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Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3793] Di, 21 September 2004 19:24 Zum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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So, nu hab ich das Forum eingerichtet. Da will ich das auch gleich nutzen Smile
Ich hab des öfftern gelesen das Essen aus Belohung misbraucht wird.
Ich frage mich was ist so schlimm daran ? und wo ist da der Misbrauch. Entscheidend ist doch das ich mich gesund ernähre und aufhöhre zu essen wenn ich satt bin.
übersehe ich da was oder ist was anderes gemeint ?


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3794 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Di, 21 September 2004 19:35 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
TeeJunkie ist gerade offline  TeeJunkie
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Ich belohne mich auch gelegentlich mit essen. Ich glaub der Missbrauch fängt dann an, wenn man keine anderen Sachen mehr findet, die ebenso als Belohnung dienen können, oder wenn man sich für jeden Handschlag, den man gemacht hat, mit essen "belohnt". Meiner Meinung nach gewinnt das essen dann zuviel Bedeutung, obwohl es doch andere Sachen gibt, die wichtiger sind.

Genauso könntest Du auch fragen, was so schlimm daran ist, sich bei Frust mit essen zu trösten - im Grunde gar nichts, wenn mans nicht übertreibt.


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3795 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Di, 21 September 2004 19:39 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

...wenn man keine anderen Sachen mehr findet, die ebenso als Belohnung dienen können


kein Problem, ein Fläschchen Rotwein könnte es auch sein Wink


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3796 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Di, 21 September 2004 19:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
TeeJunkie ist gerade offline  TeeJunkie
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Soooowas meinte ich jetzt nicht Wink

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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3797 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Di, 21 September 2004 19:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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klar, tatsächlich geht mein Weinkonsum gegen null, und das obwohl ich Wein wirklich gerne trinke. Aber nachdem ich Sport gemacht hab, habe ich kaum Appetit darauf.
Im Winter wird sich das sicher ein bischen ändern, so eine lecker Rotwein wenns draussen kalt ist, ist schon was tolles.

Aber tatsächlich empfinde ich Freizeit insgesamt als die gröste Belohung. Das kann mit einen tollen Resturantbesuch oder mit ner Wanderung im Wald verbunden sein.

Aber Essen ist mir trotzdem sehr wichtig, ich koche ja auch jeden Tag um was zu haben was mir schmeckt. Nur aus gesundheitgründen würd ich das wohl nicht tun, oder ich würde es zumindest als Belastung empfinden.
Und wenns meine Frau meine Kochkünste lobt ist das auch eine Belohung Smile


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3858 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 08:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
nachteule ist gerade offline  nachteule
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Also ich empfinde Essen als Belohnung auch nicht als von vornherein falsch. Essen ist für mich neben Nahrungsaufnahme auch Genuß. Allerdings empfinde ich es als kritisch, wenn man beginnt, Situationen zu schaffen, die dann eine solche "Belohnung" quasi herausforden.
Ähnlich ist es mit dem Frustessen, warum soll ich mir, wenn ich gefrustet bin nicht irgendeinen Genuß gönnen. Aber auch hier liegt die Betonung auf "irgendeinen", das kann eine Massage, ein schönes Bad, ein langer Spaziergang oder eben auch etwas zu Essen sein, das ich mir sonst nicht so häufig gönne.



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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3929 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 10:43 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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ok, dann verstehe ich das so. Zum Problem wird es wenn man sich irgendwelche Tricks einfallen lässt, z.b. Belohnung, um was zu essen.
So ähnlich wie bei einem Alkoholiker, der sich auch Gründe schaft um was zu trinken.


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3959 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 11:27 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
nachteule ist gerade offline  nachteule
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So ungefähr ist es glaube ich oder eben wie es Tee beschrieb, wenn man sich NUR noch mit Essen belohnt. Aber ich glaube das läuft auf`s Gleiche hinaus.
Ich denke schon, das man sich ein wenig beobachten muß, da diese Art Belohnung auch zu einer Sucht führen kann. Außerdem kann man Gefahr laufen, gerade beim Frustessen, nur noch zu futtern, statt den Frust selbst anzugehen.
Beim Frustfuttern seh ich das so...man kann sich durchaus was Gutes tun, das stärkt das Seelchen. Allerdings muß man auch bereit sein, seinen Frust anderweitig zu bearbeiten.



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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3960 ist eine Antwort auf Beitrag #3959] Mi, 22 September 2004 11:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
HzweiO ist gerade offline  HzweiO
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Ich esse, weil "ES" ständig VERFÜGBAR ist, und nicht, weil ich mich belohnen möchte. Wäre z.B. der Kühlschrank leer, würde ich weniger essen.

Gruß, Holger
Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3964 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 11:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Dragonfly
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Bei mir ist es auf eine Art genau andersrum,wenn der Kühlschrank leer ist könnte ich essen ohne Ende(was ich dann meist auch tue oder getan habe wenn ich dann einkaufe)und wenn der Kühlschrank voll ist ist dieses Bedürfnis weg.Genauso ist es mit Zigarette,sind kaum welche da rauche ich mehr,weiß der Geier warum.*grübel* Ist halt alles eine "Kopfsache".

LG Andrea


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3980 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 11:57 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Werbeagle ist gerade offline  Werbeagle
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Ist Essen Belohnung? Diese Frage ist für mich nicht zu beantworten. Ich koche zwar unheimlich gerne und esse es dann auch gerne, habe es aber noch nie als Belohnung für irgendetwas angesehen. Für mich ist essen kein notwendiges Übel sondern etwas schönes, was ich brauche um zu leben. Und es dann so schön wie möglich gestalte. Ich esse nicht gerne Fertigsachen.

Früher habe ich auch mein Essen verteufelt, und jeden Bissen in Frage gestellt. Deswegen ja auch so oft der Begriff "ich habe gesündigt". Aber Sünde ist für mich etwas böses (wenn ich jemanden töten würde, oder schlagen, oder absichtlich gemein zu jemanden bin).

Heute sehe ich es so: Ich bin ein Mensch mit allen Schwächen und Stärken. Ich weiß aber nicht wie es wäre wenn ich wirklich eine Essstörung hätte, also entweder gar nichts mehr essen würde oder so schwer wäre, dass ich mich kaum noch bewegen könnte. Also mein Tagesablauf oder meine Gesundheit durch einen riesigen Körperumfang behindert wäre, oder durch eien mageren Körper. Aber das kann ich nicht beantworten, da ich zum Glück noch nie so leicht oder so schwer war.


Anfang: 05.01.2004 mit 79,9 kg
jetziger Stand zwischen 70,0 und 71,7 kg
ich bin ein schottischer Standteebeutel

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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #3997 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 12:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
stine ist gerade offline  stine
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Essen als Belohnung - warum nicht? So wie ihr schon über Alkohol gesagt habt - es ist die Menge einerseits, das Finden von Gründen und letztendlich das Essen um des Essens willen, ohne darüber nachzudenken, das man in sich hineinstopft, die den Genuss zur Sucht macht.
Wenn man keine Essstörung hat, dann ist gutes Essen ein Genusserlebnis, genauso wie der Duft von frischem Heu (wenn man nicht allergisch ist Very Happy ) oder Sex oder der Kauf eines schönen Kleidungsstücks. All das kann zu Befriedigung der Sinne führen - des Geschmackssinns genauso wie des Geruchs- oder Tastsinns.
Hoff, ich bin nicht zu konfus.



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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4002 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 12:33 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Geppo ist gerade offline  Geppo
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Das Problem das ich sehe, wenn ich mir z.B. Schoki gönne als Belohnung, dann haftet der Makel des Verbotes daran. Ich bekomme sie nur wenn ich auch "xyz" dazu geleistet habe. Bei mir ist das so, Verbote wecken erst richtig den Jap darauf.
Also gibt es keine Belohnungen aber auch keine Verbote was Essen angeht und ich komme eigentlich recht gut damit klar, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gruß, Gerald


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4004 ist eine Antwort auf Beitrag #4002] Mi, 22 September 2004 12:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
nachteule ist gerade offline  nachteule
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Zitat:

...wenn ich mir z.B. Schoki gönne als Belohnung, dann haftet der Makel des Verbotes daran


Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn wenn ich mir als Belohnung (und man sollte sich ruhig ab und zu belohnen) bspw. einen Verwöhnbesuch bei der Kosmetikerin gönne so haftet diesem Besuch ja auch nichts "verbotenes" an.
Ich kann alle Dinge zu Alltäglichen machen oder mir einige Dinge als etwas Besonderes bewahren. Das geht auch mit einer leckeren Schoki... Wink .



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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4007 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 12:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Bei mir ist das auch nix verbotens sondern eher was aussergewöhliches. Das kann z.b. Steinbutt sein, der ein bischen zu teuer für jeden Tag ist. Tatsächlich ist auch der Wein dazu mittlerweile was besonders geworden. Allerdings unabsichtlich, durch den Sport trink ich fast nix mehr ohne das ich das geplannt hätte.
Oder es ist was für das ich länger kochen muss und so entspechtend Zeit investieren muss, z.b. Mossaka (Da kommt auch nich die Butter zu, aber das ist ja mehr der Sündentag Wink).


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4008 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 12:50 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Dingeli ist gerade offline  Dingeli
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Ich persönlich bin ja der Meinung, daß alles ok ist, was im Rahmen bleibt.
Vor meiner Abnehmerei habe ich mich teilweise fast ausschließlich von diesen "verbotenen Dingen" ernährt. War natürlich weder sinnvoll, noch gut.
Wenn ich bspw. Besuch bekomme, taue ich ja auch keine Pizza auf, sondern stell mich stattdessen in die Küche und koche etwas ausgefalleneres, etwas aufwändigeres und eben keine TK-Pizza. Dann ist das Essen auch etwas besonderes, was ich für mich alleine nicht tagtäglichen machen würde. So ähnlich sehe ich es auch mit Schoki und Co ( außer momentan, da bekomm ich die Kurve nicht ganz Very Happy ). Wenn ich etwas erreicht habe, auf das ich Stolz sein kann, dann gönn ich mir ruhig auch mal Schokolade. Natürlich versuche ich, diese Belohnung nicht zwangsläufig mit Schokolade in Verbindung zu bringen, wenn ich aber gerade Lust darauf habe, warum nicht? Dann genieße ich jedes Stückchen und ich bin zufrieden. Oder ich geh mit meinem Fröschi essen. Wir feiern dann das erreichte zusammen in Verbindung mit einem Abend irgendwo bei einem netten Essen. Daran sehe ich nichts schlimmes, solange man sich auch noch anders belohnen kann als durchs Essen.

Grüße,
Dingeli


************

Lieber Gott, wenn du mich schon nicht dünn machst, dann mach wenigstens alle meine Freunde dick! Very Happy
Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4086 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 16:10 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Libelle ist gerade offline  Libelle
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Hallo Osso,

vielleicht muss man das etwas differenzierter sehen. Ich finde Essen als Belohnung nicht grundsätzlich verkehrt, sondern nur im Zusammenhang mit "überfressen".

Wenn ich also eine wichtige Prüfung bestanden habe, und ich gehe "zur Feier des Tages" mit meinem Freund in mein Lieblingsrestaurant, dann ist das ein anderes "Essen als Belohnung". Das ist dann eher ein "feierliches Essen" - man hätte ja sowieso irgendwas gegessen.

Was ich eher meine, ist, wenn man ständig die überflüssigen Schokoladentafeln verputzt, weil man sich irgendetwas "gönnen" will. Weil man einen harten Tag hatte, weil irgendwas gut geklappt hat oder sonstwas. Wenn man dadurch bedingt ständig eine positive Energiebilanz hat und zunimmt, dann könnte man mal drüber nachdenken, ob man nicht andere Strategien findet, mit solchen Gefühlen umzugehen. Ich meine also eher das "ÜBERessen als Belohnung" . Und darin sehe ich auch den "Missbrauch" des Essens. Aber du hast recht: Das kam vielleicht misverständlich rüber. Wenn man in Maßen genießt, auch mal nur des Genusses wegen, dann finde ich das schon okay.

Libelle





[Aktualisiert am: Mi, 22 September 2004 16:12]

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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4116 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 16:29 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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ich wusste garnicht mehr das ich das bei dir gelesen hatte, schwirte mur irgendwie in meinem Kopf rum Wink

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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4119 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 22 September 2004 16:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
criseldis ist gerade offline  criseldis
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ich glaub, da unterscheidet sich schon sehr deutlich, wer ein normales essverhalten hat, und wer zu einer sucht neigt.

ich selber habe erst diese woche festgestellt, dass ich es mit süßem fast so gemacht habe wie mein vater mit alkohol. er hat immer situationen erschaffen, um alkohol trinken zu können. ich bin damit aufgewachsen, jeden geburtstag dreimal zu feiern (wir sind 5 kinder), jeden ferienanfang, jedes ferienende mindestens zweimal zu feiern, dazwischen einfach mal etwas zur feier des tages.... trallala. erst als ich mich mit dem wesen der alkoholsucht auseinandergesetzt habe, habe ich erkannt, dass dies typisch für suchtkranke ist. damit wird der alkoholkonsum "legalisiert".
ich habe entdeckt, dass ich oft auch so handle, allerdings aufs süße bezogen. und das ist in meinen augen suchtberhalten.

genau in diesem moment habe ich sowas wieder erlebt. erst normal gegessen. dann noch zum "abrunden" ein balisto hinterher. ich war pumpsatt. aber was passiert? plötzlich muss ich die ganze packung leer fressen. kann nicht anders.
belohnung (was ja nur ein stück wäre) wird somit zum auslöser von suchtverhalten (zwanghaft alles zusammenessen).

daher: sich mit essbarem belohnen, oder mal in düsteren stunden zur aufhellung was essen - das finde ich nicht schlimm, und dafür bin ich auch - gibt auch gutze biochemische gründe dafür. problem wird es eben, wenn man zu suchtverhalten (bei bestimmten nahrungsmitteln) neigt. bzw. dann wird aus belohnung oder "die seele streicheln" einfach sehr schnell ein zwang, ein leid, eine betsrafung.


Selbstachtung ist: es nicht mehr nötig haben, perfekt zu sein.
(Romana Prinoth Fornwagner, *1960, ital. Archäologin und Prähistorikerin)

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Blog: http://vegszene.com/blog/iveg/
Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4137 ist eine Antwort auf Beitrag #4119] Mi, 22 September 2004 19:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bea68 ist gerade offline  Bea68
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Ich hab mich auch oft "belohnt"(irgendwo mußten die Kilos ja herkommen) Laughing , wenn ich abends dann im Bett war, alleine, weil mein Mann Fernfahrer ist, war schnell mal eine Tafel Schoki oder eine Tüte Elefantenpopel weg. Shocked
Einfach so, weil der Tag zu Ende war, weil ich Appetit hatte und was sonst noch für fadenscheinige Gründe herhalten könnten.
Das das Ganze Mist ist, darauf hat mich Criseldis gebracht, durch das psychische Abnehmen, damit verbunden der Kauf von D. Wolf und G. Roth und seitdem kommt das "Rumfressen" nur noch sehr selten vor.
Belohnen in den Sinne, es ist WE, man ist zusammen, kocht und genießt sein Essen, finde ich allerdings i.O.


Ein weiter Weg beginnt mit dem ersten Schritt - aber - wir sind schon viele Schritte gegangen und befinden uns so mitten auf dem Weg

Start Januar 2004: 89,? kg
Start Januar 2005: 76,1 kg
Jetzt: 15.5.2005 75,0 kg
Ziel: ??.??.2005 69 oder so kg
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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #4247 ist eine Antwort auf Beitrag #4004] Do, 23 September 2004 10:18 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Geppo ist gerade offline  Geppo
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nachteule schrieb am Mit, 22 September 2004 12:38

Zitat:

...wenn ich mir z.B. Schoki gönne als Belohnung, dann haftet der Makel des Verbotes daran


Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn wenn ich mir als Belohnung (und man sollte sich ruhig ab und zu belohnen) bspw. einen Verwöhnbesuch bei der Kosmetikerin gönne so haftet diesem Besuch ja auch nichts "verbotenes" an.
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Also, ich meine das so, wenn ich Essen (was auch immer) als Belohnung ansehe, dann bekomme ich diese Sache ja nur dann, wenn ich das dementsprechende geleistet habe damit ich diese Belohnung auch bekomme. Im Umkehrschluß bedeutet das für mich, wenn ich das nicht leiste bekomme ich die Belohnung auch nicht. In diesem Sinne haftet der Makel des Verbotes daran weil ich die Sache ja nur dann darf wenn auch die dazugehörige Leistung erbracht ist.
Ich mache auch einen Unterschied zu, mal was gönnen, ich gehe zwar nicht zur Kosmetikerin Laughing aber es gibt andere Dinge, mit meinen Jungs ein Fußballspiel anschauen, mal ne CD o. DVD kaufen usw. Aber nicht im Sinne von Belohnung.
So auch mit Essen, gestern habe ich mir ne kleine Tüte Schokokekse gegönnt, nur 125g Very Happy, das war auch mal was Besonderes weil ich einfach Japp darauf hatte, aber ich sehe das nicht als Belohnung sondern als, ab und zu mal was Besonderes/Schönes muß mal sein.

Viele Grüße, Gerald


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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #6436 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mo, 04 Oktober 2004 10:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bineMaja ist gerade offline  bineMaja
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Uff, das ist ja ein Thema!

Also ich hab früher oft "zur Belohnung" und aus Frust gegessen. Das Problem war nur: viel zu ungesund und viel zu viel. Etwas zur Belohnung zu essen ist nach meinen Grundsätzen schon falsch. Also einfach unmotiviertes Futtern von irgendwas ohne das ich Hunger hab, ist falsch. Aber wenn ich Hunger hab mal was besonderes weil ich mich Belohnen darf, das ist OK.

War nur früher mein Problem, dass ich total spät und gefrustet von der Arbeit kam und mir dann "zur Belohnung" irgendwas ungesundes und viel zu viel reingestopft hab, obwohl mein Hunger gar nicht mal so groß war.

lg
bineMaja



Die meisten Menschen haben kapituliert, die wenigsten sind gescheitert - Henry Ford
Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #6566 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mo, 04 Oktober 2004 15:50 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
miraculix ist gerade offline  miraculix
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Also aus Frust oder zu Belohnung essen tue ich ansich nicht.
Ich gönne mir mal etwas, was ich sonst nicht mache, aber nie zur Belohnung, sondern, weil mir gerade danach ist.
Was nicht heissen soll, dass ich zur Feier eines Tages nicht auch mal essen gehen sollte. Das hat aber für mich einen ganz andere Qualität.

Schlimmer noch finde ich das trinken/essen aus Frust.
Was mich letztens so geschockt hat war als mein Schwiegervater sich mit meinem Schwager einen hinter die Binde gekippt hat, weil es da meiner Schwiegermutter nicht so gut ging. Die haben sich bewusst die Kante gegeben.

Daher und seit diesem Zeitpunkt noch viel stärker finde ich essen und trinken aus Belohnung oder Frust bedenklich, da doch die Gefahr besteht, sich häufiger zu belohnen...



Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #99582 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Mi, 05 Juli 2006 14:18 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Schwabbelschwein ist gerade offline  Schwabbelschwein
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Ich glaube: Essen als Belohnung ist deshalb falsch, weil Essen bei einem Menschen mit "natürlichem" Essverhalten dem "Überleben" dient - und sonst zunächst mal zu nix gut ist.

Bei essgestörten Menschen ist die Belohnung in Form von Essen eine Art "Hintertürchen" um Zugang zu einem Gut der Leidenschaft zu gelangen, zu dem man die Leidenschaft ja eigentlich überwinden sollte....



Ich bin Dick und werde schlank. Von 99,5 zu 70.
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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #99708 ist eine Antwort auf Beitrag #3793] Do, 06 Juli 2006 13:57 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ich hab ja diesen Thread vor fast 2 Jahren aufgemacht. Und ich kann sagen das, das Essen mir der Genuß beim Essen mir jetzt noch wichtiger ist, als wie ich nocht dick war. Ich freue mich heute auf das Essen auch viel mehr als früher. Ich esse heute viel vielseitiger und viel mehr verschiedene Dingen ausserdem besuche ich mehrmals in der Woche den Markt.
Mensch sein ist mehr als die Summe seiner biologischen Funktionen. Sonst könnt man auch argumentieren, der Mesch selbst ist erstmal für nichts gut Shocked
Das der Genuß für einen Menschen mit einer Esstörung gegebenfalls ein Problem darstellt mag ich glauben. Aber auch der Essgestörte will seine Krankheit ja überwinden.


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icon12.gif  Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #100286 ist eine Antwort auf Beitrag #99708] So, 09 Juli 2006 23:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
hexe333 ist gerade offline  hexe333
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Cool Ich habe mich heute mit einer halben Wassermelone belohnt,weil wir nach unser verrückten Radtour heute noch extra zu famila gedüst sind ,um genau diese zu holen! Very Happy
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beginne jeden Tag wie eine Grinsekatze;)
Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #303638 ist eine Antwort auf Beitrag #100286] Di, 28 Oktober 2008 00:44 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
schnups ist gerade offline  schnups
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es ist dann falsch sich mit Essen zu belohnen, wenn Emotionen mit Essen austauschbar sind, wenn diese Verbindung Essen=Emotion entsteht.
Denn dann belohnt man sich nicht nur, man bestraft sich, man tröstet sich, man freut sich, und alles nur indem man etwas in den Mund schiebt und kaut.

Also, ich meine eine Esstörung.
Wenn ein Normalo sich am Abend hinsetzt und sein bischen Schoki lutscht und es sich einfach gut gehen lässt nach einem langen Tag, sich quasi für den langen Tag belohnt, dann ist es was anderes. Dem Normalo dürfte es dabei nämlich wirklich nur um den Genuss von ein wenig Schoki gehen, während bei einer Esstörung nicht die Schoki im eigentlichen Vordergrund steht, sondern das Essen als Ausdruck von Emotionen.
Ich kaue, also bin ich.

[Aktualisiert am: Di, 28 Oktober 2008 15:45]

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Re: Essen als Belohung - Was ist so schlimm daran ? [Beitrag #314635 ist eine Antwort auf Beitrag #303638] So, 21 Dezember 2008 08:53 Zum vorherigen Beitrag gehen
reality-reiki
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Hallo,

ich denke, es geht sogar manchmal noch einen Schritt weiter - zumindest ist das bei mir so gewesen. Sad

Ich hatte Bedürfnisse und Ängste und habe gegessen, um sie nicht zu spüren. Confused

Ich habe mich immer daran erinnert, wie meine Mutter in solchen Situationen zu mir gesagt hat: "Kind, iss was, dann gehtŽs weg."

Wenn ich Bauchschmerzen hatte: "Kind, iss was, dann gehtŽs weg."

Und wie oft hatte ich aus Stress Bauchschmerzen und Blähungen. Sad

Wenn ich traurig war: "....." Das Gleiche.

Das Essen hat nicht geholfen, aber ich habe sie nicht ablegen können, diese innere Stimme, die auch eigentlich mir gar nicht zu Gehör kam, sondern aus dem Unterbewusstsein direkt den Kühlschrank öffnete.

Heute weiß ich:

Unter Wikipedia "Meteorismus":

http://de.wikipedia.org/wiki/Meteorismus

Zu berücksichtigen ist hier, dass Kinder auch anderweitige (familiäre oder schulische) Probleme in den Bauchraum - hier meist in Nabelhöhe - lokalisieren.


Was soll denn da Essen helfen? Ich kann es durch einfache Aufklärung und Bearbeitung der über Jahre hinweg aufgestauten Emotionen einfach ablegen. Smile

Liebe Grüße

Gerhard





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