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Milchprodukte [Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 00:00 Zum nächsten Beitrag gehen
Schwimmerin ist gerade offline  Schwimmerin
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ich hätte da mal eine naive Frage.

Wie ist das eigentlich mit Milchprodukten? Die Kühe bekommen doch irgendwelche sachen gespritzt (Hormone??) damit die rund ums jahr Milch geben.
Und wir saufen das dann mit in der Kuhmilch.
Und im Käse und im Quark ist das natürlich auch alles drin.


Wie schädlich ist das eigentlich für Menschen? und mit was putschen die das Viehzeug noch auf? Antibiotika udn sowas, ne?

Es gibt doch ein paar richtige Ernährungsspezialisten unter Euch. Hat einer von Euch vielleicht einen Link zu dem Thema? ÖH..oder am besten selber eine zusammenfassende Antwort?

und abgesehen davon frag ich mich gerade dies:

also das Viehzeug in den Massenhaltungsställen ist ja nun nicht gerade glücklich. Die vegetieren unter totalem Stress. Und sondern deswegen doch bestimmt irgendwelche Stoffe ab die man eher nicht gerne essen würde.

Inweiweit schadet das dem menschen?

Irgendwie kann ich grad nicht fassen, daß ich überhaupt wieder angefangen habe Fleisch und sowas zu essen Rolling Eyes









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Re: Milchprodukte [Beitrag #284112 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 09:37 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
criseldis ist gerade offline  criseldis
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zunächst einmal möchte ich auf unser aller geschätzten dr. moosburger verweisen:

http://www.dr-moosburger.at/publikationen.php
weiter unten, bei ernährung, das vorvorletzte publikation behandelt das thema hormonfleisch...

ein auszug daraus:

"Ein liter milch beinhaltet etwa neun mal so viel östrogen wie ein kilo US-Hormonfleisch. in einem hühnerei ist soviel östrogen enthalten wie in sechs kilo fleisch...." daneben, so die aussage, ist das hormonfleisch unbedeutend... (man überlege, wie viel ei und milchproduktze in sämtlichen nahrungsmitteln bei uns enthalten sind, von eis bis kuchen, gemüseburger bis sonstwas, - als ich vegan wurde war ich entsetzt, wie oft völlig unnötig tierprodukte in sachen drin sind)

wenn ich mit bekomme, wie meine familie abgeschlachtet wird, und weiß das ich selber dran komme, werde ich ziemlich gestresst sein. ich denke, darüber kann auch kein elektroschock oder bolzenschuss hinwegtäuschen. ich habe einige schlachtvideos gesehen, und die tiere zucken und schreien manchmal noch, wärend man ihnen die kehlen durchschneidet um sie ausbluten zu lassen. ob dabei bei bewusstsein oder nicht - der körper hat stress!

(auch bei menschlichen operationen werden ja schmerzmittel verabreicht - weil die ausschaltung von bewusstsein ja noch nicht bedeutet, das der körper keinen schmerz empfindet - soviel ich weiß)

ich versuche bei diesem thema vorsichtig zu sein, da man so schnell als spinner und sonstwas hingestellt wird, wenn man gegen die heißgeliebte gewohnheit der tierausbeute wettert. aber es ist zb. so, das erst seit etwas über hundert jahren, tiere am fließband ermordet werden. eine ziemlich unschöne sache. so unschön, das man lieber den glauben verbreitet - die automobilindustrie hätte es erfunden - weil wie klingt es, das menschen maschinen erfinden um lebewesen im akkord zu töten...

ich habe gerade keine studie zur hand - ich esse ja nicht aus gesundheistgründen keine tierlichen produkte - sondern aus ethischen, aber es ist ja so, das die tiere mit futter gemästet werden, für das zb. der brasilianische regenwald abgeholzt wird - für gensoja, das wird dann schön über dne teich gekarrt (was ja schon ein klimawahnsinn ist) und wenn man bedenkt, das man - um 1 kilo fleisch zu bekommen - 10 kilo solchartiges getreide verfüttern muss - kann man sich auch vorstellen, was für eine ressourcenverschwendung es ist - in hinblick auf den hunger in der welt. es ist zb. fakt, das der fleischkonsum 9 mal klimaschädlicher ist als die gesamte mobilisierung.
jedenfalls - essen die tiere das genmanipulierte futter - und wir dann das fleisch - in dem das zeug dann ja quasi konzentriert ist.

bei bio mag einiges ja anders liegen (der grausame irrsinn der schlachtung bleibt jedoch) nur müsste man wirklich KONSEQUENT bio leben. die wenigsten fragen aber in restaurants, besuch bei freunden, kantine, imbiss, fertigprodukte,.... nach ob das auch alles bio ist. das gelegentliche schnitzel am sonntag wird gewissenrein beim bauern den man kennt geholt - aber am mittagsbuffet in der firma schaut man nicht mehr drauf.

und zum thema bio. in österreich wurde heuer ein betrieb von tierschützern aufgedeckt, in dem zustände herrschten, wo einem schlecht wird. kranke schweine, zusammengepfercht, teilweise lagen sie mit gebrochenem rückgrat in den ställen, wurden bei lebendigem leib angefressen. brisant: das fleisch wurde im supermarkt als "bio flesich mit bauernhofgarantie" verkauft. der besitzer war ein prominenter tierarzt. UND: die tierschützer die das aufgedeckt haben, werden nun von der polizei verfolgt und mit hohen verwaltungsstrafen bedacht. ich finde - als konsument hat man das recht - aufgeklärt zu werden darüber, was man isst. und es ist für den konsument gut - wenn solche misstände aufgedeckt werden. leider ist so etwas aber behördlich nicht gerne gesehen - wie man an den konsequenzen erkennen kann. insofern kann man sich dann selber denken, wie hoch die dunkelziffer ist. und das sicher nicht nur in österreich - wo sogar das beste tierschutzgesetzt gilt. in anderen ländern sind die zustände sicher noch katastrophaler - weil keiner wirklich kontrollieren WILL. was aufgedeckt wird, ist nur die spitze des eisbergs.

so, ich bin schon still. jetzt kann man über mich herfallen.


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284124 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 09:46 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

Wie ist das eigentlich mit Milchprodukten? Die Kühe bekommen doch irgendwelche sachen gespritzt (Hormone??) damit die rund ums jahr Milch geben.

Wie kommst du darauf ? Ich bin bisher davon ausgegangen das die Gabe von Hormonen in DE verboten ist. Liege ich da falsch ?


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[Aktualisiert am: Mi, 30 Juli 2008 09:54]

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284143 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 10:03 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
criseldis ist gerade offline  criseldis
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achja... damit sie rund ums jahr milch geben:

a) sie werden ständig schwanger gehalten, müssen ein kalb nach dem anderen gebären um auch milch geben zu können. die kälber werden ihnen weg genommen (die milch gehört ja für menschen)

b) es sind spezielle qualzüchtungen wie sie in der natur nie vorkommen würden. dioe milchkühe sind quasi hochleistungssportler, bekommen spezielles kraftfutter (also soja, getreide statt gras) um diese extremleistungen (schwangerschaft + milchgabe - quasi nonstopp) überhaupt erbringen können. lange halten sie es trotzdem nicht durch und folgen nach drei bis fünf jahren iohren geraubten kindern in den schlachthof.

c) ob gespritz twerden darf - hängt auch von der haltunsgart ab. die haltung verursacht ja oft krankheiten und verletzungen, gegen die durchaus in der konventionellen haltung antibiotka oder andere medikamente gespritzt werden. tiere werden in solchen anstalten auch manchmal betäubt, um eben nicht so verzweifelt zu werden udn sich zu verletzen. in der biohaltung ist die gabe von medikamenten allerdings untersagt. das bedeutet aber auch: das tier leidet an krankheiten und verletzungen ohne medikamente - denn sobald etwas gegeben wird - darf es nicht mehr als bio verkauft werden.


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284158 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 10:19 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ich teile, wie viele dein Weltbild zu Tierproduktion in keiner Weise. Ich bitte dich sachlich zu bleiben ("geraubten kindern" etc. ist unnötig). Es macht keine Sinn hier die Tierhaltung allgemein zu diskutieren.

Meine eingenliche Frage ist nicht beantwortet: Ist das Spritzen von Hormonen an Kühe in de erlaubt ?
Das würde mich nämlich wirklich interessieren, was erlaubt und was verboten ist.


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284194 ist eine Antwort auf Beitrag #284158] Mi, 30 Juli 2008 11:06 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Püüüüh, das ist ein Thema! Surprised

Man kann sich sein Leben ziemlich madig machen, wenn man in jedem Lebensmittel einen Anschlag auf seine Gesundheit ortet.

Auch wenn es nach stumpfsinnig-obrigkeitsgläubigem verantwortungslosen Wahlviehbürger klingt, sorry - aber: ich kann nicht bei jedem Brokkoli, den ich in den Mund stecke, nach einem Herkunftszertifikat fahnden, ich kann nicht bei jedem Schweinsschnitzel herausfinden, wie es dem armen Schwein zu Lebzeiten ergangen ist, und ich kann nicht jedes Huhn in einem eigens eingerichteten Küchenlabor auf Medikamentenrückstände testen.

Ich muss darauf vertrauen, dass für diese Belange Behörden zuständig sind (ua Gesundheitsämter) und diese Behörden hoffentlich ihren Job ebenso tun wie die EU-Gremien, die beschließen, was wo drin sein darf ohne meine Gesundheit zu gefährden. Und zu guter letzt darf man noch auf die kontrollierende Funkionen von einschlägig engagierten politischen Parteien hoffen und auf die Kontrolle der Medien.

Denn auch wenn ich mit bemühe, mit Vernunft Lebensmittel zu kaufne, auch wenn ich auf Herkunftsbezeichnungen, Gütesiegel usw achte, ist das, wie wir aus der Vergangenheit wissen, noch kine absolute Garantie, dass Versprechungen und Tatsachen zu jeder Zeit übereinstimmen.

Als letztes und ziemlich stabiles Sicherheitsnetz haben wir noch, dass der Körper eine Menge aushält. Bloß das Verhungern, das hält er nicht aus, und das wäre letztlich die einzige Alternative, wenn die Sorge über die gesunde Beschaffenheit von Lebensmitteln völlig überhand nimmt.

Ich denke, wenn mich bei jedem Bissen und bei jeder Mahlzeit die Angst plagt, dass ich mir da eigentlich einen grausigen ungesunden Medikamenten-und Hormoncocktail einverleibe, macht mich ja bald meine Psyche krank! Surprised

Das heißt jetzt nicht, dass ich sorglos jedes Zeug quietschfidel runterschlucke. Aber zwischen den beiden Extremen gibt's was dazwischen.

Unsere hohe und immer noch steigende Lebenserwartung spricht eigentlich dafür, dass unsere Lebensmittel nicht so schlecht sein können.

Und wenn ich Fleisch esse (außer Geflügel lieber Rind als Schwein) denke ich, wenn ich dabei überhaupt an ein lebendes Tier denke, lieber an die vielen netten glüklich mampfenden Rindviecher, die ich auf Almen treffe als an Massenhaltungsbetriebe und Schlachthöfe. Sonst könnte ich das ja gar nicht essen. Ist zwar bei kitischer Betrachtung natürlich ein glattes den-Kopf-in-den-Sand-Stecken, aber das Schnitzel am Teller machen selbstquälerische Betrachtungen nun mal auch nicht mehr zu einer glücklichen Kuh, sehr wohl aber liegt es in meiner Hand, ob etwas so Selbstverständliches wie Essen für mich im Nebeneffekt zu einer ständigen psychischen Belastung wird oder nicht. (Gleiches gilt natürlich für ALLE Lebensmittel. Ist in meinem Brot Gen-Getreide drin? Ist das Gemüse bestrahlt? Sind giftige Pestizid-Rückstände drin?)


Unsere Gesellschaft basiert auf dem Prinzip der Aufgabenteilung. Eigenverantwortung und Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser --- alles gut und schön. Aber, sorry, wenn jeder jedes Aufgaben kontrollieren, hinterfragen und überwachen würde,wäre unsere Gesellschaft in 10 Minuten im Eimer. Ich gehe davon aus, dass zB ein Gesundheitsministerium die Aufgabe der Lebensmittelkontrolle immer noch besser und mit einem besseren Instrumentarium erledigt als ich es jemals könnte. Und dabei zB auch Punkte berücksichtigt, die im besorgten Normalbürgerhirn noch gar keine Aufnahme gefunden haben, weil sie noch gar nicht über die Medien ventiliert werden.

Auf einen Nenner gebracht: die Zeiten, wo ich mich durch Medienberichte hysterisch machen ließ, sind vorbei. Hat mir nichts gebracht außer meine Nerven durcheinander - und DAS zerrüttet meine Gesundheit und mein Wohlbefinden sehr viel unmittelbarer.

Wenn Hormone in der Tierzucht verwendet werden - wovon ich ausgehe - gibt es Bestimmungen, die Regulieren, was und wieviel für den späteren menschlichen Verzehr nach aktuellem Wissensstand ohne gesundheitliche Bedenken tragbar ist. Und es gibt Instanzen, die das kontrollieren. Ich persönlich kann daran nichts ändern, außer dass ich entscheide, ob ich Fleisch esse oder nicht.



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Re: Milchprodukte [Beitrag #284200 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 11:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
criseldis ist gerade offline  criseldis
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nicht, das ich hier etwas anderes erwartet hätte.

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284204 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 11:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Martina83
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off Topic:
criseldis, ich weiß jetzt nicht wirklich, was du uns mit deinem letzten Beitrag sagen willst. Dich hat hier niemand angegriffen oder behauptet, dass was du von dir gibst sei abolut daneben o.ä.
Desswegen finde ich persönlich deinen letzten Satz absolut daneben Rolling Eyes

on Topic:
Ich finde, das ist alles ein sehr zweischneidiges Schwert. Einerseits möchte man sich gesund ernähren, andereseits kann man sich bei NICHTS 100% sicher sein, dass nicht doch irendwas dran ist, was nicht hin gehört. Selbst bei selbst angebautem Gemüse weiß man ja nie, was die Pflanzen durch den Regen und die evtl. vorbelastete Erde alles abgekriegt hat.
Natürlich sollte man desswegen jetzt nicht einfach jedes x-beliebige Lebensmittel in sich rein stopfen, weilŽs ja eh schon egal ist. Man sollte schon gucken, dass man wo es geht darauf achtet, wo es her kommt und evtl. auch Bio ist.
Ab dem Punkt muss man dann aber schon zumindest ein bisschen Vertrauen in die Kontrolle haben, sonst kann man sich gleich an den Tropf hängen lassen. Aber der ist ja auch nicht unbedingt das beste Rolling Eyes


Genieße das Leben - Wenn Gott den Wert eines Menschen misst, misst er nicht die Tailie, sondern das Herz.

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284207 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 11:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Anna
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Registriert: Januar 2005
Ort: Schneverdingen
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@ Bergfex: Das will ich mal zu 100% unterschreiben, was du geschrieben hast Thumbs Up

@ Osso: Ich hab grad mal nach einer Quelle gesucht aber auf die Schnelle keine gefunden. Also so viel ich weiß dürfen nur Hormone gespritzt werden, die für Menschen unbedenklich sind. Das gleiche gilt für Medikamente und wenn ein Schlachttier ein Medikament braucht, bedarf es einer gewissen Wartezeit, ehe das Tier dann geschlachtet werden darf, damit die Wirkstoffe nicht mehr im Körper sind.

@ Criseldis: Wenn man vegetarisch oder gar vegan lebt, ist das natürlich eine ganz persönliche Entscheidung und wenn diese Entscheidung rein ethische Gründe hat, ist das auch völlig ok. Aber man sollte auch die Entscheidung anderer respektieren, die eben nicht vegetarisch/vegan leben wollen.
Das Optimum wäre natürlich, wenn man nur tierische Produkte kauft, wo man wirklich weiß, wo die herkommen. Wir z.B. haben hier im Ort die Möglichkeit, weil wir hier einen Schlachter haben, der noch selbst schlachtet und seine Produkte dann eben in seinem Geschäft verkauft. Aber wir leben auch auf dem Land und selbst da ist es nicht überall möglich.
Und dennoch hat man die Möglichkeit, auf die Herkunft des Tieres zu achten, selbst wenn man im Supermarkt seine Eier oder sein Fleisch kauft. Wenn man keinerlei Fertigprodukte mehr kauft, riskiert man ebenso wenig, dass dort Eier/sonstige Erzeugnisse aus fragwürdiger Tierhaltung zu sich nimmt.

ABER das ist auch alles ein finanzieller Aspekt. Es ist nun mal unbestritten, dass das qualitativ hochwertige Fleisch/Gemüse, die Eier etc nun mal teurer sind als z.B. die Gans aus Polen. Wer ein reines Bio-Leben führen will, der muss nun mal deutlich mehr bezahlen als diejenigen, die Kompromisse eingehen.

Was aber Fakt ist: Wir leben in Deutschland in einem Land, das ständig kontrolliert, das strenge Richtlinien hat und sowohl Kontrolle und Richtlinien gehen Gott sei Dank langsam aber sicher auch auf die Haltung der Tiere über und nicht nur darauf, was der Mensch von diesem Tier konsumiert. Dass es dennoch die schwarzen Schafe gibt, dass es trotzdem Lücken gibt und trotzdem Menschen gibt, die Tiere als Geldquelle sehen und denen es egal ist, was dieses Tier während ihres kurzen Lebens erleiden - das ist alles unbestritten. Darum aber alle über einen Kamm zu scheren und allgemeingültige Aussagen zu treffen, die es nun mal nicht gibt, finde auch ich nicht wirklich sachlich.



Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

Reinhold Niebuhr


Re: Milchprodukte [Beitrag #284274 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 14:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
criseldis ist gerade offline  criseldis
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das kam wohl böser rüber als ich es gemeint habe.

ich erwarte gar nicht, das jemand mein weltbild versteht. in diesem sind halt alle lebewesen gleich viel wert. und auch in der sprache wird nicht unterschieden zwischen "hochwertigen" und "minderwertigen" lebewesen. ein kind nenne ich kind - weil junges eben "weniger wert" klingt. eine sprache eben, die mit dem umgang gewachsen ist. wenn man sich da bisschen in die vergangenheit hineinliest - auch in die philosophie - und mitbekommt WIE über diverse lebewesen gewertet wird (es zählte eine weile die frau nicht zur gattung mensch... beispielsweise) dann wird einem vieles bewusst. das hatte ich mir - zu beginn, als ich vegan wurde - auch noch nicht gedacht und mit formulierungen wie "nichtmenschliche Tiere" oder "Menschen und andere Tiere" wenig anfangen können und fand es regelrecht albern. eben weil ich in einem tiere diskriminierenden umfeld aufwuchs wie wir alle. nach einigem durcharbeiten der hintergründe physikalisch, philosophisch, biologisch, geschichtlich... bekam ich definitiv ein anderes weltverständnis. einem lebewesen seine kinder wegnehmen ist für mich eben raub. sicher kann man auch sagen: junge schlachten. aber das klingt in unserer sprache wesentlich weniger schlimm wie kinder rauben - und das sagt schon einiges aus.

daher meinte ich auch, das ich nicht erwartet hatte, das jemand versteht was ich meine. ich hab mich auch beim schreiben noch sehr zurück gehalten und versucht gar nicht so in die tiefe zu gehen - eben schon WEIL es schwierig ist, für anderesdenkende, es nachzuvollziehen.


die tierrechtssache komplett heraus zu halten aus dem thema wird nicht ganz gehen. denn schließlich ist es durchaus der umgang mit den tieren - die auch das bestimmt, welche qualität das produkt hernach hat. (ich tu mir schwer so etwas zu schreiben). aber ich denke es ist logisch, das eine milch von einer kuh die auf der weide steht und alpenkräuter frisst, tageslicht und frische luft bekommt - eine andere milch gibt mit anderen inhaltlichen qualitäten, wie eine hochhezüchtete hochleistungskuh die ihr leben lang im stall am selben platz steht, kein tageslicht bekommt, spezialfutter aus soja und getreide bekommt...

ich meine, schon menschenmütter merken, das die milch die sie ihren kindern weitergeben auch durch das bestimmt ist, was sie selber gegessen haben, oder wie gestresst sie sind. also auch schon unabhängig von tabletten.


inwieweit tiere medizinisch aufgepimpt werden dürfen - und inwieweit rückstände in den endprodukten zu finden sind - wird sicher auch stark durch gesetze und richtlinien bestimmt des individuellen landes und der haltungsart.

und was man nicht vergessen sollte, ist, das es starke lobbies gibt die durchaus einfluss nehmen.

irgendwen bekehren tu ich nicht und ich bin mir absolut bewusst, das es jedem seine eigene entscheidung ist, was er isst. ich möchte nicht, mir dies anders ausgelegt wird. wenn sich jemand durch die praktiken der tierausbeutung "abgeworben" fühlt - liegt das nicht daran das ich sein essverhalten manipulieren will - sondern daran, das betreffender die umstände halt grauslich findet. das ist ein unterschied.


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284275 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 14:44 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

ich erwarte gar nicht, das jemand mein weltbild versteht. in diesem sind halt alle lebewesen gleich viel wert.


Ich verstehe es, aber ich teile es nicht und halte es für komplett unsinnig. Wie vermutlich 99,X % der Menschen

Zitat:

die tierrechtssache komplett heraus zu halten aus dem thema wird nicht ganz gehen

Doch es geht. Denn Tiere haben in unserer keine Träger eigenständiger Rechte. Tiere können in unserer Gesellschaft keine Rechte einklagen.
Dieses Konzept Tierrechte wird nur von der sehr kleinen Minderheit der Veganer vertreten.
Jedes Argument das sich auf die Tierrechte bezieht, ist für mich hinfällig, da Tiere für mich keine eigenständigen Rechte haben.
Eine solche Diskussion sprengt den Rahmen von Ernährungsfragen bei weitem.
Wer über über "Tierrechte" diskutieren will, soll das meinetwegen tun, aber es muss nicht hier sein.


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284387 ist eine Antwort auf Beitrag #284275] Mi, 30 Juli 2008 20:41 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Naja, ich erlaube mir trotzdem noch kurz ein paar optimistischere Betrachtungen zum Thema... Rolling Eyes

Criseldis, solche Videos, auf die du anspielst, habe ich in meinem Jägerforum gesehen - es ist eines der Hauptargumente, warum Jäger jagen. Sie wollen, wenn sie schon Fleisch essen, dann eines von Tieren, die nach einem natürlichen normalen Leben durch einen gutgesetzten Schuss zu Tode kommen, im Idealfall so, dass das Tier "im Knall liegt", sprich, in dem Augenblick tot war, als es merkte dass da was nicht stimmt. Ein angst- und stressfreier Tod sozusagen, kein Schlachthof-Elend.

Das ist nun natürlich auch eine geschönte Vorstellung, denn bei einer Treibjagd kann von Stress- und Angstfreiheit dann auch nicht mehr soo die Rede sien und auch nicht bei einem Jäger, der keinen sicheren Schuss anbringen kann.

Also jedenfalls, ich kenne solche Videos. Das ist Realität, sowas gibt es - aber ich hege immer die Hoffnung, dass so etwas, zumindest in Österreich, die Ausnahme ist.

Geh über eine Alm, oder in Westösterreich auch nur über eine Wiese im Tal - dort siehst du friedliche Mutterkühe mit ihren Kälbern. Wenn die Kälber etwas größer sind, kommen sie auf eine getrennte Weide, ich nhme an, damit die Kälber nicht die preisgekrönten Milchkuhmamas über Gebühr leernuckeln.

Jeder Bauer ist froh über eine gute Milchkuh, er fährt nie auf Urlaub, wiel Fremde seine Kühe irritieren und die Milchleistung beeinträchtigen würden. Die Milchkühe haben Namen und sie werden von den Bauersleuten geliebt - nicht so wie ich meinen Hund liebe, aber es sind sozusagen geschätzte Individuen in ihrer Obhut. Und keinefalls werden solche Milchkühe nach drei oder vier Jahren geschlachtet, dazu sind sie viel zu wertvoll.
Ich weiß nun nicht, wieviele Jahre eine gute Kuh Milch gibt - aber ich habe jedenfalls in den Ställen, die ich früher öfter frequentiert habe, über viele Jahre ein und dieselben Namen gelesen. Außerdem kann man das Fleisch von alten Milchkühen praktisch nicht als normales Rindfleisch verkaufen, es ist viel zu zäh - das Rindfleisch, das wir essen, kommt in der Regel von Jungrindern, deren Flisch ab einem gewissen Alter nicht mehr als "Kalbfleisch" deklariert werden darf.
Die Stierkälber bekommen meist keine Namen, denn die müssen zur Schlachtbank, und ich habe noch keinen Bauern gesehen, der darüber nicht wenigstens einen Augenblick bedrückt schien. (Von den Kindern ganz zu schweigen - auch Bauernkinder haben kein Herz aus Stein und finden kleine Kälber genauso putzig wie unsereins)
Manche Bauern lassen den Schlachter auf den Hof kommen, um ihren Kälbern und Jungrindern den Schrecken des Transports zu ersparen.

All das habe ich nicht aus Videos sondern aus eigener Anschauung, weil wir früher sehr oft in Westösterreich und Südtirol auf Bauernhöfen geurlaubt haben, bei einem Bergbauern sogar über viele Jahre hinweg immer wieder, da gehörten wir schon so halb zur Familie. Wink

Also ganz so schwarz sehe ich die "Nutztierhaltung" (wirklich ein häßliches Wort!) daher nicht. Schlimm wird es da, wo es anonym wir, wo Ballungsräume keine Bauernkultur mehr erlauben, wiel sich die Semi-Städter vom Kuhscheißegestank und den ewigen Fliegen belästigt fühlen usw. - Da wird es provoziert, dass die industrielle Fleischproduktion in Gang kommt. Aber gerade in Österreich haben wir doch das Glück, dass es zumindest den Rindern ganz gut geht und sie eben nicht in solchen grasuigen Fleischfabriken leben - und nicht auf Transporten durch quer Europa halbtot gequält werden.

Ich habe schon seit Jahren - trotz Supermarkt - kein Fleisch gekauft, auf dessen Verpackung nicht der Herkunfts-Bauernhof samt Ortsangabe vermerkt war.
Ein anderes Fleisch ist ja in den normalen Supermärkten gar nicht mehr zu finden - nur in den überdrüber-Billigen. Und solches Fleisch kaufe ich nicht und ich seh auch nicht vile andere, die das tun (weswegen die Auswahl auch ziemlich eingeschränkt ist).



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Re: Milchprodukte [Beitrag #284392 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 21:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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@bergfex
Für einen "Tierrechtler" sind das alles keine Argumente, da jede Nutzung von Tieren generell Unrecht darstellt. Unabhängig von der Art der Haltung.
Due kannst dir mal den Wiki Artikel angucken.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tierrechte

Auch wenn der hart umkämpft ist
siehe:http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Tierrechte
werden die Positionen deutlich

Aber wie gesagt, es sprengt den Thread. Wenn wirklich Interesse besteht das diskutieren kann ich den Thread splitten.


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[Aktualisiert am: Mi, 30 Juli 2008 21:23]

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284397 ist eine Antwort auf Beitrag #284392] Mi, 30 Juli 2008 21:17 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Der 2.link funzt bei mir grad nicht.

Also ICH PERSÖNLICH gönne Tieren alle Rechte, die Hardcore-Version dürfte aber etwas schwierig in die Praxis umzusetzen sein. Rolling Eyes

Beim Mr.T. muss ich jedenfalls zusehen, dass ich auch noch ein bissl Rechte behalte, zB das Recht auf wenigstens einen Teil von meinem Polsterzipfel, das Recht auf einen Teil meiner Mahlzeit, auf die er gierig spitzt, sowie er seine Portion runtergeschlurpst hat und nachsehen kommt, was es bei uns Feines gibt. (Ich mache ihm SEINS hingegen nicht streitig Wink )


Na, ich will jetzt dieses ernste Thema nicht ins Spaßige ziehen, ich kann das schon nachvollziehen, dass es extrem bedrückend ist, wenn man sich mit der Materie auseinandersetzt und sich diese Videos ansieht. Bloß: die Betroffenheit Einzelner macht ja nun den betroffenen Tieren das Leben nicht leichter. Leichter wird es, wenn Änderungen stattfinden, und diese Änderungen werden von der Politik bewirkt - dass sich allerdings politische Parteien mit entsprechenden Vorschlägen besser durchsetzen können, wenn es einen gewissen öffentlichen Druck gibt, ist auch klar. Engagement ist gut - wenn es das Machbare im Auge behält.

Äh, ja, mit dem ursprünglichen Thema hat das jetzt nun schon seit einigen posts nicht mehr so recht zu tun. Wink



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September 2002: 75 kg

Re: Milchprodukte [Beitrag #284399 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 21:22 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Zitat:

lso ICH PERSÖNLICH gönne Tieren alle Rechte

Du verstehst nicht was mit Rechten gemeint ist, das du sonst kein Fleisch essen würdest. In dem Konzept haben Tiere prinzipiell gleichen Rechte wie Menschen. Das Töten von Tieren wird praktisch mit Mord gleichgesetzt.
Es geht nicht darum Tiere aus menschlicher Sicht gut zu behandeln. Das ist ein weiterverbreitetes Missverständnis
Link 2 edtiere ich, ist aber auch nicht so wichtig


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284402 ist eine Antwort auf Beitrag #284399] Mi, 30 Juli 2008 21:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Doch, das verstehe ich schon und es IST ja nun auch mal vorsätzliche Tötung. Wie die meisten fleischfressenden Menschen wäre ich schlagartig Vegetarier, wenn ich selbst schlachten müsste. Könnte ich nicht. Punkt. Aus.

Dass ich es trotzdem esse, weil das appetitliche Schnitzel am Teller mir schmeckt und ich in der Lage bin, Schlachthofbilder komplett zu verdrängen ist (zum Nachteil der betroffenen Tiere) eine der vielen Abstrusitäten des Lebens.



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Re: Milchprodukte [Beitrag #284432 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Mi, 30 Juli 2008 23:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Schwimmerin ist gerade offline  Schwimmerin
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@ Osso: das mit den Hormonen die Milchkühen gespritz werden damit deren Körper denkt es ist ein Kalb zu füttern, das weiß ich nicht wirklich.
ich habs aus einer WERBUNG für ein Sojaprodukt. Auf dem Plakat wurde das behauptet. ich weiß nicht ob es stimmt.


--------------


Also mich würde interessieren ob diese "Sachen" (ich bin kein Wissenschaftler) die ein ultra gestresstes Tier beim abnippeln abgibt irgendwas macht in uns, wenn wir dieses Fleisch essen.

Umd die ganze Ethische Debatte gings mir eigentlich gar nicht.

ich geh aber mal zum Moosberger Link und guck mal. Smile


Also mich würden die chemischen Vorgänge interessieren. Also wie sich das nun genau auf den menschlichen Körper auswirkt.

Was passiert den mit mir, wenn ich östrogenbelatsetes Fleisch esse?
Vielleicht ist es nur ethisch bedenklich aber es schadet uns gar nicht? kann ich aber nicht glauben. ich meine Östrogene...wachsen Männern dann Brüste wenn sie zu viel Fleisch essen oder so die Richtung!?


P.S.:
Und wo die ethische Debatte nun eh schon am laufen ist geb ich da auch noch schnell meinen Senf dazu. Ich war mal Vegetarierin aus ethischen Gründen. 4 Jahre lang. Bin ich nun nicht mehr:

Also ich finde die Tiere - die fressen ja selber andere Tiere. Da müssen die auch mit klar kommen, daß es wieder andere schlauere Typen gibt die wiederum sie fressen - so ist das im Leben eben.

Nur ich würde ungerne Fleisch essen, das mich krank macht. Deshalb kam ich auf die Frage wieviel gespritzte Medikamente/Hormone oder was auch immer inzwischen im Fleisch drin ist. Und wieviel davon ist den schädlich? *kopfkratz*
Ich hab doch immer so Phasen, in denen ich die "Frikadellenbrötchen-Diät" machen..deswegen interessiert mich das.

Und vielleicht wird man ja auch aggressiv oder traurig wenn man zum Beispiel zu viel Fleisch ißt, weil da "irgendwie" die ganzen negativen Gefühle der geschundenne Tiere drin stecken?

ich weiß dass das bescheurt klingt und ich bin keine Esoterik-Trulla.

Aber ich frage mich das eben nun mal. Das und die andere Frage mit den Medikamenten und Hormonen die im Fleisch & Milchprodukten drin ... äh... "sein könnten". Wink






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[Aktualisiert am: Do, 31 Juli 2008 00:18]

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284433 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Do, 31 Juli 2008 00:28 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ich hab auch noch mal gegoogelt und hab folgendes gefunden

Zitat:

Werden auch Hormone zur Leistungsförderung eingesetzt?
In der EU ist der Einsatz von Hormonen zur Leistungsförderung verboten. Sie dürfen nur zu therapeutischen Zwecken wie beispielsweise bei Kühen oder Sauen verwendet werden. Grund für dieses Verbot ist, daß eine Verbrauchergefährdung insbesondere durch synthetisch hergestellte Hormone nicht ausgeschlossen werden kann.
Hormone zur Leistungsförderung kommen aber in den USA, Japan oder Kanada zum Einsatz. Mastrinder bekommen dort ein kleines Hormonimplantat hinterm Ohr eingepflanzt, welches kontinuierlich Hormone freisetzt.

http://www.biothemen.de/Tier/gefluegel/leistung.html

Dein Beispiel was nur sicher kein therapeutischen Zweck ? Aber was gebau darunter fällt weiß ich natürlich nicht


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284435 ist eine Antwort auf Beitrag #284433] Do, 31 Juli 2008 00:37 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Schwimmerin ist gerade offline  Schwimmerin
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http://www.biothemen.de/Tier/gefluegel/leistung.html

Gut also dann eben Leistungsförderer: Antibiotika.

Und bewirken diese Antibiotika dann was im Menschen? Werden dadurch dann im menschlichen Körper auch irgendwelche Bakterien gekillt und dadurch - weil wir weniger Bakterien und so zeugs gewohnt sind bekommen wir eher mal ne Allergie oder so?

Oder ist es schnuppe, weil die leistungsfördernden Antibiotika nur so gering gegeben werden?

hallo - gibt es hier einen Arzt? Smile





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Re: Milchprodukte [Beitrag #284436 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Do, 31 Juli 2008 00:43 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Gibt es, aber Dingeli schläft bestimmt. Ich meine aber wissen das Problem in erster Linie ist, das durch die massenhafte Verwendung von Anibiotika es zu Resistenzen bei bestimmten Bakterien kommt.

kurz gegooglet
http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/res/res-abre.htm


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284474 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Do, 31 Juli 2008 08:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Dingeli ist gerade offline  Dingeli
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Huhu,
von wegen schlafen, osso Shocked . War fleißig arbeiten *pfft* Very Happy.

Also zur Antibiose kann ich nur sagen, dass die Tiere diese bekommen, wenn sie krank sind, sie dann aber quasi gesperrt für die Schlachtung sind. Ich meine mich zu erinnern, dass die Sperre erst nach einem halben oder sogar nach einem Jahr aufgehoben wird.
Osso hat Recht, durch den Gebrauch von Antibiose züchtet man sich resistente Keime. Das ist ein großes Thema, auch wenns oft belächelt wird. Nicht umsonst gibt es in JEDEM Krankenhaus resistente Keime, die die Patienten krank machen.
Geneauere Dinge kann ich im Moment leider nicht schreiben. Aber meine Schwägerin ist Tierärztin, die weiß sowas. ICh frag sie mal, dann geb ich es an euch weiter.


************

Lieber Gott, wenn du mich schon nicht dünn machst, dann mach wenigstens alle meine Freunde dick! Very Happy

[Aktualisiert am: Do, 31 Juli 2008 08:43]

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Re: Milchprodukte [Beitrag #284675 ist eine Antwort auf Beitrag #284435] Do, 31 Juli 2008 14:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
juliet ist gerade offline  juliet
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jep hallo, hab eure unterhaltung nicht ganz mitverfolgt, was war das mit leistungsstaerkenden antibiotika....

antibiotika sind dazu da bakterielle infektionen zu therapieren, nur fuer leistungssteigerung hab ich in diesem zusammenhang noch nie gehoert. zudem sollte man wissen, dass je häufiger man antikiotika der selben klasse einnimmt das risiko von resistenzen steigt d.h. eine vermeindliche bakterielle infektion kann unter umständen nicht mehr durch das selbe antibiotika therapiert werden....daher nur nehmen wenn wirklich erforderlich! lg ju
Re: Milchprodukte [Beitrag #284681 ist eine Antwort auf Beitrag #284675] Do, 31 Juli 2008 14:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bergfex
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Laughing Nachdem wir eh keine Milchkühe sind, tun wir unsere Leistungen eh ohne Antibiotika steigern und auch ohne Anabolika und all dem Stoff. Rolling Eyes Laughing Laughing Laughing


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Re: Milchprodukte [Beitrag #284684 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Do, 31 Juli 2008 14:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Martina83
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Na DU bist keine Milchkuh. Man soll schließlich nicht immer so verallgemeinern Laughing
Sorry, ist gerade furchtbar off-Topic, aber ich muss mich ablenken, sonst hab ich gleich Kaninchen Rolling Eyes


Genieße das Leben - Wenn Gott den Wert eines Menschen misst, misst er nicht die Tailie, sondern das Herz.

dahin gehen und reinschreiben
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Re: Milchprodukte [Beitrag #295919 ist eine Antwort auf Beitrag #284684] Fr, 19 September 2008 00:33 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
schnups ist gerade offline  schnups
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eine kurze Antwort:

-Hormone

Hormone in D-land (was so fein als "therapeutisch" beschrieben wird) werden eingesetzt um eine Brunst einzuleiten. Der Bauer hat manchmal das Bedürfnis, die Brunst zu timen, bzw bei manchen Küen kommt die Brunst nicht mehr von alleine. Warum die Brunst nicht mehr natürlich kommt kann viele Ursachen haben. Als Bio-orientierter Mensch sehe ich da zumeist eher Haltungsumstände, wie zu kurze Trockenzeiten.

Im Biolandbau sind solche Hormongaben natürlich verboten.

Hormone zum schnelleren/besseren Wachstum sind hier nicht erlaubt.

- Antibiotika

Wie schon jemand andeutete, so ist die einzige Wirkweise eines Antibiotikas, bakteriellle Infektionen zu kurieren. Antibiotika killt Bakterien und sonst nix.
Es ist unmöglich, Antibiotika als Leistungssteigerer einzusetzen.

Einsatzbereiche für Antibiotika im Landbau sind u.a:

- Antibiotika zur Prävention

Hier bekommen z.B. Hühner routinemässig Antibiotika in ihr Futter, um Infektionen vorzubeugen. Ich erwähne Hühner, weil die da anfällig sind. Das ist aber auch kein Wunder, man möge sich bitte mal über die Haltungsbedingungen ein Legebatterien/Schlachthähnchen -Aufzuchten informieren. Bei so viel Huhn auf so wenig Platz wäre ein Infektion dazu im Stande einen ganzen Bestand dahinzuraffen. Bei soviel Huhn auf so wenig Platz entstehen Infektionen auch viel schneller.


Ich bin nicht mehr up-to-date, ob solche Routinegaben noch erlaubt sind, ich hoffe es nicht.

Bei Bio natürlich nicht erlaubt.
(Übrigens ist Hühnerhaltung und deren Unterschiede jeweils bei Bio und Konventionell ein eigenes sehr interessantes Thema.)

-Antibiotika als Medizin für kranke Tiere
Erklärt sich mehr oder weniger von selbst.

Ausführend darf man sagen, dass z.B. Mastitis eine häufige Krankheit bei Milchkühen ist, was heisst Entzündung der Milchdrüsen. Hier ist der vielleicht häufigste Einsatzort von Antibiotika als Medizin.

Mastitis hat viele Ursachen, wie z.B. schlechte Hygiene beim Melken (nur ein Lappen für zig Kühe zum Anwaschen) schlechte Melkroutinen (Melkmaschinen zu lange am leeren Euter hängen lassen) und kleinere Verletzungen wo Bakterien eindringen können. Mastitis ist also in einem hohen Grad verhinderbar indem man selber besser arbeitet.
Ensteht Matitis bekommt die Kuh Antibiotika lokal in den Milchkanal verabreicht.

Finanziell besteht der Anreiz, Mastitis zu verhindern. Während der Antibtiotikakur und über einen festgesetzen Zeitraum nach der Kur darf die Milch dieser Kuh nicht verkauft werden, der Bauer verliert Geld.
Das Milchauto von der Meierei spuckt meist bei jeder Lieferung eine Art Bon aus, wo die Testwerte der Milch angegeben sind. Bei Antibtiotika gibts richtig Ärger.
(Es werden auch andere Werte getestet, wie z.B. Anzahl der weissen Blutkörperchen in der Milch, diese sind ein Zeichen für Entzündungen. Auch hierfür Abzüge.).

Antibiotikamilch ist also unverkäuflich (wenn man es trotzdem versucht bekommt muss man Strafe zahlen), und der Bauer nicht verschwenderisch. Anstatt die Milch wie er sollte in den Müll zu tun wird solche unverkäufliche Milch meistens an die Kälber verfüttert, obwohl die nicht krank sind. Das ist eine feine Art und Weise, Resistenzen aufzubauen und die nächste Generation von Milchkühen heranzuziehen. Jippi.

Bei Biobetrieben wo ich gearbeitet habe ist das Verfüttern der verseuchten Milch nie vorgekommen, und erlaubt ist es auch nicht.

Mastitis also als eine der Haupteinsatzorte für Antibiotika als Medizin, aber natürlich beinnhaltet der Punkt auch z.B. Wunden die sich entzündet haben etc.


"geraubte Kinder und ständig schwanger"
Jede Frau wird wissen, dass die Milch nicht von alleine kommt, dass man vorher ein Kind bekommen haben muss, und dass die Milch nach der Geburt nicht ewig fliesst sondern versiegt. Ganz von alleine.
Genauso ist das bei Kühen, und es werden keine Hormone gespritzt um die Milch ewig fliessen zu lassen.
Also muss Kuh ein Kalb bekommen, damit die Milch kommt. Kälber in der Milchproduktion sind Nebenprodukte. Man behält ein gewisses % der weiblichen Kälber und sichert dadurch die nächste Generation von Milchkühen, der Rest kommt zum Schlachter. Der Preis den man für solche Nebenprodukt-Kälber bekommt ist nicht besonders. (Milchkuhrassen werden niemals so gross und fett wie Fleischkuhrassen.)
wo ich schon mal dabei bin: OTon on: Hier lächele ich leider oft etwas müde, wenn ich Vegetarier treffe die aus ethischen Gründen kein Fleisch essen, aber Milch trinken. Es stirbt ein Kalb für deine Milch! Wenn ethische Gründe, dann bitte konsequent, d.h. vegan. OTon off

Die Kuh wird heutzutage meistens künstlich befruchtet. (Erinnerst Du Dich? Timing der Brunst, Hormone etc?)
Eine Kuh ist etwa 9Monate trächtig und bekommt dann ein Kalb. Die ersten (etwa) 24Std kommt nur Colostrum, auch Biestmilch genannt.
Erst dann kommt die Milch die wir aus den Kartons kennen. Diesen Zeitraum nennt man Laktation. Am Anfang kommt die meiste Milch, und die Menge nimmt mit der Zeit immer mehr ab, bis die Kuh fast trocken steht. Eine Laktationsperiode dauert im Durchschnitt 305 Tage, d.h. fast 11 Monate.
Wenn die Kuh fast trocken ist wird sie trocken gestellt, das bedeutet man hört schrittweise mit dem Melken auf. Die Trockenzeit dient zur Rekreation, die Kuh soll Kräfte sammeln. Eine durchschnittliche Trockenzeit dauert etwa 6-8 Wochen. Die Kuh befindet sich in den letzten Wochen ihrer Trächtigkeit während sie trocken steht. Die neue Laktationsperiode beginnt mit Geburt des Kalbes.

Ein Kuh ist also wirklich entweder schwanger und am Milchgeben, bis auf 6-8 Wochen dazwischen. Dann kommt das nächste Kalb.

"Geraubte Kinder":
In der Milchproduktion trennt man die Kälber von der Mutter, ja. Geht ja nicht anders, sonst hätte man ja keine Milch zu verkaufen. Konventionelle Landwirte machen das ziemlich sofort, Biolandwirte lassen das Kalb länger bei der Mutter (und können also weniger Milch verkaufen). Ich habe auch schon auf Demeterbetrieben gearbeitet, die eine eigene Mutterbox hatten, wo die Mutter jeden Tag für einige Std mit dem Kalb zusammen sein kann. Das Kalb trinkt dann das was es möchte, und der Rest geht an die Menschen.

Die beste Kälbernahrung ist Kuhmilch (haha, merkwürdig, oder?), leider wissen das die konventionellen Landwirte nicht. Die kaufen nämlich Milchaustauscher, das ist Trockenmilchpulver mit diversen Zusätzen, rühren das mit Wasser an und verfüttern das an die Kälber.
Biolandwirte wissen, dass die beste Kälbernahrung Kuhmilch ist und geben ihren Kälbern Kuhmilch. Die Kuhmilch wird mit Wasser verdünnt. Das hat aber seine Begründung nicht im Geiz, sondern in der Anfälligkeit der Kälber für Dünnschiss, die Milch wird besser vertragen wenn sie verdünnt wird.


Die "Kinder werden nicht geraubt" in der Fleischproduktion. Fleischrassen geben bedeutend weniger Milch als Milchrassen, und so reicht die Milch einer Kuh für ein Kalb, welches ja auch schön gross und fett werden soll.
Die friedlichen Kühe auf der Alm die ein Kalb dabei haben sind höchstwarscheinlich Ammenkühe, also Fleischproduktion.


Hier in Norwegen orientiert man das Timing übrigens sehr oft an der Jahreszeit. Im Sommer wird das Viechzeugs nämlich frei auf die Berge gelassen, und oben auf dem Berg zu melken erfordert mehr Arbeit. Also timen sehr viele Bauern die Trächtigkeit ihrer Kühe so, dass die Kälber alle im Herbst kommen und oben auf der Alm nichts gemolken werden muss. Das veranlasst die Meierei, Zuschläge für Sommermilch zu zahlen, Milch soll ja ganzjährig angeboten werden.

Ach ja.
Ich esse Fleisch und kann auch selber schlachten. Naja, jetzt vielleicht nicht mehr, ist zu lange her, habe da so einiges vergessen. Habe ja Bauer gelernt, nicht Schlachter. Wir hatten einen Kurs im Schlachten, und danach habe ich es nur einige Male gemacht. Es ist ja leider in Deutschland nicht erlaubt selber für den Hausgebrauch zu schlachten (ist zumindestens mein Stand der Information). Hier in Norwegen darf man für den Hausgebrauch, aber nicht verkaufen.





[Aktualisiert am: Fr, 19 September 2008 00:45]

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Re: Milchprodukte [Beitrag #295950 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Fr, 19 September 2008 09:47 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Huhu Schnups,

danke für die "Wissen-Auffrischung" Wink Finde das Thema immer wieder interessant, aber kriege für solche Antworten dann meist nicht alles zusammengetragen und wenn ich einmal anfange zu googeln... Rolling Eyes also schön, dass sich mal jemand die Mühe gemacht hat.

Wir kaufen unsere Milchprodukte fast immer bei uns im Bioladen, die sind dann Demeter. Beim Fleisch muss ich aber sagen, ist es mir zu teuer, da greif ich auch auf die Billig-Variante zurück... nur wenn wir zum Beispiel mal was machen, was es nicht alle Tage gibt, ein Brathuhn oder Lammkeule, da nehmen wir dann Bio.

Wie ist das in Norwegen eigentlich so mit den Lebensmittelkosten? Ist das Verhältnis konventionell zu bio etwa wie bei uns? Und gibt es dort auch so viele Bioprodukte? Wird dort viel Wert auf bio und fair trade z.B. gelegt? Würde mich einfach mal interessieren.

Grüße
Mine



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Alter: 26, Größe: 1,68m
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Re: Milchprodukte [Beitrag #296760 ist eine Antwort auf Beitrag #284050] Di, 23 September 2008 23:21 Zum vorherigen Beitrag gehen
Schwimmerin ist gerade offline  Schwimmerin
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Geil!
iine Antwort auf meine Frage. Und dann noch verständlich geschrieben. Ich bin im 7. Himmel.
Danke für die ganze Schreibarbeit, Schnups. Smile

Das mit den entzündeten Eutern ist ja fies!!


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[Aktualisiert am: Di, 23 September 2008 23:22]

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