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Durch Dick und dünn [Beitrag #255953] Fr, 18 April 2008 22:18 Zum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Ach ja, ich sollte mich hier auch mal vorstellen, da neu.

Meine Geschichte ist schnell erzählt: Als Kind war ich stets superschlank, ja sogar am Rande der Magerkeit. dann, bei der Pubertät nahm ich plötzlich stark zu. das Resultat war, dass ich proportional zur Gewichtszunahme Freunde verlor und vom umschwärmten, hübschen "Starkind", das früher sogar zu Bühenauftritten rekrutiert wurde, zum Hassobjekt wurde.

Es folgte der erste Selbstmordversuch mit 13, weitere folgten. Schliesslich verschrieb mir ein Arzt eine Schilddrüsenbehandlung mit einem neuen Medikament. Ich nahm von 80 Kilo auf 54 Kilo ab. Jetzt war plötzlich alles wieder da, ich wurde umschwärmt und geliebt und sah toll aus.

Doch dann wurde das Medikament von der Krankenkasse nicht mehr übernommen. Meine Familie konnte es nicht aus eigener Tasche bezahlen, so wurde es abgesetzt. Ich nahm jetzt so schnell zu, dass ich "Schwangerschafts"streifen bekam. Mit nun 115 Kilo wurde ich bulimisch und nahm mit konsequentem Erbrechen wieder auf 42 Kilo ab, Ende: Intensivstation.

Dann erneute Gewichtszunahme, Psychotherapie, die darauf abzielte, mein Gewicht zu akzeptieren, was ich bis vor kurzem tat. Gewichtszunahme inzwischen auf 130 Kilo.

Auch wenn es vielleicht aussichtslos ist, ich WILL abnehmen. Auch wenn ich mir mit Hilfe der Psychotherapie lange eingeredet habe, ich gehörte zu diesen "fröhlichen Dicken" die sich nichts daraus machen. Das war Illusion, denn so bin ich nicht.

Ich bin, wenn das Übergewicht nicht wäre, überdurchschnittlich schön. Ich bin eine Diva, die das Bewundertwerden BRAUCHT. Auch wenn das jetzt eingebildet und unsympathisch klingt. Das ist meine Natur und ihr muss ich treu sein. Noch bin ich noch nicht all zu alt, noch besteht eine Chance, noch etwas schön sein zu können.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256164 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] Sa, 19 April 2008 23:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Wenn das alles stimmt ist deine Geschichte ziemlich krass...
Ich verstehe zwar, dass du abnehmen willst, aber abolut nicht warum du anscheinend die ganze Zeit angehimmelt und bestaunt werden möchtest.
Vielleicht solltest du etwas mehr an deine Gesundheit als an dein gewünschtes "Starleben" denken.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei alles wieder in den Griff zu bekommen und abzunehmen!
Lg, kolibri
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256169 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] Sa, 19 April 2008 23:17 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Warum so unfreundlich?
Natürlich stimmt das, was ich schrieb. Welchen Grund hätte ich denn hier die Unwahrheit zu schreiben? Im Gegenteil, ich war ja so ehrlich und habe auch meine negativen Eigenschaften geschrieben, wissend, dass Leute wie Du mich dann vermutlich verurteilen. Wäre aber nett, wenn Du Dich - der Logik willen - zwischen dem Ettikett "Lügnerin" und "Süchtig nach Anhimmelung" entscheiden könntest. Wenn Du schon schubladisieren und ettikettieren musst, obwohl Du mich gar nicht kennst.

Es ging mir vorallem darum, meinen seelischen Werdegang zu beschreiben, der nun mal massgeblich geprägt war von extremer Anerkennung versus extremer Ablehnung.
Was mich geprägt hat. Es war kein leichter Schritt, das hier niederzuschreiben. Es war vermutlich ein Fehler. Osso, bitte lösche den Thread.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256174 ist eine Antwort auf Beitrag #256169] Sa, 19 April 2008 23:27 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Einzelne postings drücken doch nicht die kollektive Meinung des Forums aus!
Jeder Mensch hat das gute Recht drauf, neben aller Gesundheit und Fitness so gut auszusehen bzw aussehen zu wollen wie er's hinkriegt. Smile
Wahnsin, wieviel du im Leben schon ab- und zugenommen hast! Shocked



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Februar 2002: 94 kg
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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256178 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] Sa, 19 April 2008 23:37 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Ich habe ja nicht das ganze Forum verantwortlich gemacht. Ich erkenne nur, dass ich zuviel persönliches von mir preisgegeben habe. Es war im Grunde das erste mal seit langem, dass ich überhaupt darüber gesprochen habe, das kostete mich grosse überwindung. Es war aber falsch.

Von daher wäre es mir sehr recht, wenn dieser Thread entfernt würde. Ich hoffe, Osso erhört meine Bitte.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256210 ist eine Antwort auf Beitrag #256178] So, 20 April 2008 10:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Entschuldigung, das sollte jetzt nicht so unfreundlich rüber kommen.
Es klingt nur so heftig wie viel du schon ab und zugenommen hast, dass ich es kaum glauben konnte.
Dass du so gerne angehimmelt werden möchtest verstehe ich immer noch nicht richtig, aber das ist wohl Meinungs- und Geschmackssache.
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg! Smile
Lg, kolibri
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256214 ist eine Antwort auf Beitrag #256210] So, 20 April 2008 11:11 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Kolibri, es ist ein sehr mutiger und offener Schritt, in den Tiefen seines Seelenlebens nach den eigenen inneren Wahrheiten zu forschen um damit anderen Menschen zu erklären, warum man so ist wie man ist und warum man sich verändern möchte. Man möchte verstanden werden. Aber man möchte begreiflicherweise nicht, dass daraufhin jemand mit spitzem Finger auf einen zeigt und "HUH!" sagt.

Zu der dich so befremdenden Tatsache: wer möchte eigentlich NICHT bewundert werden? Das ist doch eigentlich eine der Haupttriebfedern für das meiste menschliche Tun: Anerkennung (oder auch: Bewunderung oder wie du schreibst "Anhimmelung") durch das soziale Umfeld. Wieviele Erfindungen, die gemacht wurden, wären gemacht worden, wenn der Erfinder einzig und allein die Triebfeder "ich mache mir das Leben dadurch leichter" gehabt hätte?!
Überlege mal, wieviel von dem was du tust, du tun würdest, wenn du mutterseelenallein auf einer Insel leben würdest - und du weißt 1:1, was DU alles machst, um von anderen "angehimmelt" zu werden. Wie da sind: dich schminken, dich schick anziehen, etwas Gescheites lesen, um nachher etwas Gescheites absondern zu können, abnehmen...

Der Unterschied ist nur: die wenigsten Menschen haben den Mut, offen zuzugeben, dass sie Anerkennung/Bewunderung brauchen.




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[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 11:11]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256224 ist eine Antwort auf Beitrag #256214] So, 20 April 2008 11:59 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Du hast Recht damit, dass man versucht einen guten Eindruck bei anderen Menschen zu hinterlassen.
Aber "Ich bin, wenn das Übergewicht nicht wäre, überdurchschnittlich schön. Ich bin eine Diva, die das Bewundertwerden BRAUCHT.Das ist meine Natur und ihr muss ich treu sein" klingt für mich nach mehr als nach dem natürlichen Verlangen eines Menschen von anderen bewundert zu werden.
Ich hoffe, ich verletzte jetzt keinen damit...
Lg, kolibri
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256241 ist eine Antwort auf Beitrag #256224] So, 20 April 2008 12:28 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Also für mich klingt das einfach ehrlich.
Es GIBT nun mal Menschen, die von der Natur besonders bevorzugt behandelt werden und bei denen diese Tatsache schon von Kindesbeinen an offenkundig ist. Und die dementsprechend von klein an bei ihrer Umwelt besonders gut "ankommen" und für ihr Äußeres entsprechend bewundert werden.
Das sind Tatsachen, daran gibt's nichts zu deuteln, und das muss der weniger gut aussehende "Rest der Menschheit" nun mal als Gegebenheit hinnehmen, sofern er nicht als Neidhammel dastehen will. Laughing Laughing Laughing

Ein Problem - und ich glaube gern, dass es ein großes Problem IST - stellt es dar, wenn dieses gewohnt gute Aussehen samt Bewunderung plötzlich fehlt, eben zB aufgrund von starker Gewichtszunahme. Das muss schrecklich wehtun und das ist demnach auch wirklich schwer zu verkraften. Natürlich sieht ein schöner Mensch auch mit vielen überschüssigen Kilos noch um einiges besser aus als ein weniger Naturbegünstigter, aber wirklich schön ist es nun mal trotzdem nicht, wenn überall die Fettpölster schwabbeln.
Und abgesehen von allen ästhetischen Fragen ist starkes Übergewicht nun mal einfach ungesund.

Wenn Therapie beim Therapierten so rüberkommt, dass ihm sein Übergewicht schöngeredet werden soll, ist die Therapie in meinen Augen so sehr in die Hosen gegangen wie sie nur in die Hosen gehen kann - ich würde mein Geld zurückverlangen und dem Therapeuten empfehlen, was Vernünftigeres zu lernen.

Rebecca ist nun gottseidank klüger als der Therapeut und NICHT MEHR bereit, ihr Übergewicht zu akzeptieren.

Klarerweise ist das "Wieder-schön-sein-Wollen" ein sehr starkes Motiv, diesen langen Weg erfolgreich zu gehen, ich würde dabei aber das noch facettenreichere und zukunfstträchtigere Motiv "gesund-und-fit-sein-Wollen" stärker in meine Überlegungen mit einbeziehen.




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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256247 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 12:39 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
lady ist gerade offline  lady
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also ich empfinde mich auch als überdurchschnittlich schön Smile
auch als ich noch richtig übergewichtig war!
jeder mensch ist anders und jeder braucht unterschiedlich viel anerkennung, man sollte nur schauen, was man auch selber will und nicht nur das tun, was andere von einem erwarten!
finde, es sehr mutig, was du geschrieben hast und deine geschichte ist wirklich schlimm, ich denke, die kindheit und die anerkennung und bewunderung der anderen hat dich diesbezüglich sehr geprägt!
schau einfach, dass sich die soziale anerkennung und deine eigene akzeptanz miteinander vereinbaren!


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256248 ist eine Antwort auf Beitrag #256241] So, 20 April 2008 12:39 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Das mit dem Thearpeuten sehe ich genau so!
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass man sich wirklich wohl in seiner Haut fühlt wenn man übergewichtig ist.
Und einem Patienten das einreden zu wollen ist dazu noch gefährlich, weil es einem den Willen rauben kann auf's Normalgewicht zurück zu kommen.
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256269 ist eine Antwort auf Beitrag #256241] So, 20 April 2008 14:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Danke Lady und Bergfex, es freut mich sehr, dass Ihr die Essenz dessen, was ich eigentlich sagen wollte, verstanden habt. Ich versuche es noch etwas deutlicher zu erklären.

Bergfex schrieb am So, 20 April 2008 12:28

A

Ein Problem - und ich glaube gern, dass es ein großes Problem IST - stellt es dar, wenn dieses gewohnt gute Aussehen samt Bewunderung plötzlich fehlt, eben zB aufgrund von starker Gewichtszunahme. Das muss schrecklich wehtun und das ist demnach auch wirklich schwer zu verkraften.




DAS ist der springende Punkt. Es ist eine traumatische Erfahrung, wenn Anerkennung und Akzeptiertsein so untrennbar mit dem Gewicht gekoppelt sind.
Der springende Punkt ist dabei nicht, dass man ungern dick ist, sondern die Erfahrung, dass Menschen offenbar in der Regel nur Äusserlichkeiten bewerten, und das in einem Masse, das weitaus grösser ist als man es je für möglich gehalten hätte.

Das schlimmste dabei ist, dass die Gesellschaft dem Dicken auch ein bestimmtes Innenleben unterstellt: dickfellig, grobschlächtig, simples Gemüt. Eine andere Realität wird gar nicht akzeptiert.
Wenn man aber nun verletzlich, sensibel und nachdenklich ist? Dann werden diese Eigenschaften permanent mit Füssen getreten und DAS ist es, was unerträglich weh tut.
Es geht also darum, die äussere Erscheinung der inneren Realität anzupassen.

Der extreme Gegensatz was es die Wahrnehmung meiner Person durch die Aussenwelt betrifft, ob ich nun schlank oder dick war / bin wurde durch meine, nennen wir es mal "Grundattraktivität" einfach sehr verstärkt.

Damit jedes Missverständnis ausgeschlossen ist: Für mich persönlich sähe eine perfekte Welt so aus, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Äussern, nur seiner selbst Willen akzeptiert wird.

In einer idealen Welt wäre das Gewicht eine rein persönliche Sache und nur Charakter und geistige Werte zählten für andere. Persönlich halte ich geistige Werte auch nach wie vor für wichtiger.
Das war immer so und wird nie anders sein. Es käme mir auch in hundert Jahren nicht in den Sinn, einen Menschen wegen eines körperlichen Defizits gering zu achten.

Nur: Unsere Welt funktioniert nicht so. Fettleibige sind sozusagen das letzte Refugium für Diskriminierungsfreudoige. was man mit anderen Gruppen längst nicht mehr machen darf, ist mit Dicken erlaubt, ja durch den medialen Hype wird es sogar gefördert.

Dicke werden als disziplinlose Fresser dargestellt, die mutwillig ihr Aussehen ruinieren und sich dabei auch noch toll finden. Dass das nicht stimmt, wissen wir alle.

Selbst wenn man davon ausginge, dass Menschen sich quasi "suchtartig" überessen:
Niemand würde heute auf die Idee kommen, zB Drogenabhängigen vorzuhalten, dass sie von der Drückerei nicht loskommen und "disziplinlos" seien.
Derjenige gölte als verständnislos und intolerant. Dabei wäre die Vorhaltung hier insofern substanzieller, als dass kein Mensch Drogen nehmen muss, um zu überleben und eigentlich jeder Depp wissen sollte, wohin das führt.
Was zur Frage berechtigt, wie blöd man eigentlich sein muss, um überhaupt damit anzufangen.

Solche Überlegungen sind in unserer Gesellschaft aber längst nicht mehr politisch korrekt. Man ist angehalten, Verständnis und Mitgefühl für den Einzelnen zu haben, den die Umstände in die Drogensucht getrieben haben.

Man verstehe mich nicht falsch: ich plädiere nicht gegen das Verständnis für Drogenabhängige, bewahre!
Es geht mir nur um das Aufzeigen der tiefen Doppelmoral unserer PC-geprägten Welt.

Was der Therapeut versuchte war, dass ich die subjektiv extrem empfundene (durch die Erfahrung!) Koppelung Schlank=Attraktiv innerlich löse und lerne, mich unabhängig meines Gewichtes selber zu akzeptieren. Ein im Grunde sicher löblicher Ansatz.

Ich persönlich bewundere sogar selbstbewusste Dicke sehr. (Wenn es echt ist und nicht nur gespielt)

Und ja, vielleicht IST es ja ein Defizit meinerseits, das selber nicht zu können. Dass ich es nicht kann, liegt daran, dass ich eben nicht vergessen kann, wie das Leben war, als ich schlank war.
Obwohl ich die Gesellschaft für ihre Oberflächlichkeit hasse, kann ich mich ihr auch nicht entziehen und sagen "scheiss drauf" - sweil ich eben doch ihre Akzeptanz inneerlich brauche.
Das und nichts anderes wollte ich mit meinem umstrittenen Statement sagen.

Ich weiss, dass es "sympathischer" gewesen wäre, ich hätte geschrieben "ich möchte endlich meiner Gesundheit zuliebe abnehmen".
Nur wäre das nicht ehrlich gewesen. Ich sag's mal einmal mehr provokant: Meine Gesundheit ist mir völlig egal. Würde man mir den Deal offerieren: Morgen schlank dafür in 10 Jahren eine tödliche Krankheit, ich würde annehmen.

Der Besuch so eines Forums zu diesem Thema macht für mich nur Sinn, bei absoluter Offenheit, weil ich es als ein Stück Eigentherapie sehe. Sonst kann man es auch gleich sein lassen.
Ich bin nun aber doch davon überzeugt, hier richtig zu sein!




Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256283 ist eine Antwort auf Beitrag #256269] So, 20 April 2008 15:35 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
BigB ist gerade offline  BigB
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ich hatte das in meinem alten Tagebuch schon mal als Motivation fuer Abnehmen angefuehrt.....mich nervt es fuerchterlich wenn ich meinen Mann bei der Arbeit besuche und von grob 5.000 Maenner schaut mir keiner hinterher Evil or Very Mad




http://swlf.lilyslim.com/ByzZp1.png
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256284 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 15:39 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Vielleicht haben diese Männer aber auch nur Angst, von Deinem Mann was auf die Mütze zu kriegen? Nicht jeder hat eine gute Zahnversicherung Very Happy

Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256286 ist eine Antwort auf Beitrag #256269] So, 20 April 2008 16:02 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Rebecca von Krassia schrieb am So, 20 April 2008 14:20

Ich sag's mal einmal mehr provokant: Meine Gesundheit ist mir völlig egal. Würde man mir den Deal offerieren: Morgen schlank dafür in 10 Jahren eine tödliche Krankheit, ich würde annehmen.



DAS ist einfach dumm, sorry! Ist dir denn dein Leben nicht wichtig, für mich klingt das nach einem unreifen Teenie (wie alt bist Du?), der auf Teufel komm raus in Jeansgröße 0 passen möchte um noch unreiferere Teeniejungs anzumachen??
Anerkennung hin oder her, gute Freund wissen Dich und deinen Charakter zu schätzen und zu lieben und wären sicher mehr als unglücklich, wenn Du nur wegen einer "Idealfigur" dein Leben aufs Spiel setzen würdest.

Ok, so, dass war harter Tobak! Aber es soll dich nur zum nachdenken anregen, denn "gesünder abnehmen" beinhaltet nicht nur die optimale Menge an Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß, sowie genügend Sport, sondern auch eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper!

Ich wünsch Dir viel Erfolg und dass Du den richtigen Weg einschlägst. Ich denke/hoffe, dass das mit der Zeit kommen wird.

Viele Grüße,
Nancy





http://tickers.TickerFactory.com/ezt/t/wgEOt0y/weight.png



Start: ca 78.5kg bei 168cm Juni Juni 2011
1.Ziel: U75kg, erreicht am 24.07.2011
2.Ziel: 70.5kg, erreicht am
3.Ziel: U70, erreicht am

Meine Fotos

Nannis 1001 Köstlichkeiten
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256290 ist eine Antwort auf Beitrag #256286] So, 20 April 2008 16:13 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Nanni82 schrieb am So, 20 April 2008 16:02

[

DAS ist einfach dumm, sorry! Ist dir denn dein Leben nicht wichtig,


Ist es nicht, nein. Und nur weil Du mich anpflaumst, wird sich das auch nicht ändern. Im Gegenteil, es bestätigst mich in meiner Annahme, dass die meisten Menschen boshaft sind. In so einer Welt zu leben soll erstrebenswert sein? Wegen Leuten wier Dir denke ich ja so.
Es ist unglaublich, dass es so schwer ist, ein bisschen freundlich zu jemanden zu sein, der Probleme hat.

Zitat:


für mich klingt das nach einem unreifen Teenie (wie alt bist Du?),


Ich bin 42 Jahre alt. Also ein eher reifer "Teenie"

Zitat:


Anerkennung hin oder her, gute Freund wissen Dich und deinen Charakter zu schätzen und zu lieben


Wie alt bist Du, dass Du solche Ammenmärchen noch glaubst?

Zitat:

und wären sicher mehr als unglücklich, wenn Du nur wegen einer "Idealfigur" dein Leben aufs Spiel setzen würdest.


Ach Blödsinn. Ich habe keinerlei Freunde und den Menschen, die ich kenne wäre mein Ableben sowas von egal.
Zitat:


Ok, so, dass war harter Tobak! Aber es soll dich nur zum nachdenken anregen,



ja, klar in 42 jahren bist Du ja auch die erste, die das versucht. Wofür hältst Du Dich eigentlich? dass Du so anmassend über andere urteilst? Steckst Du in meiner Haut?

Zitat:

sondern auch eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper!


Jo, Klasse! Wo kann man sowas kaufen?




[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 16:19]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256292 ist eine Antwort auf Beitrag #256290] So, 20 April 2008 16:43 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Also erstmal: ich wollte dich nicht anpflaumen, sondern wachrütteln. Dass es hart klingt war mir klar, aber in Watte packen bringt auch nix.

Rebecca von Krassia schrieb am So, 20 April 2008 16:13



Ist es nicht, nein.



Tja, sorry, dazu fällt mir nix ein!

Zitat:


Wegen Leuten wie Dir denke ich ja so


Scheinst mich ja gut zu kennen nach ein paar Zeilen.

Zitat:



Wie alt bist Du, dass Du solche Ammenmärchen noch glaubst?



25. Und ich hab genug Freunde denen mein Aussehen prinzipiell egal ist, die immer zu mir gestanden haben und mein "Wert" immer gleichhoch war, egal mit wieviel Kilos. Umgekehrt ist es genauso!
Und diese Freunde hab ich teilweise 15 Jahre und länger.

Zitat:


Ach Blödsinn. Ich habe keinerlei Freunde und den Menschen, die ich kenne wäre mein Ableben sowas von egal.


Tja, warum dann das ganze? Ich denke eher das Problem liegt bei Dir und nicht bei der ach so schrecklichen Gesellschaft. Wie man in den Wald ruft so schallt es hinaus.


Zitat:


ja, klar in 42 jahren bist Du ja auch die erste, die das versucht.


Ja sorry, aber bei deinen Zeilen hätt ich nicht gedacht dass da eine "eigentlich gestandene" Frau hinter steckt.


Zitat:


Jo, Klasse! Wo kann man sowas kaufen?


Kann man eben nicht, aber man kann es lernen, zumindest zum Teil.



http://tickers.TickerFactory.com/ezt/t/wgEOt0y/weight.png



Start: ca 78.5kg bei 168cm Juni Juni 2011
1.Ziel: U75kg, erreicht am 24.07.2011
2.Ziel: 70.5kg, erreicht am
3.Ziel: U70, erreicht am

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[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 16:45]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256299 ist eine Antwort auf Beitrag #256292] So, 20 April 2008 17:04 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Member
Zitat:


Wegen Leuten wie Dir denke ich ja so

Scheinst mich ja gut zu kennen nach ein paar Zeilen.



Wo schrieb, ich, dass ich Dich kenne? Mit "Leuten wie Dir" meinte ich Leute, die meinen, andere angreifen zu müssen weil sie Probleme haben, ohne sich für die tieferen Ursachen zu interessieren und sich dabei auch noch "therapeutisch-wertvoll" vorkommen.
Das hast Du gemacht und das anzusprechen war mir wohl erlaubt. Darüberhinaus weiss ich nichts über Dich und urteile daher auch nicht.


Zitat:


25. Und ich hab genug Freunde denen mein Aussehen prinzipiell egal ist, die immer zu mir gestanden haben und mein "Wert" immer gleichhoch war, egal mit wieviel Kilos. Umgekehrt ist es genauso!
Und diese Freunde hab ich teilweise 15 Jahre und länger.



Dann sei doch einfach froh und dankbar darüber, aber versuche nicht Deine Erfahrung auf andere zu projizieren. By the way: Waren 85 Kilo dein Maximalgewicht? Wenn ja, dann wundert es mich nicht, dass Du keine Ablehnung erfährst.
Warum willst DU überhaupt abnehmen? Dein derzeitiges Gewicht beinhaltet kaum noch ein Gesundheitsrisiko.


Zitat:



Tja, warum dann das ganze? Ich denke eher das Problem liegt bei Dir und nicht bei der ach so schrecklichen Gesellschaft. Wie man in den Wald ruft so schallt es hinaus.



Dies würde stimmen, wenn ich auch in meinen Schlankheitsphasen keine Freunde gehabt hätte. Doch zu diesen Zeiten konnte ich mich vor ihnen kaum noch retten. Dass dies natürlich weder zwangsläufig für mich noch für meine "Freunde" spricht, ist mir klar.

Zitat:



Ja sorry, aber bei deinen Zeilen hätt ich nicht gedacht dass da eine "eigentlich gestandene" Frau hinter steckt.



Hättest Du etwas genauer gelesen was ich schrieb, hättest Du das gemerkt.

Was für mich einfach unverständlich ist, ist warum man sich anmasst, über andere Menschen zu urteilen, ohne die genaueren Hintergründe zu kennen.

Jemanden erst mal zu respektieren, auch wenn man vieles von ihm
nicht verstehen kann oder nicht einverstanden ist mit dem was er sagt, halte ich für die Grundtugend eines anständigen, reifen Menschen.

Es glaube ja keiner, dass es mir nicht in den Fingern juckt, offen zu fragen, wieviele der hier offiziell aus "Gesundheitsgründen" abnehmenden, es nicht in Wahrheit deswegen tun, weil sie innerlich tief verletzt und verzweifelt sind;
über all die abfälligen Bemerkungen, Witze oder das ignoriert-werden.

Muss mir keiner erzählen, die Gesundheit sei der einzige oder gar ausschlaggebende Punkt, weil wir ja in einer Gesellschaft leben, wo Dicke total geliebt und akzeptiert werden, so dass da
wirklich nur der Gesundheitsaspekt eine Rolle spielte.

Nur, ICH unterstelle hier keiner konkreten Person irgendetwas, weil
ich niemandens Lebensweg genau kenne und es mich im Grunde auch nichts angeht. Ich arbeite mit dem, was mir jemand über sich sagt
und versuche, das so wohlwollend wie möglich aufzunehmen.

Innerlich hege ich durchaus den Verdacht, dass diejenigen, die am agressivsten auf mich reagieren es deswegen tun, weil sie insgeheim ganz genau wissen, wovon ich rede, nur zu gut sogar. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass manche
Wahrheiten einfach zu monströs sind, als dass man sie an sich heranlassen könnte.

Man kann sich da enorm viel zurechtlügen. In einem anderen Thread las ich irgendwo, dass Dicksein zB den Vorteil habe, dass man von anderen Frauen nicht so als Konkurrenz wahrgenommen würde, man also leichter Freundinnen fände und halten könne.

Ich will ja nicht ausschliessen, dass es Frauen gibt, die tatsächlich gerne die Rolle des "Begleitpummelchen", welches die "Schönheit" der Prinzessin unterstreichen soll, spielen.

Dass ich da lieber mit einem Dreifachsalto in einem Schwarm Piranhas tauchen wollte, brauche ich hoffentlich nicht zu sagen.

Und damit mal eines klar ist: Wem etwas an mir nicht passt, der irrt sich gewaltig, wenn er glaubt mich dadurch ändern zu können, dass er mich anpflaumt und anfeindet.
Ich bin kein dressierter Affe, der aus Furcht vor Schlägen tut, was man ihm sagt. Wer freundlich zu mir ist, zu dem bin auch ich freundlich. So einfach ist das.






[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 17:09]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256303 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 17:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Ort: Erde
Member
Ach ja, wo wir grad dabei sind:

In Deiner Signatur steht:

"4.Ziel: U60kg......wenn ich das schaffe, wär's
ein Traum!!! "


WARUM wäre das ein Traum? 60 Kilo bei 168 sind, was es die Gesundheit betrifft, absolut im grünen Bereich.

Und wenn Du doch so tolle Freunde hast, die Dich lieben, egal ob Du grad 500 Kilo auf die Waage bringst oder mit 30 Kilo ganzkörperverbrannt und vierfach ammputiert im Sauerstoffzelt liegst, warum dann weiter diäten?

Warum muss es U60 sein? Wieviel unter 60? 58? Oder... doch lieber 55? Embarassed
Du selber bezeichnest das als Deinen Traum...Denk mal nach.

Was immer Deine Motive sind, solcherlei zu träumen, mit Gesundheit hat das nichts zu tun.

Ich urteile aber nicht. Ich respektiere und akzeptiere es. Nichts weniger wünsche ich mir aber auch für mich.


[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 17:24]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256305 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 17:26 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Ich akzeptiere deinen Wunsch abzunehmen doch auch, auch dass dir anerkennung fehlt und du deshalb abnehmen willst, ist mehr oder weniger ok, aber du solltest es auch für dich selbst tun und für deine Gesundheit.
Klar fühlt man sich toll, wenn man für seine Figur bewundert wird, ist ja auch nix gegen einzuwenden.

Warum bei mir U60 steht? Ja, ist halt so'n psychologischer Aspekt. Einfach nur die 5 an erster Stelle auf der Waage zu sehen. Das sieht mir ja keiner an ob ich 59 oder 61kg wiege.

Wichtiger ist aber, dass ich nicht einfach nur schlank bin, sondern auch fit. Denn auch mit 59kg ist noch genug Platz für Speckröllchen, und sportliche 59kg sehen da ganz anders aus, aber an sich könnten das genauso gut 61 sportliche kg sein.

Ich möchte doch mit meiner Figur zufrieden sein und nicht Person xy.



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Start: ca 78.5kg bei 168cm Juni Juni 2011
1.Ziel: U75kg, erreicht am 24.07.2011
2.Ziel: 70.5kg, erreicht am
3.Ziel: U70, erreicht am

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Nannis 1001 Köstlichkeiten

[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 17:28]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256306 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 17:33 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Ich tu es es ja für mich selbst. Geht ja auch gar nicht anders - selbst bei den angenommen niedersten Motiven, wären es ja immer noch meine Motive.
Ich bin nur einfach ehrlich und will hier nicht meine GesprächspartnerInnen mit irgendwelchem Gesundheitszeug vollügen, wen ich es anders empfinde.

Ah, psychologische Gründe. Ich kann das mit dem 5 satt dem 6 absolut nachvollziehen. Von mir kommt da auch kein Hauch von Kritik. Es ist aber wirklich so, dass das dann nichts mehr primär mit Gesundheit zu tun hat, wenn man die 5 für eine nettere Zahl als die 6 hält Smile


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256307 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 17:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Natürlich hat es nix mit der Gesundheit zu tun. Ich würde das nur mal gern auf dr Waage sehen Smile

Ich streite auch nicht ab, dass es wohl bei vielen Abnehmern um die Optik geht, aber doch nicht ausschließlich. Du wirst doch wissen, dass man sich mit normalem Gewicht (was auch immer das heißt) besser fühlt, besser Treppen steigen kann etc.

Ich fand es nur sehr bedenklich, dass Du geschrieben hast, dass Dir deine Gesundheit egal ist und Du alles für eine schlanke Figur geben würdest...das ist einfach traurig, wenn jemand so denkt.




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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256310 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 17:51 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Ich "denke" nicht so. Vielleicht ist das das Missverständnis. Selbstverständlich stehe ich nicht auf dem Standpunkt, das Optik wichtiger ist als Gesundheit. Ich kritisiere doch ohne Ende den Schlankheitswahn als solchen, der zB in Magersucht treibt. Ich denke auch, dass jeder Mensch in erster Linie an seine Gesundheit und dann an seine Optik denken sollte. Ich schrieb auch, dass ich innere Werte für wichtiger halte.
Ich fühle aber für mich anders. das Gefühl für mich (meine Person) steht im Widerspruch zu meinem Gefühl für die Anderen. Mit anderen Worten, ich wünsche Dir viel Gesundheit, während es für mich egal ist, weil mein Leben nichts wert ist.

Ich würde mir aber nicht wünschen, dass jemand anders zu sich selber eine ähnlich destruktive Einstellung hat.

Und ja, mit dem Treppensteigen hast Du Recht. Auch sonst fühlt man sich doch wohler, wenn man beweglich ist, leicht und unbeschwert. Wer wollte das denn abstreiten.

Mein Leidensdruck wird nur nicht erstlinieg dadurch erzeugt. Sondern durch das genannte. Es ist sicher besser, wenn es andersrum ist.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256312 ist eine Antwort auf Beitrag #256310] So, 20 April 2008 18:09 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
lori
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Hallo Rebecca,

6 Kg ist ein toller Anfang!
Wie hast du das geschafft und wie sieht deine Strategie aus?


liebe Grüße Lori
Es gibt Leistung ohne Erfolg, aber es gibt kein Erfolg ohne Leistung
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256316 ist eine Antwort auf Beitrag #256310] So, 20 April 2008 18:41 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Ich glaube, dass es schon Unterschiede in den "Gewichtskategorien" gibt und man sich, wenn man nie in der Situation eines so großen Übergewichts war, ziemlich schwer tut, sich wirklich in die volle Problematik - inklusive der mit dem sozialen Umfeld - hineinzuversetzen.

Was das Thema "Reaktionen der Umwelt" betrifft, kann man als ehemalige 80 - oder - 90-Kilo-"Dicke" wahrscheinlich nicht wirklich mitreden, weil diese Gewichtskategorie wohl immer noch in einem gewissen Rahmen ist und noch nicht in der echten "Störzone".

Ich kenne zwei Frauen in der Gewichtskategorie um 130 kg - übrigens beides früher ausgesprochen schöne Frauen! - und obwohl von meiner Seite, die ich ja lang genug selbst auch im Glashaus saß, ganz bestimmt keine Steine geflogen kamen muss ich ehrlich zugeben: ein zu massives Übergewicht schiebt sich dermaßen massiv und permanent ins Blickfeld, dass man darüber nun mal nicht mehr so HINWEGSEHEN kann wie bei jemand, der einfach ziemlich pummelig ist. Es IST, da brauchen wir uns nicht in den Sack zu lügen, in gewisser Weise ein Störfaktor. Ein besonders übergewichtiger Mensch tut praktisch ununterbrochen und in aller Deutlichkeit kund: Ich habe ein Problem. Als menschlich interessiertes Vis-a-vis, als mitfühlende Freundschafts-Anwärterin, will man sich natürlich mit dem Menschen als Ganzes auseinandersetzen - da kann man dieses überdeutlich sichtbare Problem ja nicht ausklammern. Irgendwann kommt es zu einem Gespräch über dieses Dicksein (ist eine Krankheit die Ursache, Medikamente, oder hat es psychische Ursachen, welche?). Und da stößt man an die Decke, denn - meine persönliche Beobachtung - die leiseste Erwähnung dieses Themas löste bei den beiden Frauen Unmut, sofortigen Rückzug bis hin zur Aggression aus.
Und man tut sich sehr schwer damit, mit jemand befreundet zu sein, dessen offensichtlichstes Problem niemals auch nur leisest gestreift werden darf. Wenn eine Freundin von mir humpelt ist es eine selbstverständlichkeit, sie mitfühlend zu fragen, warum sie humpelt bzw ihr in irgendeiner Form Vorschläge zu unterbreiten, wie man ihr helfen könnte, sei es durch einen kalten Umschlag oder die Empfehlung eines Physiotherapeuten, der einem selbst mal gut geholfen hat.

Aber Dicksein ist ein absolutes Tabuthema. Das schafft natürlich Unbehagen im zwischenmenschlichen Bereich und erklärt wohl, warum sich beide Seiten irgendwann zurückziehen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man sich als nicht so arg Problem-BELADENER aufführt wie ein Elefant im Porzellanladen, nicht vorsichtig genug formuliert.

Und wenn man - wie bei der humpelnden Freundin - aus Mitgefühl helfen will, setzt man sich überhaupt in die tiefsten aller Nesseln, denn jeder Dicke wittert sofort Unrat und denkt, man hält ihn/sie für zu bequem und dumm, um abzunehmen.

Es ist wirklich schwierig. Ich habe - durch mein eigenes Beispiel und das meiner Mutter (die sofort die Stacheln ausfährt, wenn sie nur das leise Gefühl hat, ich wolle ihr irgendeinen Rat wegen ihres Übergewichts geben) - die Erfahrung gemacht, dass wirklich jeder selbst wollen muss und zu nichts überredet werden kann und Rat nur gegeben werden sollte, wenn danach gefragt wurde.

Und hier ist wahrscheinlich eines der wenigen Terrains, wo das Internet das bessere Gesprächsmedium ist als das reelle Vieraugengespräch. Avatare und postings haben kein (Über)gewicht. Das Dicksein steht nicht übermächtig über den Gesprächspartnern, es kann lockerer und unabhängiger gesprochen werden, das Auge wird nicht abgelenkt.
Und: JA, es ist wirklich so: übermäßiges Übergewicht lenkt ab und funkt störend ins Gespräch. Ich habe hier daheim einen riesigen englischen Lese-Lehnstuhl stehen. Ein Normalgewichtiger verschwindet darin regelrecht. Als die sehr übergewichtige Bekannte (130 kg bei 155 cm) darin Platz nahm - sie quetschte sich eher rein - sah das Möbel plötzlich so winzig aus wie ein Kindersesselchen. Bei aller Empathie - aber da wird man nun mal abgelenkt und kann nicht amüsant weiterplaudern, als sei alles völlig wie immer, auch wenn man es absolut gut meint mit der Gesprächspartnerin.

Übermäßiges Übergewicht VERWIRRT und irritiert anscheinend - also so habe das ich jedenfalls erlebt. Es ist nicht bös gemeint und der/die "Verwirrte" ist deswegen keineswegs nur oberflächlich und nur an Äußerlichkeiten interessiert.

Es wäre schon viel fürs Zwischenmenschliche gewonnen, wenn Dicke über ihr Dicksein offen und normal reden würden (so wie die humpelnde Freudin über ihre angeknackste Sehne) ohne aggressiv zu werden. Aber wenn das so einfach wäre, wäre es wahrscheinlich nicht zu dem Übergewicht gekommen.

Vielleicht ist gerade deshalb das Internet eine wunderbare Überbrückung bis zu dem Punkt, wo man wieder Gewichtsverhältnisse hergestellt hat, die für die Umwelt weniger verwirrend sind. Smile



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Februar 2002: 94 kg
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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256317 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 18:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Hallo Lori,

Oh, vermutlich mache ich es wie die meisten hier: Kalorienarm aber möglichst vielseitig zu essen, der Ernährungspyramide folgend. Bizarre Einseitigkeitsdiäte wie "jeden tag eine Tube Senf aussaugen und dazu 3 Eier und das 10 Wochen lang" sind mir zuwider. In meinem Plan kommt mindestens einmal pro Tag etwas "böses" vor, zB ein kleines Eis Abends beim Fernsehen.

Dazu Bewegung und Trainig. Allerdings nur in massen, weil ich doch SEHR eingerostet bin. Ich hoffe natürlich das Aktivitätspensum graduell zu erhöhen.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256333 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 19:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Bergfex, ich bin ziemlich überwältigt und ja, begeistert über diesen Deinen letzten Beitrag. Dein Wissen und Verstehen sind aussergewöhnlich.

Noch nie, nein wirklich noch nie war es mir vergönnt, so durch die Augen des die stark übergewichtig betrachtende Person sehen zu dürfen, wie jetzt durch Dich. Eine völlig neue Perspektive.
Ich weiss noch gar nicht, wie ich das einordnen soll, das muss ich echt erst mal wirken lassen.
Zitat:


Es wäre schon viel fürs Zwischenmenschliche gewonnen, wenn Dicke über ihr Dicksein offen und normal reden würden (so wie die humpelnde Freudin über ihre angeknackste Sehne) ohne aggressiv zu werden. Aber wenn das so einfach wäre, wäre es wahrscheinlich nicht zu dem Übergewicht gekommen.


Ich versuche es zu erklären:

Ja, auch ich gehöre zu den Menschen, die locker fähig sind, sogar jahrelange Freundschaften abzubrechen, wenn auch nur EINE leise Andeutung wegen des Gewichtes gemacht wird.

Die Ursache ist Schmerz, Angst und Enttäuschung. Ein dicker Mensch (und wir reden jetzt von der Klasse um 130) WIRD permanent daran erinnert, dass er nicht mehr normal ist und schön schon gar nicht.
Absichtlich oder unabsichtlich macht ihm das Umfeld, die Medien usw einfach alles klar, dass er nicht liebenswert, nicht in Ordnung sein KANN. Das Selbstverständnis wird in seiner Tiefe von der Vorstellung geprägt, ein Störfaktor zu sein. Letztenendes kein daseinsrecht zu haben.

Wenn man als solcher Mensch normal oder gar freundschaftlich mit einem anderen Menschen reden kann, dann vergisst man für einen kurzen Moment dieses permanente Trauma.

Für einen Moment herrscht dann das Gefühl, einfach nur als Mensch wahrgenommen zu werden und nicht mit seinem Gewicht IDENTIFIZIERT zu werden.

Erwähnt das Gegenüber nun das Gewicht, und sei es in freundlichster Absicht, zerbricht diese "Illusion".
Der Schmerz ist dann unsagbar gross und je grösser, desto mehr man diesen Menschen geschätzt hat. Als Reaktion kommen Wut, Trauer, Aggression. Später dann still für sich, Depression, bis hin zu suizidalen Gedanken.

Bei so einer Hölle ist es doch verständlich, dass nicht mehr die Gesundheit der oberste Motivator fürs Abnehmen ist, sondern der Wunsch, endlich wieder als Mensch wahrgenommen werden. Nur einfach als Mensch und nicht als Monstrum.

Und ja, das Internet ist hier eine grosse Chance. Es bietet mir die Möglichkeit, Würde zu leben. Mein Avatar zeigt nicht umsonst nur ein Muster. Wie ein Schleier, der das Gesicht der aussätzigen Königin bedeckt, auf dass sie nicht angestarrt wird. Wenn ich mein Abnehm-Ziel erreicht habe, werde ich ein Foto von mir posten.


[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 19:36]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256339 ist eine Antwort auf Beitrag #256333] So, 20 April 2008 19:59 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Ich freue mich sehr, dass ich dir meinen Standpunkt rüberbringen konnte, ohne dass du dich auf den Schlips getreten fühlst. (Was ich ja auch in keinster Weise wollte)

Ich verstehe deinen Standpunkt. NATÜRLICH will jeder Mensch als Mensch wahrgenommen werden und nicht als mehr oder weniger großer Kleiderständer. Oder gar als Monster.

Andererseits haben wir Menschen offenbar irgendwelche archetypischen Muster eingprägt, wie "Mensch" auszusehen hat - und wenn Mensch diesen Rahmen sprengt, irritiert das.

Ich stelle mir aufgrund dieses Gesprächs hier soeben die Frage, ob das nicht mal wieder eine "Frauensache" ist. Wahrscheinlich definieren Frauen (ich natürlich auch) sich und andere Frauen viel zu sehr über ihr Äußeres.

Denn dazu ist mir eingefallen: mein in die USA ausgewanderter Onkel kam mal mit einem seiner Freunde auf Besuch herüber. Dieser Freund war über 2 m groß und enorm dick, dazu ein ebenso enorm lärmender, lauter, selbstbewusster Typ - was umso komischer wirkte, als mein Onkel ein sehr kleiner, drahtiger durchtrainierter Mensch ist, er war mehrfacher Ringer-Staatsmeister im Fliegengewicht. Laughing Laughing Laughing Die beiden nebeneinander wirkten wie aus der Slapstick-Komödie.

Der dicke Freund hatte NULL Probleme mit seinem Gewicht, die beiden zogen sich auch dauernd gegenseitig mit ihren Gewichten auf. Der Mann war geradezu atemberaubend irritierend, er schien das ganze Wohnzimmer zu sprengen mit seiner Allgegenwart, aber komisch: in summe wirkte seine Größe samt Gewicht eher furchteinflößend-mächtig-imposant. Schon irgendwie unfair, nö? Dicke Frauen empfindet man eigentlich nicht als machtvoll-imposant, schon gar nicht in unserem Kulturkreis. Confused



Höchststand 2001: 97 kg

Februar 2002: 94 kg
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[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 20:00]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256340 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 20:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Nochmal zu dem Thema Smile

@Rebecca
Ich hab gelesen, dass Du nur für Dich und nicht für andere die Optik über alles stellst (grob gesagt), nur gerade das find ich so traurig, dass DIR DEINE Gesundheit egal ist.
Ich weiß nicht, warum es zu dieser krassen Einstellung gekommen ist. Eigentlich sollte man die "Vernunft" und die "Selbstachtung" schon als Kind mitbekommen haben und das nicht nur auf Grund, weil man so süß und so hübsch war.
Aber da muss wohl wirklich ein Experte ran, um das zu beurteilen und deine Einstellung zu ändern.

Nichts desto trotz ist wohl der wichtigste Schritt für Dich erstmal ein paar Kilos loszuwerden um in einen "normalen" Bereich zu kommen.
Ich denke, dann wird sich auch etwas für dich persönlich ändern.

Ich hab nie bewusst mein Gewicht "erlebt", erst als ich abgenommen hab, hab ich gemerkt wie mein Körper eigentlich ist, wie er sich verändert und dann...wie ich mich veränder-zum Positiven und das wünsche ich Dir auch.




Ich kenne auch Leute mit mehr Übergewicht als "nur" 20kg...und diese reden Recht offen und mit Humor darüber. Wie es drinnen aussieht ist ne andere Geschichte, aber sie hören einem zu, ohne Jammern, Klagen, Dichtmachen.
Klar man fällt nicht mit der Tür ins Haus und sagt "Du bist ja so fett, mach was", um Gottes willen. Aber wenn es Gelegenheiten bieten, kann man ja von sich sprechen, wie "naiv/dumm/uneinsichtig/was auch immer" war, ohne den Anderen offensichtlich "anzusprechen".

Wie auch immer, ohne persönliche Einsicht, bringt das allerbestgemeinte Zureden nichts-leider!



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Nannis 1001 Köstlichkeiten
Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256384 ist eine Antwort auf Beitrag #256339] So, 20 April 2008 22:17 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Bergfex schrieb am So, 20 April 2008 19:59

Ich freue mich sehr, dass ich dir meinen Standpunkt rüberbringen konnte, ohne dass du dich auf den Schlips getreten fühlst.


Nie und nimmer! Ich empfinde es als grosse Wohltat, von Dir kein PC Geschwurbel zu hören. Es ist ja auch eine ganz andere Situation, als wenn Du mich in einem normalen Gespräch, einfach so darauf angesprochen hättest. Hier im Forum ist DAS das Thema, hier reden wir darüber.
Zitat:



Andererseits haben wir Menschen offenbar irgendwelche archetypischen Muster eingprägt, wie "Mensch" auszusehen hat - und wenn Mensch diesen Rahmen sprengt, irritiert das.


Ja, das ist ganz klar so.

Zitat:


Ich stelle mir aufgrund dieses Gesprächs hier soeben die Frage, ob das nicht mal wieder eine "Frauensache" ist. Wahrscheinlich definieren Frauen (ich natürlich auch) sich und andere Frauen viel zu sehr über ihr Äußeres.



Was aber kulturell bedingt ist. Frau hat einfach schön zu sein, nach wie vor. Dazu weiter unten mehr.

Zitat:


Der dicke Freund hatte NULL Probleme mit seinem Gewicht, die beiden zogen sich auch dauernd gegenseitig mit ihren Gewichten auf.


Ohne jetzt das potentielle Leiden dicker Männer kleinreden zu wollen, ist die Gesellschaft mit übergewichtigen Männern ganz klar toleranter als mit Frauen.
Es gibt mehrere positiv besetzte Dicke-Männer Archetypen: Der freundliche Brummbär, der fröhliche, dicke Obelix, Der Bulle von Tölz, Perry Mason, der König, Hercule Poirot, usw.

Es existiert kein vergleichbar positives Bild über stark übergewichtige Frauen. Vielleicht ab und zu als unverwüstliche Walküre, oder als liebe, dicke Bäuerin-Oma vom Lande. In jedem Fall ist sie dann aber ein sexuelles Neutrum, welches nicht begehrt wird und nicht zu begehren hat.


Zitat:

Dicke Frauen empfindet man eigentlich nicht als machtvoll-imposant, schon gar nicht in unserem Kulturkreis. Confused


Das ist klar der Punkt. Leibesfülle suggeriert potentielle, körperliche Dominanz. Diese ist bei Frauen schlicht unerwüscht. Zwar gibt es das Bild der drahtigen Kämpferin à la Lara Croft, aber kein Mann möchte von einer Frau optisch "körperlich erdrückt" werden.
Von Frauen wird indes erwartet, dass sie den Mann um seiner inneren Werte wegen lieben und selbstverständlich auch als zierliches Persönchen von einem 200 Kilo Ehemann "erdrückt" werden.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256388 ist eine Antwort auf Beitrag #256340] So, 20 April 2008 22:36 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Nanni82 schrieb am So, 20 April 2008 20:01

Nochmal zu dem Thema Smile

@Rebecca
Ich hab gelesen, dass Du nur für Dich und nicht für andere die Optik über alles stellst (grob gesagt), nur gerade das find ich so traurig, dass DIR DEINE Gesundheit egal ist.



Ich fasse das mal positiv auf. Es ist nun mal nur nicht zu ändern.

Zitat:



Ich weiß nicht, warum es zu dieser krassen Einstellung gekommen ist. Eigentlich sollte man die "Vernunft" und die "Selbstachtung" schon als Kind mitbekommen haben und das nicht nur auf Grund, weil man so süß und so hübsch war.


Das war wohl auch der Fall. (Meine Kindheit war auch unabhängg vom "sUss-sein" sehr schön. Aber diese Erinnerung ist begraben unter 30 Jahren Schmerz.
Zitat:



Nichts desto trotz ist wohl der wichtigste Schritt für Dich erstmal ein paar Kilos loszuwerden um in einen "normalen" Bereich zu kommen.
Ich denke, dann wird sich auch etwas für dich persönlich ändern.


Ja, das ist sehr gut möglich. Ich bin mir bewusst, dass die Gewichtsabnahme auch eine enorme psychische Veränderung mit sich bringen wird. Ich merke das ja jetzt schon. Schon die minimale Fettreduktion zb an den Schultern und am Bein haben eine enorme Veränderung in mir in Gang gesetzt: es erwachen Gefühle für den Körper wie ich sie seit ewig nicht mehr kannte.

[/quote]

Ich hab nie bewusst mein Gewicht "erlebt", erst als ich abgenommen hab, hab ich gemerkt wie mein Körper eigentlich ist, wie er sich verändert und dann...wie ich mich veränder-zum Positiven und das wünsche ich Dir auch.
[/quote]

Ich glaube, das sich das bei den meisten einstellt.


Zitat:



Ich kenne auch Leute mit mehr Übergewicht als "nur" 20kg...und diese reden Recht offen und mit Humor darüber. Wie es drinnen aussieht ist ne andere Geschichte, aber sie hören einem zu, ohne Jammern, Klagen, Dichtmachen.


Es ist wirklich eine Frage, wie es "drinnen" aussieht. Einersits will ich die Existenz dickfelliger Übergewichtiger nicht abstreiten.
Andererseits weiss ich selber, dass man manchmal durchaus sehr überzeugend so tun kann "als ob" und "mit Humor" und so, (Ich bin selber ein durchaus humorvoller Mensch) auch wenn man innerlich nur noch schreit. Vorallem wenn man jung ist, gelingt das Theaterspielen gut. Je älter man aber wird, desto weniger ist das möglich. Zummindest geht es mir so.
Zitat:



Klar man fällt nicht mit der Tür ins Haus und sagt "Du bist ja so fett, mach was", um Gottes willen. Aber wenn es Gelegenheiten bieten, kann man ja von sich sprechen, wie "naiv/dumm/uneinsichtig/was auch immer" war, ohne den Anderen offensichtlich "anzusprechen".


Ganz ehrlich, finde ich das fast noch schlimmer. Mir ist es tausend mal lieber, man sagt mir gleich "Ey, biste fett, Alte", als wenn ich langsam merken muss, dass man über Umwege versucht, MEIN Übergewicht zu thematisieren. Bei sowas könnte ich regelrecht ausrasten.

Zitat:



Wie auch immer, ohne persönliche Einsicht, bringt das allerbestgemeinte Zureden nichts-leider!


Ich finde den obigen Satz problematisch. das hört sich an, als sei Abnehmen Einsichtssache, als müsste dem Dicken erst klar gemacht werden, dass er zu dick ist.

Genau diese anmassend-ignorante Haltung löst die negativen Reaktionen aus.
Dem Dicken muss nichts "zur Einsicht" gebracht werden. Er WEISS es.
Er weiss - in der Regel besser als der "Missionar" - welche Diäten es gibt, wie ungesund übergewicht ust, usw.

Niemand ist gerne dick. NIEMAND!
Auch der fröhliche, dicke Freund von Bergfex nicht, unter Garantie. Käme eine Fee vom Himmel geschwebt und böte diesem Mann an, sofort schlank zu werden, er nähme an. Wie absolut JEDER.

Es gibt lediglich unterschiedliche Gründe, warum ein Mensch gerade dabei ist, sein übergewicht zu bekämpfen, oder es gerade sein lässt. Und ja, diese Gründe sind persönlich und nur der Betroffene selber kann entscheiden, ob, wann er den Kampf aufnehmen will.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256393 ist eine Antwort auf Beitrag #256388] So, 20 April 2008 22:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Es ist jedenfalls schön, dass du jetzt beschlossen hast, dem Speck ein Ende zu bereiten und "wieder zum Vorschein" zu kommen! Smile
Mit der Ungerechtigkeit, dass Fett bei Männlein und Weiblein so unterschiedliche Einflüsse aufs Sozialleben hat, müssen wir offenbar (zähnefletschend) leben. Confused


Mir hat dieses Forum, wie vielen anderen auch, sehr geholfen, mich selbst immer weiter zu motivieren und durchzuhalten (und DARAUF kommt es an) - ein bißchen "Kontrolle" und freundlicher Zuspruch von außen tut ab und zu überaus gut! Smile Ich wünsche dir, dass es dir genauso dieses entscheidende Quentchen Mehr nebst dem eigenen Willen gibt! Smile







Höchststand 2001: 97 kg

Februar 2002: 94 kg
September 2002: 75 kg

Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256394 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 23:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Ja, genau das ist das Ziel! Und ich freue lich darauf, den Weg "gemeinsam mit anderen" gehen zu können. Razz

Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256402 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] So, 20 April 2008 23:22 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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"Der Dicke" muss aber selber einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn von außen nur dumme/fiese Sprüche kommen, macht man doch zu (zumindest die meisten)...dann kommt es zum Frustfressen. Wenn ich aber sage, "ich habe damals gar nicht gemerkt wieviel ich esse, bis ich mal aufgeschrieben und ausgerechnet hab. Da kommt mehr zusammen als man denkt."
dann denkt der andere vielleicht auch mal drüber nach, seine Mahlzeiten aufzuschreiben.

Ich denke, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und jedewr muss selbst den ersten Schritt machen.
Wenn mir jemand gesagt hätte "mann, bist du fett, nimm ab", hätt ich vielleicht geheult, aber aus Trost/Trotz/Wut wieder gegessen.
Solche Sätze sind in meinen Augen destruktiv und fehl am Platze und für die meisten anderen (gerade Jugendliche/jüngere Leute) sicher auch, da es ja nur ne Beleidigung ist. Genauso wenn jemand sagt "Du bist hässlich/dumm/langweilig" hilft das einem sicher in keinster Weise. Und Leute die mir gegenüber solche Worte sagen würden können mir gestohlen bleiben, ist es jedoch konstruktrive Kritik, so kann man daraus was mitnehmen.

Glaub mir, ich bin wirklich jemadn der auf Ehrlichkeit und Fairness pocht und da kann es auch mal unbequem werden (hast DU ja an meinem ersten Post gesehen Wink ), aber es sollte sich in einem bestimmten Rahmen bewegen.
Du siehst doch, dass aus dem anfänglichem "Streit" eine Diskussion geworden ist und ich les mir gerne deine Antworten ducrh....auch wenn ich das Meiste anders sehe, was aber teilweise wohl auch mit unterschiedlichen Ausgangssituationen zusammmen hängt.

Ich kann jedem noch so gut gemeinte Tips geben...ich hatte das an anderer Stelle im Forum schon geschrieben, frag mich bitte nicht wo, wenn der/diejenige nicht einsehen möchte, dass etwas falsch läuft, dann hilft das nicht.
Ich hab selber allzu oft gesagt "ich esse doch nicht so viel" und genau die selben Worte und Ähnliche Sachen so oft von anderen Übergewichtigen gehört (aus dem sehr nahen Umfeld, wo es auch schon zu gesundheitlichen Konsequenzen gekommen ist)
Bevor es nicht "klick" macht bei einem selber, wird das nix, auch wenn man sich scheiße, hässlich und fett fühlt, solange man nur im Selbstmitleid versinkt, wird sich nichts ändern.

Deswegen halte ich auch nichts von Magen-OPs (außer richtige Extremfälle vielleicht), weil die Menschen ja dazu gezwungen werden weniger zu essen, aber im Kopf ändert sich nichts...zumindest wenn das Dicksein auf Völlerei beruht, Krankheiten sind da sicher eine andere Schiene.

Viele Grüße,
Nancy


P.S.: Dass das Leben nicht fair ist und dass Männer nicht DIE Probleme mit ihrer Figur haben, wie Frauen, ist eine Sache, die nur WIR (die Frauen) ändern können, indem wir das von den Männern verlangen, was sie von uns verlangen- in jeder Hinsicht!




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3.Ziel: U70, erreicht am

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[Aktualisiert am: So, 20 April 2008 23:23]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256404 ist eine Antwort auf Beitrag #256402] So, 20 April 2008 23:52 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Nanni82 schrieb am So, 20 April 2008 23:22

"Der Dicke" muss aber selber einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn von außen nur dumme/fiese Sprüche kommen, macht man doch zu (zumindest die meisten)...dann kommt es zum Frustfressen. Wenn ich aber sage, "ich habe damals gar nicht gemerkt wieviel ich esse, bis ich mal aufgeschrieben und ausgerechnet hab. Da kommt mehr zusammen als man denkt."


Glaubst Du wirklich, dass es EINEN Dicken gibt, der noch nie davon gehört hat, dass man Kalorien aufschreiben sollte? dass er das möglicherweise verdrängt, sich in Frust frisst usw, ist eine ganz andere Sache.
Ihm gegenüber aber so zu tun, als hätte er noch nie davon gehört, was es mit Kalorien auf sich hat, IST eine Beleidigung.
Der von Dir genannte Tipp sollte nur dann gegeben werden, wenn der Betroffene auch wirklich offen um Tipps bittet.
Sowas wie auch immer ungefragt zu sagen wird je mehr als Beleidigung wahrgenommen, desto länger die Leidensgeschichte schon ist.

Zitat:


dann denkt der andere vielleicht auch mal drüber nach, seine Mahlzeiten aufzuschreiben.



Du denkst doch nicht erst dann und deswegen darüber nach, wenn man es Dir gesagt hat? Es sei denn man ist ein unbedarfter Zansel mit einem IQ von 50


Zitat:


Ich denke, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und jedewr muss selbst den ersten Schritt machen.


Genau und dieser kann NIEMAND beeinflussen. Ich ziehe meine Motivation aktuell ja daraus, dass ich meinen Entschluss ja gerade NICHT aufgrund einer "wohlmeinenden" Bemerkung fasste, sondern ganz allein, einfach so. Keine neuerliche Verletzung ist die Triebfeder meines Willens, kein erneutes Trauma. Nur ich selber. Und genau DESWEGEN habe ich Hoffnung.

Zitat:


Wenn mir jemand gesagt hätte "mann, bist du fett, nimm ab", hätt ich vielleicht geheult, aber aus Trost/Trotz/Wut wieder gegessen.
Solche Sätze sind in meinen Augen destruktiv und fehl am Platze und für die meisten anderen (gerade Jugendliche/jüngere Leute) sicher auch, da es ja nur ne Beleidigung ist.


Ich habe ja auch nicht gesagt, dass so eine Beleidigung zu einer Diät motiviere. das tut sie ebenso wenig wie das "nette Gespräch". Sie ist nur etwas weniger nachhaltig verletztend. Es ist leichter, die Existenz von Rüpeln zu akzeptieren, als von Freunden, die Dich für so blöd halten.
Zitat:


Du siehst doch, dass aus dem anfänglichem "Streit" eine Diskussion geworden ist und ich les mir gerne deine Antworten ducrh....auch wenn ich das Meiste anders sehe, was aber teilweise wohl auch mit unterschiedlichen Ausgangssituationen zusammmen hängt.



Ich freue mich auch über unsere Gespräche.
Wie Bergex schon verutete, kannst Du Dich nur bedingt in meine Lage versetzen, weil bei mir das übergewicht erstens erheblich grösser ist und zweitens ich mit 42 jahren schon eine erheblich längere Leidensgeschichte hinter mir habe.

Zitat:


Ich hab selber allzu oft gesagt "ich esse doch nicht so viel" und genau die selben Worte und Ähnliche Sachen so oft von anderen Übergewichtigen gehört (aus dem sehr nahen Umfeld, wo es auch schon zu gesundheitlichen Konsequenzen gekommen ist)
Bevor es nicht "klick" macht bei einem selber, wird das nix, auch wenn man sich scheiße, hässlich und fett fühlt, solange man nur im Selbstmitleid versinkt, wird sich nichts ändern.


Subjektiv erlebt isst man ja auch nicht viel. Sich quasi selbst von Aussen zu beurteilen um zu erkenne, doch das IST viel, ist nicht leicht.
übrigens auch deswegen nicht, weil schlanke Menschen ja ganz offensichtlich NICHT kalorienzählend durchs Leben gehen. Nicht wenige verdrücken Problemlos Pizza, Burgers, Cola und Schokolade am selben Tag.

Darüberhinaus ist es natürlich so, dass Ernährung nicht der einzige Faktor ist. Auch wenn es deprimierend klingt, aber genetische Disposition und vermutlich noch unbekannte Faktoren spielen ebenso eine Rolle.
Anders ist es zB nicht zu erklären, warum es auch viele übergewichtige in Dritte Welt Ländern gibt.
Oder glaubt jemand ernsthaft, eine afrikanische 150 Kilo Mama lümmele den ganzen Tag auf der Couch mit Chips und Cola rum? Oder warum funktioniert die Atkins Diät?

Tatsache ist, dass die Ernährungslehre immer noch widersprüchlich ist und Dir im Grunde jeder etwas anderes erzählt. Und auf jede Studie kommen zehn Gegenstudien. SO simpel ist es eben NICHT.

Ernährung hat auch sehr viel mit Ideologie zu tun. Mit Rechthaben und letztlich Dominanz.

Zitat:


Deswegen halte ich auch nichts von Magen-OPs (außer richtige Extremfälle vielleicht), weil die Menschen ja dazu gezwungen werden weniger zu essen, aber im Kopf ändert sich nichts...zumindest wenn das Dicksein auf Völlerei beruht, Krankheiten sind da sicher eine andere Schiene.


Mir schiene nur bei Völlerei eine OP überhaupt in Frage kommend, da ja der Magen temporär oder permanent verkleinert wird und die Völlerei somit verhindert wird.

Davon ab, hast Du Recht, eine OP ist mit Sicherheit nur das letzte Mittel. Hast Du zufällig diese TV Doku über diese 200 Kilo Teenagerin gesehen? Da war die OP wohl angebracht. Aber auch in dieser Doku wurden zentrale Fragen der Ursachen dieses extremen übergewichtes nicht erörtert. Fragen, die sich eigentlich aufdrängen würden.

Zitat:


P.S.: Dass das Leben nicht fair ist und dass Männer nicht DIE Probleme mit ihrer Figur haben, wie Frauen, ist eine Sache, die nur WIR (die Frauen) ändern können, indem wir das von den Männern verlangen, was sie von uns verlangen- in jeder Hinsicht!




Aber hallo! Twisted Evil Ich halte das für zentral wichtig! Männer die glauben, sie könnten superschlanke Frauen einfordern, selber aber fett, unrasiert, breitbeinig und stinkend rumzuhocken, sollten dringend etwas besseres, belehrt werden.


Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256409 ist eine Antwort auf Beitrag #256404] Mo, 21 April 2008 00:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Rebecca, es hilft nix, ich möchte, weil du so ehrlich und rational antwortest, von dir noch etwas in Erfahrung bringen um sozusagen fürs eigene reale soziale Leben lernen und frage es dich jetzt mal ohne Umschweife:
Wie wünschst du dir von einer Freundin in Bezug auf dein Gewicht behandelt zu werden? Wo stehen quasi die Fettnäpfe?
Das völlige Totschweigen und so-tun-als-wäre nichts geht von seiten der weniger Formatbegünstigten nicht (also zumindest nicht nach dem Modell von Freundschaft und somit Anteilnahme, das ich eingeprägt habe). Offensichtliches kann man nicht ignorieren (zur Strafe fürsolches Ignorieren hat schon Parzival ewig nach dem Gral suchen müssen Wink ) und starkes Übergewicht IST offensichtlich. In welcher Form also kommt Thematisieren NICHT in die falsche Kehle der Betroffenen (im reellen Leben, das ja wieder ganz anders ist als hier das Virtuelle Wink )? Wie kann man Bereitschaft zur Unterstützung signalisieren, wie kann man unterstützen?




Höchststand 2001: 97 kg

Februar 2002: 94 kg
September 2002: 75 kg

[Aktualisiert am: Mo, 21 April 2008 00:18]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256411 ist eine Antwort auf Beitrag #256404] Mo, 21 April 2008 00:28 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Rebecca von Krassia schrieb am So, 20 April 2008 23:52


Glaubst Du wirklich, dass es EINEN Dicken gibt, der noch nie davon gehört hat, dass man Kalorien aufschreiben sollte? dass er das möglicherweise verdrängt, sich in Frust frisst usw, ist eine ganz andere Sache.
Ihm gegenüber aber so zu tun, als hätte er noch nie davon gehört, was es mit Kalorien auf sich hat, IST eine Beleidigung.


Du verstehst mich vollkommen falsch.
Natürlich wissen die meisten, was Kalorien sind, dass zuviel Fett nicht gut ist usw. (erschreckend viele wissen selbst das nicht).
Aber einzusehen, dass man sich selber was vormacht, ist eine andere Kiste. Und ich rede nicht von 20jährigen pummeligen Mädels, sondern von gestandenen Erwachsenen, gebildet, erfahren und vom Leben "gezeichnet" (jenseits deines Alters Wink ), denen es schwerfällt einzusehen, dass was schief läuft. Und so ein "Wink mit dem Zaunfahl" kann schon eventuell, vielleicht, vereinzelt den Anstoß geben, mal genauer hinzuschauen (auch wenn es nur einer Person hilft, ist damit schon viel erreicht).

Zitat:


Du denkst doch nicht erst dann und deswegen darüber nach, wenn man es Dir gesagt hat? Es sei denn man ist ein unbedarfter Zansel mit einem IQ von 50


Eigentlich nicht, aber vielleicht doch gerade wenn man jemanden vor sich hat, der es geschafft hat (wobei ich mich jetzt nicht selber loben will, aber die Kommentare von Freunden/Familie/Bekannten geben meinem Weg doch recht).


Zitat:


Ich ziehe meine Motivation aktuell ja daraus, dass ich meinen Entschluss ja gerade NICHT aufgrund einer "wohlmeinenden" Bemerkung fasste, sondern ganz allein, einfach so.


So war es bei mir ja auch, von heute auf morgen, einfach so...aber man kann doch trotzdem versuchen, andere in dem Sinne positiv zu beeinflussen...vielleicht geht es ja schneller, als wenn jemand allein drauf kommt...wenn auch nur ein bisschen.

Zitat:

Es ist leichter, die Existenz von Rüpeln zu akzeptieren, als von Freunden, die Dich für so blöd halten.


Ich halte doch andere nicht für blöd schon gar nicht meine besten Freunde, wenn ich ihnen helfen will und Tipps/Hinweise/wasauchimmer gebe. Ich seh doch, was da abgeht, dass es genau das gleiche ist wie es bei mir war, und ich würde mich auch nicht für blöd halten.

[quote title=Zitat:]
Wie Bergex schon verutete, kannst Du Dich nur bedingt in meine Lage versetzen, weil bei mir das übergewicht erstens erheblich grösser ist und zweitens ich mit 42 jahren schon eine erheblich längere Leidensgeschichte hinter mir habe.
{/quote]
Das kann gut sein, ich hatte nie gesundheitliche Probleme, war immer recht fit (auf Grund meines ALters und meines relativ niedrigen Ausgangsgewichtes, das stimmt. Aber an deinem Gewicht sind ja auch andere Umstände "schuld", als bei den meisten anderen...und ich kann mich in dem Bereich vielleicht besser in die anderen hineinversetzten...

Zitat:


Subjektiv erlebt isst man ja auch nicht viel. Sich quasi selbst von Aussen zu beurteilen um zu erkenne, doch das IST viel, ist nicht leicht.


Deswegen versuch ich auch diese Bemerkungen bei Freunden bei Gelegenheiten anzubringen.

Zitat:


Darüberhinaus ist es natürlich so, dass Ernährung nicht der einzige Faktor ist. Auch wenn es deprimierend klingt, aber genetische Disposition und vermutlich noch unbekannte Faktoren spielen ebenso eine Rolle.


Das stimmt, aber niemand hat die genetische Veranlagung zur krankhaften Fettleibigkeit.
Meine Familie ist auch eher "kurvig" und sehr schlanke Menschen sucht man vergebens...positiv sind aber andere Sachen (super Gebiss, keine/späte graue Haare, gutes Bindegewebe-das ist doch was Smile )

Zitat:


Ernährung hat auch sehr viel mit Ideologie zu tun. Mit Rechthaben und letztlich Dominanz.


Ja, manchmal glaub ich auch, ich hab die Weisheit mit Löffeln gefressen Very Happy Rolling Eyes

Zitat:


Davon ab, hast Du Recht, eine OP ist mit Sicherheit nur das letzte Mittel. Hast Du zufällig diese TV Doku über diese 200 Kilo Teenagerin gesehen? Da war die OP wohl angebracht. Aber auch in dieser Doku wurden zentrale Fragen der Ursachen dieses extremen übergewichtes nicht erörtert. Fragen, die sich eigentlich aufdrängen würden.


Ja genau, das hab ich auch gesehen. Wobei ich einem 200kg Teenie auch keine Schuld zusprechen kann. So ein Gewicht kommt über Jahre und in dem Alter ist man doch noch sehr von den Eltern abhängig. Da MUSS eine Therapie folgen, um das auszubessern, was die Eltern falsch gemacht haben.

Zitat:


Aber hallo! Twisted Evil Ich halte das für zentral wichtig! Männer die glauben, sie könnten superschlanke Frauen einfordern, selber aber fett, unrasiert, breitbeinig und stinkend rumzuhocken, sollten dringend etwas besseres, belehrt werden.

RICHTIG! Very Happy



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Start: ca 78.5kg bei 168cm Juni Juni 2011
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[Aktualisiert am: Mo, 21 April 2008 00:29]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256412 ist eine Antwort auf Beitrag #256409] Mo, 21 April 2008 00:30 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Bergfex,
Das ist sehr schwer zu beantworten. Denn eigentlich ja, man wünscht sich von der Freundin "totschweigen". Natürlich kann ich da nicht für alle sprechen, aber ich denke schon, dass das bei den meisten so hinkommt.

Das grösste Fettnäpfchen ist aber sicher, wenn es warum auch immer (auch unabsichtlich) so aussieht, als würdest Du annehmen dass die Freundin sich noch nie Gedanken über ihr Gewicht gemacht hätte, als wüsste sie nicht, dass es ungesund ist oder als müsste man ihr etwas über Kalorien usw erzählen. Denn mit aller Wahrscheinlichkeit hat sie so gut wie alles schon probiert.

Aber das vielleicht WICHTIGSTE ist: lass sie nie, nie im Zweifel, dass sie für Dich immer noch ein Mensch ist. Wenn sie das Gefühl hat, dass Du sie auch dann akzeptieren würdest, wenn sie nie abnimmt DANN, dann entspannt sie sich innerlich und wer weiss, vielleicht ist dann ein offenes Gespräch möglich.

Ich erinnere mich gerade an das einzige mal, wo mich das Ansprechen nicht verletzt hat. Es war ein Freund - ein homosexueller Mann.
Ich weiss leider nicht mehr alles, aber er sagte zB sowas wie: "manche sehr geistig orientierte Menschen erden sich vermutlich durch grösseres Gewicht, wie Buddha."
Wir sprachen danach ganz entspannt über das Thema. Er gab mir permanent zu verstehen, dass er mich nicht verurteilt. Er hatte einen liebevollen Blick auf meine Seele.

Mach Dir einfach nie zum Ziel, sie irgendwie bekehren zu wollen oder zu können.






[Aktualisiert am: Mo, 21 April 2008 00:32]

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Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256413 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] Mo, 21 April 2008 00:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Rebecca von Krassia ist gerade offline  Rebecca von Krassia
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Nanni,

Grundsätzlich halte ich Missionierei für wenig hilfreich bis destruktiv.
Bedenke auch: Selbst wenn es so ist, dass sich da jemand in ein krankhaftes übergewicht manövriert, ist das letztlich immer noch seine Sache. Er hat nachwievor das Recht, mit Respekt und Anstand behandelt zu werden. Er hat ein Recht darauf, nicht dazu genötigt zu werden über SEIN Gewicht reden zu müssen, sich sozusagen existenziell rechtfertigen zu müssen.

Du hast die Doku gesehen, gut!
Ist Dir nicht aufgefallen, dass das Mädchen schon mit 4 jahren doppelt so viel wog als normal und von der Mutter auf Diät gesetzt wurde?
Sowohl die Mutter, als auch die Brüder des Mädchens waren schlank. Es scheint also schon mal nicht so zu sein, dass die Mutter das Kind überfütterte.

Es ist auch kaum wahrscheinlich, dass das Kind mit 4 schon genug Fettreiches Essen alleine besorgen konnte, um sich dermassen zu mästen.

Auch was sie später (gewiss zuviel) ass, war nicht soooo viel. Ich kenne schlanke Leute, die das locker auch verputzen.
Mit dieser Menge in so kurzer Zeit auf 210 Kilo (!!) zu kommen dürfte so gut wie niemand von uns hier im Forum vorweisen können. Ich habe Phasenweise durchaus erheblich mehr gefuttert und wurde in 42 jahren "nur" 130 kg aber nicht mit 19 schon 210kg!

es scheint mir ganz offensichtlich, dass bei diesem Fall, das Essverhalten nicht der einzige Faktor war.





Re: Durch Dick und dünn [Beitrag #256415 ist eine Antwort auf Beitrag #255953] Mo, 21 April 2008 01:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum vorherigen Beitrag gehen
Nanni82 ist gerade offline  Nanni82
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Ich hab die Doku nicht von anfang an gesehen und auch eher nur nebenbei, hab also nicht richtig aufgepasst.

Zu den Freunden, klar jeder muss es selber entscheiden, aber wenn Freunde ankommen und "jammern" über ihre Figur...was soll ich da tun?

Jemand der nicht meckert über seine Figur wird auch nicht "missioniert". MIR ist die Figur meiner Freunde relativ egal (bis auf gesundheitliche Aspekte natürlich) und wenn sie sich wohl fühlen...schön!



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Start: ca 78.5kg bei 168cm Juni Juni 2011
1.Ziel: U75kg, erreicht am 24.07.2011
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