Abnehmen durch schwimmen

Gute Figur schwimmend erkraulen

Sie machen wahrlich eine gute Figur, Schwimmerinnen und Schwimmer - ein breites Kreuz, muskulöse Arme und von Bauch keine Spur. Gerade übergewichtige Menschen sehen diese Sportlerkörper eher als nicht erreichbares Ideal. Im folgenden soll nicht zuletzt auch auf Grund persönlicher Erfahrungen gezeigt werden, wie das Schwimmen und hier speziell der Schwimmstil Kraul Gewicht reduzieren hilft und zu einer sportlichen Figur führt.
Der Arzt empfiehlt ihnen regelmäßige Bewegung. Das hören Übergewichtige immer wieder. Nun ist es nicht jedermanns Sache, mit zwei Stöcken im Nordic Walking Stil die Felder und Wälder unsicher zu machen. Joggen kommt, bei zu hohem Gewicht, wegen der Belastungen für die Gelenke nicht in Frage. Und Radfahren ist für den Wiedereinstieg in den Sport auch sehr geeignet, ist aber nur bei schönem Wetter wirklich angenehm. Wer nicht wasserscheu ist, dem bietet sich hier der Schwimmsport an. Er ist gelenkschonend und bei jedem Wetter entweder im Freibad oder Hallenbad zu verwirklichen. Je nach nach Intensität ist der Kalorienverbrauch beim Schwimmen recht hoch.

Kraulen: rückenschonend und entspannend

Am Anfang steht beim Schwimmen weder die Technik noch die Ausrüstung, sondern vielmehr die perönliche Überwindung. Ist der Willen zum Schwimmen erst einmal gefasst, und spielt sich auch eine gewisse Regelmäßigkeit ein, dann kommt der Rest fast von selbst.
Für viele ist das Schwimmen frustrierend. Es strengt an und man kommt kaum vorwärts. Wer keine Technik hat, der kann beim Brustschwimmen trotz größter körperlicher Anstrengung schon einmal von Rentnerherrschaften, die traditionell mit dem Kopf über Wasser schwimmen, überholt werden. Zu Hause kommen dann zu der Frustration und Erschöpfung auch noch Verspannungen im Nacken und Zerrungen im Leistenbereich hinzu. Wer ohne Technik, mit der falschen Körperhaltung und letztlich zu verkrampft Brust schwimmt, kann seinem Körper eher schaden.
Rückenschonender und letztlich für den ganzen Körper angenehmer ist da der Kraulstil. Der Körper liegt flach auf dem Wasser und ist komplett gestreckt. Durch die Rotation im Schulterbereich werden Blockaden von der Büroarbeit gelöst. Der Nacken wird wieder frei. Auch die Lendenwirbelsäule wird entspannt, da die Wirbelsäule auch hier gestreckt bleibt. Eigentlich müsste das Kraulen Gleiten heißen. Denn man gleitet förmlich über das Wasser.

Richtig atmen will gelernt sein

Bevor es soweit ist muss natürlich die Technik gelernt werden. Am Besten eine Bewegung nach der Anderen. Erst die Armzüge, dann der Beinschlag und parallel dazu das Atmen, nach jedem zweiten oder vierten Zug nach einer Seite oder wechselnd nach jedem dritten Zug. Was am Anfang unmöglich erscheint, geht schließlich nach einigen Stunden doch. Man kann eine Bahn durchkraulen und bekommt dabei auch noch Luft.
Was jetzt noch zum Schwimmerideal fehlt, ist Kraft und Ausdauer. Interessant ist hier am Anfang das Intervalltraining. Nach jeweils einer Bahn Kraul sollte man locker ausschwimmen oder am Rand entspannen. Wichtig ist es hier Arme und Beine auszuschütteln. Wer so eine gute halbe Stunde im Becken verbracht hat, ist schon gut dabei. Je nach persönlichem Trainingsfleiß ist es so auch für den Laien möglich, nach einem halben Jahr schon einen Kilometer am Stück zu kraulen. Das ist dann schon ein toller Erfolg. Wer regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche seinen Kilometer krault, der stärkt seinen Kreislauf, nimmt ab und schafft eine sportliche Figur.

Tipps und Tricks

Noch ein paar Tipps: Man braucht am Anfang etwas Geduld. Bis sich das Kraulen auf den Körper auswirkt dauert es seine Zeit. Wann das Training zu intensiv war, zeigt der Körper selbst, etwa mit Wadenkrämpfen. Dann sollte eine Pause eingelegt und gedehnt werden. Idealerweise kombiniert man das Kraulen auch mit etwas Krafttraining für die gesamte Körpermuskulator.
Die sportartspezifische Kraft kann sehr gut im Wasser trainiert werden. Für wenige Euro erhält man im Sportgeschäft Paddles. Das sind kleine Plastikteller, die man sich an die Hände schnallt und so mehr Wasser beim Kraulen wegdrücken kann. Das strengt enorm an, bringt Muskeln und mehr Leistung beim Kraulen.