Rosenkohl
Aussehen und Geschmack:
Die Größe der Röschen sollte walnusgroß sein, der Rosenkohl hat grüne
Röschen. Die Konsistenz ähnelt der eines Weiß- bzw. Rotkohls, eng
anliegende Blätter, die man nach und nach abziehen kann. Je frischer der
Rosenkohl angeboten wird, je weniger muss man putzen. Vor der Verarbeitung
entfernt man lediglich evnetuell die äußeren welk gewordenen Blätter. Die
Röschen wachsen traubenartig an Pflanzenstängeln hoch, die ca. 1 m groß
werden. Beim Verkauf müssen sie fest und matt sein, ausserdem müssen die
Blätter geschlossen sein.
Der Rosenkohl schmeckt sehr mild nussig, aber der Nachgeschmack erinnert
doch an die Herkunft der Kohlfamilie.
Herkunft und geschichtliches:
Er ist eine Abart des Kohlkopfes und somit ein Kreuzblütler. Vor ca. 160
Jahren ist er in Belgien entstanden, heutige Anbaugebiete finden sich in
Belgien, Deutschland, Frankreich, England, Italien, sowie Holland und
Polen.
Folgende weitere Sorte gibt es:
Roter Rosenkohl / Rosenkohl rubine: diese Züchtung kommt aus
Holland, 1953 ist dieses gelungene und dekorative Ergebniss jahrenlanger
Zuchtversuche auf den Markt gekommen. Sie ist sehr winterhart und verfügt
außerdem über sehr gute Nährwerte, dennoch ist diese Sorte noch immer nicht
auf dem Vormarsch. Die rote Färbung verliert sich beim kochen.
Hauptinhaltsstoffe:
Calcium, Eisen, Eiweiß, Magnesium, Folsäure, Mangan, Kalium, Natrium,
Vitamine A, B1, B2, B6, C, E und K; sowie Natrium und Phosphor. Er hat einen
geringeren Wassergehalt, aber einen höheren Fett- Protein- und
Zuckergehalt als andere Kohlsorten. Sein Vitamin-C-Gehalt ist doppelt so
hoch wie der einer Orange.
Saison:
Den Rosenkohl erhalten Sie vorzugsweise in den Herbst- und Wintermonaten –
von September bis Januar.
Verarbeitung und Lagerung:
Der Rosenkohl sollte leicht gekühlt und leicht feucht gelagert werden, so
hält er sich bis zu einer 1 Woche. Sollte er zu trocken gelagert worden sein,
so werden die Blätter welk und gelb, außerdem sinken der Vitamingehalt und
das Aroma. Im Handel erhalten Sie außerdem tiegekühlten Rosenkohl, dieser
ist genauso gut während des ganzen Jahres zu verarbeiten, Frost tut den
Röschen ohnehin gut.
Lagern sie ihn bitte nicht in der direkten Nähe von Obst, denn in Zusammenhang
mit Obst verdirbt der Kohl schneller.
Rosenkohl wird in den meisten Fällen als Gemüse verarbeitet, leicht
gedünstet verliert er hier am wenigsten Vitamine. Man kann ihn aber auch zu
Aufläufen und Suppen verarbeiten – für Suppen sollte man ihn am besten
pürieren, so kommt der tolle Geschmack dieser kleinen Kohlsorte herrlich
zur Geltung. Wenn er gekocht wurde, ist es ratsam den Rosenkohl mit kalten
Wasser abzuschrecken, besser noch ins Eiswasser zu geben – so erhält man
seine grüne Farbe.
Hausmittel:
Er soll nervenberuhigend wirken, außerdem schützt der hohe
Vitamin-C-Gehalt vor grippalen Infekten und hilft bei
Schwächezuständen. Des weiteren wirkt der Rosenkohl unterstützend bei
Diäten, Verstopfungen und Sodbrennen. Blutdruck- sowie
Cholesterinwerte sollen durch den Einsatz von Rosenkohl gesenkt werden,
auch beugt er arteriosklerotischen Veränderungen vor und
Krebserkrankungen haben weniger Chancen. Zur Entschlackung wird er
ebenfalls eingesetzt.
