Die Rote Rübe ( Rote Beete)
Allgemeines
Besser bekannt ist die Rote Rübe (Beta vulgaris) als „Rote Beete“, wird aber
vereinzelt auch als Runkelrübe, Salatrübe, Rande oder Rahne, im Bayerischen
Ranne, bezeichnet und man trifft auch auf die Schreibweise „Rote Bete“. Zur
Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gehörig ist die Rote Rübe
verwandt mit der Zuckerrübe und mit Spinat, Mangold und der Melde.
Ursprünglich stammt die rote Rübe aus dem Mittelmeerraum und ist in ganz
Mitteleuropa verbreitet. Schätzten schon die Römer und Griechen das Gemüse als
kräftigendes Mittel, so werden die Roten Rüben bei uns als typisches deutsches
Wintergemüse angesehen. Der Farbstoff Betatin, ein Glykosid aus der Gruppe der
Polyphenole, ist für die rote Farbe verantwortlich, der bei den Italienern auch
zum Färben von Pasta benutzt wird.
Sorten
Meist ist die Rote Rübe rundlich bis birnenförmig, aber auch die längliche Sorte
„Formanova“ ist beliebt, vor allem in Skandinavien. Eine Rote Rübe wiegt meist
100 bis 600 Gramm. Aus Italien kommt die Sorte „Chioggia“ mit glänzend roter
Schale und weißen und roten Ringen, aus England die gelbe „Burpees Golden“ mit
dem Farbstoff Betaxanthin statt Betatin. Weiße Sorten werden meist nur von
Hobbygärtnern angebaut und sind im Handel selten zu finden. Eine relativ neue
Züchtung, die Sorte „Robuschka“, hat einen süßeren Geschmack als die sonst eher
leicht herben bekannten Sorten.
Inhaltsstoffe und Gesundheit
Schon in früheren Zeiten galt die Rote Rübe wegen eben dieser roten Farbe als
blutbildende Heilpflanze und man sagte ihr eine stärkende Wirkung nach. Die
Rote Rübe hat einen besonders hohen Gehalt an Eisen und Folsäure, die für die
Bildung der roten Blutzellen wichtig ist. Die Roten Rüben enthalten aber noch
zahlreiche weitere wertvolle Mineralstoffe und Vitamine: Kalzium, Kalium,
Magnesium, Mangan, Phosphor, Jod, Natrium, Vitamin C, Vitamin B-Komplexe und
das Provitamin A. Sie sind reich an Eiweiß und Kohlehydraten und sind fettarm.
Die außerdem noch in der Roten Rübe enthaltenen Saponine und Flavonoide gelten
als krebsvorbeugend und immunstimulierend, und der Farbstoff Betatin gilt als
Polyphenol ebenfalls als Krebsschutz und immunsystemstärkend, außerdem als
antioxidativ, blutdrucksenkend und antithrombotisch sowie
appetitanregend. Diese Substanzen werden als „sekundäre Pflanzenstoffe“
bezeichnet. Die Rote Rübe ist sehr nitratreich, was als krebsfördernd
angesehen wird. Dies wirkt sich aber erst in so großen Mengen aus, dass es weniger
zum Tragen kommt als die schon in geringen Verzehrmengen positiven Wirkungen.
Rote Rüben aus biologischem Anbau sind weniger nitratreich als die aus
konventionellem Anbau und Freilandware enthält weniger Nitrat als solche aus
dem Gewächshaus. Darauf kann man beim Einkauf achten. Außerdem sollte man
darauf achten, dass man feste, pralle Rüben ohne schwarze Flecken, die auf zu
kalte Lagerung hindeuten, und ohne schadhafte Stellen einkauft.
Verwendung
Da die Rote Rübe kühl gelagert gut auch über längere Zeit haltbar ist, finden wir
sie ganzjährig auf dem Markt. Frisch geerntet kommt sie ab Mai in den Verkauf und
löst dann die vorjährige Ware aus dem Winterlager ab. Vom Mai an bis zum ersten
Frost kann die Rote Rübe geerntet werden.
Der essbare Teil der Roten Rübe ist die Verdickung der Sprossachse unterhalb der
Keimblätter dieser krautigen Pflanze. Zum Dekorieren gut geeignet und sehr
beliebt sind die nur bis zu 4 Zentimeter großen „baby-beets“, die man auch
eingelegt als Konserven findet, ebenso wie Scheiben der ausgewachsenen Rübe.
Als Rohkost ist die leicht säuerliche Rote Rübe sehr schmackhaft geraspelt mit
etwas Essig und Öl oder als Salat mit Apfel und Zitrone, eventuell Feldsalat und
Schafs- oder Ziegenkäse. Gekocht, gewürzt mit Salz und Zucker, Zwiebeln und
Rotwein, eignet sie sich als Beilage zu Fleisch und Fisch. Zusammen mit Vitamin C
verzehrt, wird die Bildung von möglicherweise schädlichem Nitrit aus dem in der
Roten Rübe enthaltenen Nitrat gehemmt. Zu langes Warmhalten und erneutes
Aufwärmen schon gekochter Roter Rüben dagegen fördert es und sollte vermieden
werden. Das Trinken von Saft der Roten Rübe gilt als gesundheitsfördernd.
Bekommt man erntefrische Ware mit Kraut, kann man dieses auch wie Spinat
verwenden und verzehren.
Kalorien und Nährwerte der Roten Beete
Roten Beete frisch
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Rezepte mit Roter Beete
Rote Beete kochen und schälen
Rote Beete mit Kapperndressing
Roter Heringssalat
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Herbst- und Wintergemüse. Vitamin-Power für die kalte Jahreszeit
Warenkunde Obst & Gemüse