Abnehmen mit Gemüse

Gemüse - frühe Erfahrungen und Zukunft

In der menschlichen Ernährung hatte und hat Gemüse eine herausragende Bedeutung. Seit Urzeiten versucht der Mensch, das zu essen, was die Erde ihm gibt und musste auch schmerzvolle Erfahrungen machen, um Nahrhaftes vom Giftigem zu unterscheiden. Er entdeckte Wildgemüse und Wildkräuter. Er beobachtete die Entwicklung von essbaren Pflanzen. Es war ein langer Weg bis zu den Züchtungen der heutigen Gemüsesorten. Heute kommt es auch zur Wiederentdeckung fast vergessener Gemüsesorten wie Portulak und Pastinaken. Im 19. Jahrhundert wurden erste Hybridzüchtungen vorgestellt. Ziel der Züchtung von Gemüse, Kartoffeln und Getreide war die Verbesserung der Lagerfähigkeit, Fruchtstabilität und Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten. Und jetzt ist die umstrittene Gentechnik im Vormarsch. Ziel ist es, immer mehr Menschen auf der Welt ausreichend zu ernähren.

Gemüse - nicht nur für Vegetarier

Veganer ernähren sich ausschließlich von pflanzlicher Kost, andere Formen vegetarischer Ernährung erlauben auch Eier und Milch. Wer sich vegetarisch ernähren möchte, muss über ein gutes Wissen über Nahrungspflanzen verfügen. Das Problem ist die Versorgung mit Proteinen, die über Aufnahme von Sojaeiweiß geregelt werden könnte. Sojabohnen sind in Kulturen, die traditionell vegetarisch leben wie die Hindus in Indien und Malaysia, ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Das heutige Wissen über Gemüse bestätigt, wie wichtig eine tägliche Gemüsemahlzeit für die gesunde Ernährung ist. Auch für Menschen, die Gemüse leider nur als notwendige Beilage für ihre Fleischmahlzeit ansehen. Das ist schade, denn es gibt sehr viele Zubereitungsarten und Rezepte für Gemüse, die man ausprobieren kann.

Über der Erde oder unter der Erde - Gemüse wächst überall

Wir kennen Blatt-, Knollen- und Wurzelgemüse, Stängelgemüse und Kohl. Gemüse gibt es zu jeder Jahreszeit, frisch, tiefgekühlt, in Dose oder im Glas. Mariniert, zu Fertiggerichten verarbeitet oder getrocknet. Viele Gemüsesorten sollten möglichst frisch und roh verzehrt werden, manche erschließen ihre Inhaltsstoffe am besten beim Dämpfen oder Dünsten. Gemüse akzeptiert als Zusätze fast alles: Salz, Essig, Küchenkräuter. Und mit Gemüse lässt sich experimentieren: Man kann es grillen, mit Reis oder Fleisch füllen, es kann selber zur Füllung werden oder auf und in Teig gebacken werden. Die Supermärkte und Gemüseläden bieten das ganze Jahr über frisches Gemüse an. Am gesündesten sind die Gemüsesorten der Saison, zum Beispiel Winterportulak, Schwarzwurzeln und Rote Bete von November bis März, Spargel im Mai und Juni (Johannistag). Viele Gemüsesorten gibt es das ganze Jahr über: Die Zwiebel gibt es frisch von Juni bis September und der Rest des Jahres ist Lagersaison. Der Handel unterscheidet nach Hauptsaison und Lagersaison. Gemüse, das sich schwer lagern lässt, wird zu Konserven verarbeitet oder eingefroren.

Gesundes Gemüse - gesunde Ernährung

Von den meisten Gemüsearten kennt man die genauen Inhaltsstoffe, weiß über die Mengen Bescheid und wieviel der Mensch benötigt, um seinen Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu decken.
Gemüse, das frisch vom Feld, aus dem Garten oder dem Gewächshaus kommt, hat die höchsten Anteile an diesen Stoffen. Auch die Sorten, die gelagert werden können und sachgemäß in Kühl- und Lagerhallen behandelt werden, stecken noch voller Vitamine, Proteine und Mineralien. Frisch verarbeitet zur Tiefkühlkost gibt es auch keine großen Verluste. Menschen, die Gemüse nur aus Konserven essen, haben allerdings Probleme mit der Vitaminversorgung. Folsäure, die der Mensch für die Zellteilung und für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt, gibt es im Blattgemüse. Folsäuremangel ist ein Problem: In Konservengemüse ist die Folsäure weitestgehend zerstört. Besondere Bedeutung für die menschliche Ernährung gewinnen die sekundären Pflanzenstoffe der Gemüsesorten: Sie dienen den Pflanzen zur Abwehr von Schädlingen, als Wachstumsregulatoren und Farbstoffbilder. Sie haben gesundheitsfördernde Wirkungen. Studien geben noch keine Empfehlungen für die tägliche Menge an sekundären Pflanzenstoffen, die aufgenommen werden sollten. Die tägliche Gemüseportion, roh oder gekocht, ist auf jeden Fall gesundheitserhaltend. Die sauerstofffreien Carotinoide wirken bei der Vitamin-A-Bildung und kommen in gelben, roten und orangen Gemüsesorten vor. Die sauerstoffhaltigen Xanthophyllen in grünem Blattgemüse. Flavonoide aus Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblauch und Champignons schützen vor bestimmten Krebsarten und Schlaganfall und wirken antibiotisch. Saponine, zum Beispiel im Spargel vorkommend, schützen vor Dickdarmkrebs und wirken cholesterolsenkend. Glucosinolate aus zu Kreuzblütlern gehörenden Gemüsesorten wie Rauke, Kohl und Meerrettich sind verantwortlich für deren scharfen Geschmack oder die Bitterstoffe des Rosenkohls.
Fast alle Vitamine findet man im Gemüse: A, K, C, E, alle B-Gruppen-Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Viele gute Gründe, um regelmäßig Gemüse zu essen und es in der täglichen Ernährung zu schätzen