhält neben Proteinen, welche für die Sättigung wichtig sind, auch noch ca. 25% der im Weizen enthaltenen Mineralstoffe und einige Vitamine.
Viel wichtiger sind die chemischen Unterschiede der Kohlenhydratmoleküle. Der übliche Haushaltszucker ist ein Zweifachzucker, der zu je einem Teil aus Glukose und Fruktose besteht. Es ist vor allem die Fruktose, die im Verdacht steht, wesentlich für die Entstehung des Übergewichts mitverantwortlich zu sein.
Im Gegensatz zum Zucker besteht die Stärke im Brot aus langen Glukoseketten, die in einzelne Glukosemolenkühle aufgespaltenen werden.
Glukose kann, im Gegensatz zur Fruktose, direkt vom Gehirn und den Muskeln zur Energiegewinnung genutzt werden. Außerdem hat die Glukose bei der Entstehung Sättigungsgefühl eine wichtige Funktion.
Im Gegensatz dazu muss Fruktose in der Leber erst zu Glukose umgebaut werden, damit der Körper es nutzen kann.