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Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 06:11 Zum nächsten Beitrag gehen
q-tips ist gerade offline  q-tips
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Hallo,

aus allen Informationen, die sich rund um die Diäten ranken, habe ich mir meine eigene Diät erstellt, die aber tendenziell in Richtung low-carb geht. Auch bedingt dadurch, dass ich schon immer eher das "Fleisch" als die Beilage bevorzugt habe oder ich eher den "Brotbelag" (Käse, Wurst) pur gegessen habe, als das Brot.
Seit 5 Wochen diätel ich jetzt (Abnahme ca. 6 Kilo), Speiseplan besteht aus Obst (saisonal: Äpfel, Nektarinen etc.) und Gemüse ("ich liebe Karotten tw. umhüllt mit einer light-Käsescheibe, aber auch Paprika oder Gurken stehen auf dem Speiseplan), abends Fisch (Thunfisch, Krabben, Lachs, Garnelen etc.) oder gebratene Hähnchen-/ Putenbrust. Somit komme ich auf ca. 1000 kcl. am Tag. Des Weiteren 3 x Sport (Spinning, Crosstrainer ca. 1 Stunde).

Meine Frage ist nun: beziehe ich aus Obst und Gemüse genug Kohlenhydrate, um die klassischen Kohlenhydratlieferanten, wie Brot, Reis, Kartoffeln etc. zu ersetzen?

Um eine kurze Rückmeldung wäre ich dankbar

q-tips
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442728 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 08:13 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Lisa
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Hallo G-tips,

ich habe nicht allzu viel Ahnung von Kohlenhydraten und so weiter, aber ich kann irgendwie instinktiv mal ein großes NEIN als Antwort auf deine Frage geben!

1000 kcal am Tag sind definitiv zu wenig und das Wort DIÄT wirfste am besten Mal mit einem hohen Bogen aus deinem Wortschatz! Wink

So wie du im Moment abnimmst (6 kg in 5 Wochen Rolling Eyes) steht der Jojo schon hinter der nächsten Ecke und sobald du anfängst wieder "normal" zu essen, haste deine 6kg wieder ratz fatz drauf!

Pro Woche sollte man ca. ein halbes Kilo abnehmen, wenn man GESUND abnehmen möchte!

Du solltest dir vielleicht einen Plan erstellen in dem Brot mit einbegriffen ist UND ausgewogen (Gemüse + Obst) essen.

Ich kenne deine Eckdaten (Größe, Gewicht, Alter) nicht, aber wie gesagt, deine 1000 kcal sind in fast jedem Fall viel zu viel zu wenig und damit schadest du deinem Körper mehr als dass du ihm was gutes tust.

Liebe Grüße
Lisa
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442769 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 15:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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Hallo,

so ganz grundsätzlich und generell habe ich das subjektive Gefühl bei meinem Verzicht auf raffinierte Kohlenhydrate (also allem was extrem zerkleinert, zerpulvert oder chemisch/mechanisch aufgearbeitet wurde) einen guten Schritt getan zu haben. Ich esse nur noch ganz wenig Brot (und wenn dann echtes Vollkorn), keine Nudeln oder Reis und wenn ich Stärkehaltiges zu mir nehme, begrenze ich die Menge pro Mahlzeit auf 5-10 kleine Bissen.

Allerdings mache ich das, während ich gleichzeitig auf folgendes gut acht gebe:
- mindestens 160-200g Kohlenhydrate am Tag, vor allem an Tagen wo ich Sport treibe
- Kohlenhydrate innerhalb von 2h nach dem Sport
- ausreichend Protein, gesundes Fett (v.a. Omega3) und Ballaststoffe in Form von frischem Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, Ei, Nüssen und Milchprodukten
- mindestens 1400 kcal am Tag
- Krafttraining 1-3x pro Woche, um Muskelmasse zu erhalten und aufzubauen

In Kombination mit diesen Faktoren kann man IMO ruhig mal ausprobieren, ob sich der Körper mit weniger Kohlenhydraten und vor allem mit weniger Zucker und "weißen" KH besser fühlt. Ich für meinen Teil habe damit zumindest schon gute Fortschritte in Hinblick auf Heißhunger, Hungergefühle und Lust auf Süßes erreicht und denke, dass ich da auf einem guten Weg bin.

Allerdings:
Einfach nur Kohlenhydrate weglassen würde ich nicht machen! Das Gehirn und die Muskeln brauchen unbedingt Kohlenhydrate um leistungsfähig zu bleiben und solche Extreme führen meist früher oder später in die Jojo-Falle.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442771 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 15:45 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

so ganz grundsätzlich und generell habe ich das subjektive Gefühl bei meinem Verzicht auf raffinierte Kohlenhydrate (also allem was extrem zerkleinert, zerpulvert oder chemisch/mechanisch aufgearbeitet wurde)

Damit das nicht falsch verstanden wird. Auch Haushaltszucker ist ein reines Naturprodukt das chemisch nicht verändert würde. Bei der Raffinierung wird nur die nicht Zuckerbestandteile entfernt.
Chemisch ändert sich da nichts.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerfabrikation#Raffinieren

Chemisch zerkleinerte Saccharose ist übrigen Honig. Die Bienen zerlegen Saccharose (vie ihne die Blüten liefern) teilweise in Glucose und Fructose.
Was den Zucker betrifft könnte man sagen Honig ist vorverdauter Haushaltszucker.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442792 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 21:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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Klar, daher auch "Zucker und weiße, also raffinierte Kohlenhydrate". Zusammengefasst habe ich das, weil beide für den Körper sehr schnell sehr viel Energie bringen ohne nennenswert Nährstoffe beizutragen. Da ist der Honig schon anders, der trägt durchaus noch etwas mehr zur Ernährung bei als nur durch die reine Energie. Ich würde den aber trotzdem (im ernährungstechnischen Sinne) zu den Zuckerlieferanten zählen, genau wie Sirup oder auch Fruchtsaft und Limonade.

Interessanter Artikel auf englisch dazu auch:
Zitat:

http://nutritiondiva.quickanddirtytips.com/is-natural-sugar- better-for-you.aspx


Jedenfalls kann es meiner Meinung und Erfahrung nach schon Sinn machen, mal eine Weile zu schauen wie es einem ohne Zucker und Konsorten geht und seinen KH-Grundbedarf vorwiegend aus Gemüse, Obst und hochwertigem, naturbelassenen Getreide usw zu decken. Besonders, wenn man vorher Probleme mit Hunger und Heißhunger hatte.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442795 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 21:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

Jedenfalls kann es meiner Meinung und Erfahrung nach schon Sinn machen, mal eine Weile zu schauen wie es einem ohne Zucker und Konsorten geht und seinen KH-Grundbedarf vorwiegend aus Gemüse, Obst und hochwertigem, naturbelassenen Getreide usw zu decke

Dem würde ich prinzipiell zustimmen. Aber nur weil die Varianten in denen mehr vom Ausgangsprodukt enthalten bleibt, in der Regel nährsoffreicher sind und somit einen insgesamt einen höheren Gesundheitswert haben. Wobei Weissbrot übrigen bei weitem keine leeren Kalorien sind, da immer noch wesentliche Nährstoffe enthalten sind, aber eben signifikant weniger als in den Vollkornvarianten. Nur wer keine Vollkorn verträgt,weil eben auch eventuell "schädliche" Stoffe noch enthalten sind, braucht auch keine Angst vor Grau oder Weissbrot zu haben.

Das hab aber eigenlich nicht mit der Verfügbarkeit der KH's zu tun.
Getreide ist praktisch erst durch die mechanisch und biochemische Bearbeitung (z.b. Sauerteig) überhaupt erst gut verträglich wird.
Übrigen hatte ich gelesen das der GI von Vollkornbrot und Weissbrot praktisch identisch (Quelle würde ich bei Bedarf suchen) ist. Unterschiede in der Reaktion auf Heisshunger können also nicht auf die Verfügbarkeit von Kohlenhydraten zurückzuführen sein.
Wenn jemand bei Weissbrot Heißunger bekommt und bei Vollkornbrot nicht, kann er praktisch die Verfügbarkeit von Kohlenhydraten aus Ursache ausschließen.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442798 ist eine Antwort auf Beitrag #442795] Fr, 13 August 2010 22:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Skorpine ist gerade offline  Skorpine
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osso schrieb am Fr, 13 August 2010 21:58


Übrigen hatte ich gelesen das der GI von Vollkornbrot und Weissbrot praktisch identisch (Quelle würde ich bei Bedarf suchen) ist.


GI von reinem Vollkornbrot = 10
GI von reinem Weißbrot = 13

im Vergleich hierzu das Glyx-Brot, das übrigens auch super lecker ist mit einem GI von 4.
... und weitere Sorten, die auch noch einen erheblichen Unterschied zum Weißbrot haben:
GI bei Leinsamenbrot = 6
GI bei Pumpernickel = 7

Deshalb würde ich sagen, daß da für jeden Geschmack etwas dabei ist, wenn man Wert auf den GI legt.

Ich ess übrigens schon seit Jahren das Glyx-Brot. Ich hab`s damals ausprobiert, als die Glyx-Welle aufschwappte. Und mir schmeckt`s einfach richtig gut. Außerdem ist hier auch der höhere Eiweißgehalt im Vergleich zu anderen Broten nicht zu verachten.
Mir reicht da manchmal schon eine Scheibe ohne allem vormittags zur Kaffeepause - vor allem wenn das ganz frisch ist *leckerschmecker*. Die industriell abgepackten Brote finde ich nicht so prickeln. Die schmecken irgendwie alle gleich und werden auf Dauer auch langweilig.

Bei Knäckebrot übrigens ist der GI mindestens genau so hoch wie beim Weißbrot - auch, wenn es Vollkornknäcke ist!!!

LG Karin

Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442801 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 22:41 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Die Werte könne nun garnicht stimmen, bei Brot muss immer was um 60-70 herauskomme. Wobei grundsätlich immer die Frage ist wer das wie ermittelt hat. Grade bei Sachen die als Glyxbrot verkauft werden wäre ich da sehr skeptisch, zumal der GI gar nicht so einfach bestimmt werden kann,
So ich habs mal rausgesucht:
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub052.pdf
Seite 2, mit einer aufschlussreichen Tabelle, die haben sich mal die Mühe gemacht die Studien zu den einzelnen Nahrungsmitteln zu sichten.
Das intersanteste:
Weizenweissbrot: 70 +-0
Weizenvollkornbrot 71 +-2

Langkornreis 56+-2
Vollkornreis 56+-5

Also praktisch identisch. Wür mich hatte diese Erkenntnis (ich habs auch erst vor ein paar Monaten gelesen Sad ) soiogar eine parktische Konsequenz.

Vorher hab ich nach einen harten Training extra Weissbrot oder weissen reis gegessen um meine KH-Speicher schnell zu füllen. Wird praksich auch immer so geschrieben.
Jetzt weiß ich das ich mir das schenken kann und ich von KH-Versorgung mit Vollkorn genauso gut versorgt bin und ich zusätzlich noch mehr Mineralien aufnehmen kann.




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[Aktualisiert am: Fr, 13 August 2010 22:41]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442804 ist eine Antwort auf Beitrag #442801] Fr, 13 August 2010 22:54 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Sorry Osso, Du hattest in Deinem Beitrag GI geschrieben. Das ist der Glykämische Index.
Da stimmen meine Werte schon. Die Werte, die Du jetzt auflistest, ist die Glykämische Last (GL). Die hattest Du wahrscheinlich auch gemeint.

Ich kauf das Brot mit GI-Siegel des Glyx-Instituts.
Aber mal ganz abgesehen davon, ist es auch sau lecker und würd`s auch so kaufen!!! (Durch das Thema Glyx bin ich halt drauf gestoßen)
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442805 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 23:03 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ich bin verwirrt du schiebst doch
Zitat:

Sorry Osso, Du hattest in Deinem Beitrag GI geschrieben. Das ist der Glykämische Index.
Da stimmen meine Werte schon. Die Werte, die Du jetzt auflistest, ist die Glykämische Last (GL)

Eher umgekehrt meine sind GI deine GL Smile

im meine Tabelle zu ergänzen:

Weizenweissbrot: 70 +-0 GL 10
Weizenvollkornbrot 71 +-2 GL 9

Langkornreis 56+-2 GL 18
Vollkornreis 56+-5 GL 21

Aber oh dann ist die beim Gylybrot die GL wahrscheinlich deshalb niedriger weil noch was anders als Vollkorngetreide drin ist und so der KH-Anteil niedriger ist als bei normalen Brot ?
Ist kcal-Gehalt dann auch niedriger ?


Zitat:

Aber mal ganz abgesehen davon, ist es auch sau lecker und würd`s auch so kaufen!!!

Ist ja auch in Ordnung. Es spricht ja auch erstmal nichts dagegen


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442808 ist eine Antwort auf Beitrag #442805] Fr, 13 August 2010 23:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Skorpine ist gerade offline  Skorpine
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osso schrieb am Fr, 13 August 2010 23:03


Eher umgekehrt meine sind GI deine GL Smile

Schande über mein Haupt Embarassed Huiuiui... oberpeinlich Rolling Eyes

osso schrieb am Fr, 13 August 2010 23:03


Aber oh dann ist die beim Gylybrot die GL wahrscheinlich deshalb niedriger weil noch was anders als Vollkorngetreide drin ist und so der KH-Anteil niedriger ist als bei normalen Brot ?


Ja, genauso würde ich das auch sehen - zumindest latu Definition der beiden Werte.

Am GI eines Lebensmittels/Getränks lässt sich ablesen, wie 50 g verwertbare Kohlenhydrate in Lebensmitteln auf den Blutzuckerspiegel wirken.

Im Vergleich zum GI beschreibt die GL , wie die tatsächlich in einer Portion enthaltene Kohlenhydratmenge auf den Verlauf der Blutzuckerkurve wirkt. Der GI beschreibt also qualitative Aspekte, die GL zusätzlich quantitative.


osso schrieb am Fr, 13 August 2010 23:03


Ist kcal-Gehalt dann auch niedriger ?


Werte Glyx-Brot (100g):

191 kcal.
7,8 g E
33,3 g KH
2,7 g F

GI = 40
GL = 4

Zutaten:
Getreidemahlerzeugnisse (Roggenvollkornschrot, Weizenmehl, Hafervollkorn, Weizenspeisekleie, Haferspeisekleie, Weizenvollkornmehl), Wasser, Natursauerteig, Leinsamen, Weizenkleber, gelbe Backerbsen, Speisesalz, Maiskeimmehl, Apfelballaststoff, Erbsenkleie, Hefe (frisch), Algenextrakt, Limetten- und Zitronensaftkonzentrat.

Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442810 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Fr, 13 August 2010 23:41 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ok, da sind dann praktisch extra Ballaststoffe untergemischt worden, damit sinken natürlich die relativen Werte für die Makronährstoffe.
Damit ist das praktisch ein Light-Produkt. Was ich aber vollkommen in Ordnung finde, solange mir mit den Ballaststoffen kein Problem hat.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442837 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 16:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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Das ist ja sowieso der Grund für den niedrigeren GI, die Ballaststoffe. Ganz ganz fein gemahlenes und gesiebtes weißes Mehl hat davon ja kaum noch was, wird sehr schnell und sehr leicht verdaut und führt durch diesen "Spike" an Zucker im Blut zu erhöhter Insulinausschüttung.

Langsam, weil schwerer verdauliches Brot mit vielen Ballaststoffen und harten Körnchen, Samen usw schüttet selbstverständlich auch Insulin aus (wie jedes Essen, nicht nur KH), führt aber nicht zu so einem radikalen Anstieg und Abstieg. Ebenso wie Proteine, da steigt der Insulingehalt des Blutes langsamer, braucht aber auch länger, bis es wieder aus dem Kreislauf "verschwindet".

Nicht durch die absolute Menge an enthaltenen KH enstehen die insulinbedingten Heißhungerflashs, sondern durch die stoßflutartige Menge an Zucker, die auf einmal im Blut ist. Noch weiter steigern kann man das, indem man ein Glas Zuckerwasser schnell runterschüttet (wie beim Diabetes-Test) oder an den Glucosetropf gehängt wird.

Es gibt ja hunderte möglicher Ursachen für Heißhunger, gesteigertes Hungergefühl usw - aber wenn DAS das Problem ist, hilft es durchaus auf diese schnell verfügbaren Zuckerarten zu verzichten.

Der Grund weshalb ich insgesamt auch Kohlenhydrate reduziere (reduziere, nicht weglasse!), ist ja ein anderer. Den glykämischen Index finde ich erstmal nur in Hinblick auf Heißhunger usw interessant.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442840 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 17:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Zitat:

Ganz ganz fein gemahlenes und gesiebtes weißes Mehl hat davon ja kaum noch was, wird sehr schnell und sehr leicht verdaut und führt durch diesen "Spike" an Zucker im Blut zu erhöhter Insulinausschüttung.

Genau das stimmt doch nicht, die GI Werte beweisen das Gegenteil. Der Zucker von Vollkorn kommt genauso schnell im Blut an.
Übrigens ist der Blutzuckeranstieg, bzw kein eindeutiger Indikator für die Insulinausschüttung. Kichererbsen (oder Hülsenfrüchte allgemein ?) erzeugen einen große Insulinausschüttung obwohl sie eine niedrigen GI haben

Zitat:

Ebenso wie Proteine, da steigt der Insulingehalt des Blutes langsamer, braucht aber auch länger, bis es wieder aus dem Kreislauf "verschwindet".

Das Gegenteil ist richtig. Die Kombination von KH+ Protein führt zu einer erhöhten und schnellen Insulinanstieg.
Dies macht man sich ja gerade in der regeration zu nutzte. Man will ja eine große Insulinausschütung erreichen, da Insulin wie ein anaboles Hormon wirkt.


Quellen z.b.
Zitat:

Combining carbohydrate with protein increases stimulation of the insulin-signaling and mTOR pathways, increasing both glycogen and protein synthesis [13-15], suggesting that the ideal recovery food must contain both carbohydrate and protein to provide substrate for glycogen synthesis and achieve net protein balance.


http://www.jissn.com/content/6/1/11


Zitat:

Research shows that combining protein with carbohydrate in the two hours after exercise nearly doubles the insulin response, which results in more stored glycogen. The optimal carbohydrate to protein ratio for this effect is 4:1 (four grams of carbohydrate for every one gram of protein)


http://sportsmedicine.about.com/cs/nutrition/a/aa081403.htm


oder:
Zitat:


. Protein-containing meals produced significantly greater (p less than 0.01) insulin areas compared with the protein-free meal. However, no differences in insulin areas among the protein-containing meals were observed. These data support previous studies showing a blood glucose moderating and insulin-enhancing effect of protein ingestion.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3307373?dopt=Abstract& ;holding=f1000,f1000m,isrctn

Die liste könnte man unendlich fortsetzen, das ist super gut erforscht


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[Aktualisiert am: Sa, 14 August 2010 18:09]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442843 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 18:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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Ich meinte auch nicht die Kombination, sondern Proteine allein.

Und dass Vollkornprodukte genauso schnell verdaut werden wie ballaststofflose KH, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. In dem Fall funktioniert mein Körper jedenfalls komplett konträr zur Norm. In meiner Familie gibt es Diabetiker, die immer Traubenzucker dabei hatten im Falle dass der Blutzucker schnell absinkt. Eine Scheibe Vollkornbrot ging auch, hat aber signifikant länger gedauert, bis sich da der Blutzucker wieder normalisiert hatte. Ich hab ja nix anderes im Haus gehabt. Ein Dextro Energen hatte Sofortwirkung.

Insulin allein wirkt übrigens nicht anabol, das muss man immer im Zusammenhang mit anderen Hormonen betrachten.

Blutzuckeranstieg und Insulinanstieg geschehen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Beim gesunden Menschen (also ohne Insulinresistenz) kann man aber durchaus bei rasch ansteigendem Blutzucker auch einen rasch ansteigenden Insulinwert messen. Haben wir sogar an der Uni in Tierphysiologie selbst durchgeführt, den Test und die Werte auf einer Grafik abgetragen. Zumindest bei mir und meinen Kommilitonen gab es da einen sehr deutlichen Zusammenhang. Und der Professor wirkte auch nicht überrascht vom Ergebnis. Smile


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442844 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 19:26 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Zitat:

Und dass Vollkornprodukte genauso schnell verdaut werden wie ballaststofflose KH, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.

Es ist aber so. Guck dir doch die Qulle an, es ist eine Untersuchung der DGE basierend auf mehreren Studien.
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub052.pdf

Zitat:

Blutzuckeranstieg und Insulinanstieg geschehen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Beim gesunden Menschen (also ohne Insulinresistenz) kann man aber durchaus bei rasch ansteigendem Blutzucker auch einen rasch ansteigenden Insulinwert messen

Ja aber nicht 1 zu 1. Sondern es wird noch von andern Faktoren beeinflusst. Eben z.b. vom -vorhandensein von Protein.

Zitat:

In meiner Familie gibt es Diabetiker, die immer Traubenzucker dabei hatten im Falle dass der Blutzucker schnell absinkt. Eine Scheibe Vollkornbrot ging auch, hat aber signifikant länger gedauert, bis sich da der Blutzucker wieder normalisiert hatte.


Das ist klar Traubenzucker hat ja aich eine GI von 100 und Vollkornbrot ca. 70. ABER: Saccharose hat auch einen von 70. Vollkornbrot und Haushaltszucker erzeugen also in etwa den gleichen Blutzuckeranstieg.
Das passt vielen nicht ins Weltbild, ist aber so.


siehe auch z.b:

Zitat:

GI Überraschungen

Einige Untersuchungsergebnisse mit dem Glycämischen Index waren überraschend. Man glaubte bisher, dass „komplexe“ Kohlenhydrat-Nahrungsmittel, wie Brot, Reis und Kartoffeln, langsam verdaut würden, was einen allmählichen Anstieg des Blutzuckerspiegels nach sich ziehen würde. Heute jedoch weiß man, dass viele stärkehaltige Lebensmittel sehr schnell verdaut und aufgenommen werden. Sie sind Lebensmittel mit einem hohen GI. Andererseits verursachen moderate Mengen von „zuckrigen“ Lebensmitteln mit hohem Saccharose-Gehalt, wie beispielsweise Konfekt, nicht immer einen so dramatischen Anstieg des Blutzuckerspiegels wie man geglaubt hatte. Tatsächlich haben Lebensmittel, die Saccharose enthalten, einen geringen bis moderaten Blutzuckeranstieg (Glukose) zur Folge, niedriger als bei anderen Lebensmittel wie Reis.

http://www.eufic.org/article/de/ernahrungsbedingte-krankheit en/diabetes/artid/kohlenhydraten/



Zitat:

aber wenn DAS das Problem ist, hilft es durchaus auf diese schnell verfügbaren Zuckerarten zu verzichten
.
Das halte ich sowieso für ein Märchen, solange ich da nicht eine valide Studie zu gesehen hab. Aber das nur am Rande


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[Aktualisiert am: Sa, 14 August 2010 19:35]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442845 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 19:42 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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Hallo,

hier ein Artikel:
Zitat:

http://www.meduniqa.at/Magazin/Ernaehrung___Kulinarik/Vollko rn_versus_Weissmehl/


hier mal nur ein paar Newszeilen aus Medizin und Wissenschaft zum Thema Vollkorn. Quelle:
Zitat:

http://www.gesundheit.ch/news/vollkorn/


Zitat:

Weniger Diabetes mit Vollkornreis
16. Juni 2010 - Wer täglich braunen Vollkornreis statt weissen, polierten Reis isst, kann sein Risiko für Diabetes vom Typ 2 um etwa 16 Prozent senken. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie an fast zweihunderttausend Personen in den USA. Brauner Reis lässt den Blutzuckerspiegel weniger rasch ansteigen als weisser Reis. Daneben könnte auch eine Rolle spielen, dass Konsumenten von braunem Reis sich auch sonst gesünder ernähren als der Durchschnitt. [2645]
Quelle: Ärzteblatt

Steinzeitdiät gesünder als Mittelmeerdiät
06. Juli 2007 - Die Steinzeitdiät, bestehend aus magerem Fleisch, Fisch, Früchten, Blatt- und Wurzelgemüse, Eiern und Nüssen hat in einem Test der schwedischen Universität Lund besser abgeschnitten als die Mittelmeerdiät, bestehend aus Vollkorn, mageren Milchprodukten, Gemüse, Früchten, Fisch, Ölen und Margarine. Die grössten Vorteile der Steinzeitdiät liegen in ihrer günstigen Wirkung auf den Zuckerhaushalt, was Diabetes vorbeugt. [1648]
Quelle: PubMed PMID: 17583796

Fördern Kartoffeln Diabetes?
24. März 2006 - Bei Frauen, die täglich Kartoffeln essen, ist das Risiko von Diabetes (Zuckerkrankheit) des Typs 2 um etwa ein Viertel höher als bei Frauen, die selten oder nie Kartoffeln auf dem Teller haben. Das hat man in einer Studie an über achtzigtausend Frauen in den USA berechnet. Sind Kartoffeln also ungesund? Nein, sicher nicht. Aber täglich Kartoffeln zu essen ist wohl nicht gerade das Beste. Es zeigt sich einmal mehr, dass Abwechslung beim Essen das A und das O ist. Wer Kartoffeln und Vollkornprodukte isst, hat kein Problem mit Diabetes. [1268]
Quelle: Am J Clin Nutrition 2006;83:284

Vollkorn hält Senioren gesünder
24. Januar 2006 - Wer täglich eine oder noch besser bis drei Portionen Vollkorn-Produkte isst, hat im Alter weniger Probleme mit Zucker und Diabetes und bleibt gesünder an Herz und Kreislauf. Das hat eine Studie an über fünfhundert Personen im Alter von 60 bis 98 Jahren in den USA ergeben. [1225]
Quelle: Am J Clin Nutrition 2006;83:124

Abnehmen mit Vollkorn
11. November 2003 - Wer Gewicht verlieren will, soll möglichst viel Vollkorn mit Fasern und möglichst wenig raffinierte Getreideprodukte essen. Das zeigt eine Studie an über 70'000 Frauen in den USA. [638]
Quelle: Am J Clin Nutrition 2003;78:920

Vollkorn macht schlanker
13. August 2003 - Jugendliche, die pro Tag mindestens eine Portion Vollkornprodukte essen, sind deutlich schlanker als solche, die darauf verzichten. Je schwerer die Jugendlichen, desto günstiger wirkt sich das Vollkorn aus. Auch die Insulin-Empfindlichkeit verbessert sich; damit sinkt das Risiko für Diabetes. [555]
Quelle: Am J Epidemiology 2003;158:243

Flocken zum Frühstück: besser Vollkorn
04. März 2003 - Getreideflocken zum Frühstück sind gesund für Herz und Kreislauf. Das gilt aber nur für Vollkornflocken. Diese senken das Risiko um 20 Prozent. Raffinierte Cerealien senken das Risiko nicht. [405]
Quelle: Am J Clin Nutrition 2003;77:594

Vollkorn gegen Diabetes
19. September 2002 - Vollkornprodukte verringern das Risiko für Diabetes vom Typ 2. Vermutlich wirken die Faserstoffe günstig. [256]
Quelle: Am J Clin Nutrition 2002;76:535


Links zu den Quellen stehen im Link, die habe ich jetzt nicht alle mitkopiert. Da eine erworbene Diabetes stark in Zusammenhang steht mit Insulinresistenz, habe ich auch die für Diabetes relevanten Newszeilen mal drinnen gelassen.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442846 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 20:13 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Ich finde im ärtzeblatt nur:
http://www.aerzteblatt.de/v4/suche.asp?p=Vollkornreis&am =527&rm=-101

Hier ist aber vom Blutzuckerspiegel nur am rande die Rede,
Zitat:

Übrig bleibt ein hoher Anteil leicht aufschließbarer Kohlehydrate, die den glykämischen Index (GI) erhöhen. Der GI beschreibt den Anstieg des postprandialen Blutzuckers (im Verhältnis zum Traubenzucker). Ein hoher GI erfordert eine vermehrte Insulinausschüttung und ist damit ein Risikofaktor für den Typ-2-Diabetes mellitus.


Im Abstact der Originalstudie gar nicht, und vor allem ist der GI auch gar nicht qualifiziert, bzw es wird nicht klar ob das überhaupt untersucht wurde.

die Werte
Langkornreis 56+-2 GL 18
Vollkornreis 55+-5 GL 21

Wurden immerhin für den ersten Wert 10 Studien und den zweiten 3 Studien ausgewertet.
Ok, du kannst natürlich sagen du hältst die DGE für nicht kompetent Confused






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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442859 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 22:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Nein, dass die DGE nicht kompetent ist, wollte ich damit sicherlich nicht sagen. Ich denke nur, dass es außer der DGE noch weitere, nicht minder glaubwürdige Quellen gibt.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442861 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Sa, 14 August 2010 22:59 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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das ist aber eine Metaanalyse der DEG, das heisst die haben die werte gar nicht selbst ermittelt, sondern nur zusammengefasst was an Forschung bis dahin existiert. Und sie haben sogar die Abweichungen der einzelnen Messungen dokumentiert das bedeutet das (+-2 ). Ich finde viel seriöser kann man das wirklich nicht machen.
Ob irgendwo 70 oder 75 rauskommt ist ja auch letztlich nicht relevant, weil das sowieso in der natürlichen Schwankungsbreite liegt.
Und was zu denken geben sollte ist das Haushaltzucker eben in etwas denselben GI wie Weizenvollkornbrot 71 (basierend auf 13 Studien mit geringer Streuung +-2 ) hat. Was für für mich ausdrücklich nicht gegen das Weizenvollkornbrot spricht !

Was für dich vielleicht wirklich Relevanz hat ist:

Zitat:

Schokolade besteht zu beträchtlichen Teilen aus Fett und Zucker. Schokolade enthält neben anderen Inhaltsstoffen Saccharose (Haushaltszucker, ein Disaccharid), die den glykämischen Index (GI) von Schokolade mit dem von Roggenbrot vergleichbar macht und mit 65 im Mittelfeld liegt, wodurch sie den Blutzuckerspiegel stetiger und langsamer an- und absteigen lässt, als es bei schnell verdaulichen stärke- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln, wie Traubenzucker der Fall ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schokolade
Ob der GI der Schokolade hier stimmt kann ich nicht beurteilen. Aber du kannst den Wert ja selbst in Beziehung zu deinem subjektiven Empfinden setzen. Wobei du es jetzt ja "leider" weißt, einen Blindversuch kann es also nicht mehr geben Smile





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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442871 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 10:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Ich denke schon, dass die DGE in dieser Hinsicht einen guten Job gemacht hat und ich würde die Ergebnisse auch nicht pauschal als "Humbug" abtun.

Ich habe nur auch selbst schon daran gesessen die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlicher Datenerhebungen unter einen Hut zu bringen und weiß wieviel man dabei falsch machen kann bzw wie wenig aussagekräftig das oftmals ist, weil so viele Grundfaktoren auseinanderklaffen. Das beginnt bei der Messmethode, geht über die Art und Stärke der Kontrolle (von 24h überwachtem Klinikaufenthalt bis hin zu Selbstaussagen und Schnellbluttests) bis hin zum Zustand der Versuchspersonen und der Anzahl an Versuchspersonen. Selbst die Bevölkerungsgruppe kann entscheidend sein. Dadurch ergibt sich eine so hohe statistische Abweichung und ein recht großer zu berücksichtigender Messfehler. Zwei oder gar mehrere Studien unter einen Hut zu bringen ist ein sehr aufwändiges Unterfangen und da ich gerade auch nicht die Zeit habe das genaue Vorgehen all dieser Studien und den Umgang der DGE mit diesen Daten zu überprüfen, kann ich im Moment auch nicht sagen welche Quellen ich für überzeugender halte.

Ich habe ja auch nicht ausführlich recherchiert, sondern nur mal mehr oder weniger zufällig nach Wissenschaftsnews zum Thema Vollkorn, Blutzucker usw gesucht und da eben ausschließlich News gefunden, die das Gegenteil von dem sagen, was die DGE bereitstellt. Und dann noch zufällig das unterstützt, was ich bisher geglaubt habe.

Daher meine Skepsis. Eine felsenfeste Aussage leite ich daraus nicht ab, aber solange ich mir nicht die Mühe mache jede Studie selbst im Volltext durchzulesen, habe ich erstmal keinen Grund am bisherigen zu zweifeln.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442873 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 10:33 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Zitat:

Ich habe ja auch nicht ausführlich recherchiert, sondern nur mal mehr oder weniger zufällig nach Wissenschaftsnews zum Thema Vollkorn, Blutzucker usw gesucht und da eben ausschließlich News gefunden, die das Gegenteil von dem sagen, was die DGE bereitstellt

Ich habe jahrelang dasselbe geglaubt, wiel es im Netz auch quasi als Volksweissheit verbreitet wird. Bis ich dann irgendwann diesen Artikel gelesen hab:
Zitat:


Wolever von der Universität Toronto/Kanada weist in seiner Arbeit auf die Schwierigkeit hin, komplexe Wissenschaft in einfache Public Health- Botschaften umzuformulieren. Er kritisiert dabei die meist falschen und irreführenden Aussagen, die in Zusammenhang mit dem GI an
die Öffentlichkeit getragen werden:
1. „ Vermeiden von raffinierten Produkten“ Weißes Brot wird z.B. als das ultimative: „raffinierte“ Lebensmittel angesehen, wohingegen Vollkornbrot als weniger raffiniert betrachtet wird. In Hinblick auf den GI dieser Produkte weisen Vollkornbrot, brauner Reis und dunkle Spaghetti jedoch die gleichen Werte auf wie deren „ weiße“Pendants.


Glyx- Diät, LOGI & Co: Der Glykämische Index
- Medialer Dauerbrenner und wissenschaftliches Streitthema!


Dann hab ich das natürlich gegengeprüft mich geärgert das ich auch drauf reingefallen bin und nach hartem Training z.b. extra wießen reis gegessen hat. Was logischerweise Unsinn war. Das ist auch in der wissenschaftlichen Diskussion eingelich unumstritten. Das wird aber sich noch Jahrzehnte auch von "Ernährungsberateren" und vieleicht auch Ärzten verbreitet werden. Einfach weil es so schön in Weltbild passt (Weissmehl, Zucker = BÖSE) und weil es überhaupt nicht kritisch hinterfragt wird.
Der Artikel ist auch sonst lesenwert, das der Stand der wissenschaftlichen Diskussion zum Nutzen des GI, Stand 2006, zusammenfasst.





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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442878 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 10:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Auch eine nette Information, gerade bei der DGE gefunden:

Zitat:

Der GI in seinem jetzigen Ansatz eignet sich darüber hinaus aufgrund vieler methodischer Schwierigkeiten bei der Bestimmung und fehlender Beweise der Wirksamkeit in Langzeitstudien noch nicht als zuverlässiges, generelles Instrument zur Bewertung der Lebensmittelqualität. Er schwankt z. B. von Person zu Person, hängt von der Sorte und Zubereitung der Lebensmittel ab und wird durch die Zusammensetzung der Mahlzeit beeinflusst.



Edit, weil Überschneidung:
Zitat:

Einfach weil es so schön in Weltbild passt (Weissmehl, Zucker = BÖSE) und weil es überhaupt nicht kritisch hinterfragt wird.


Ein Artikel, der irgendwelche Nahrungsmittel als "böse" bezeichnet, wäre IMO sowieso unseriös. Die Studien, die aber darauf hinweisen, dass der Zerkleinerungszustand von Kohlenhydraten bei der Verwertung einen Unterschied machen, hinterfragen das ja durchaus kritisch, kommen nur zu anderen Ergebnissen. Eine davon hatte immerhin 70.000 Versuchspersonen, das kann man zumindest schonmal als "kritisch hinterfragt" gelten lassen.


Was mich auch immer ein wenig stört, ist dass in den Zusammenfassungen nicht genau differenziert wird zwischen:
- gesunder Ernährung
- Ernährung zur erfolgreichen Gewichtsreduzierung
- Ernährung zur erfolgreichen Fettreduzierung

Da müsste man mal genauer hinschauen, ob der GI wirklich für alle drei Bereiche gleich "schnurz" ist und dies dann auch für alle Individuen gilt.
Bei mir scheint es einen Unterschied zu machen, ob ich Zucker zu mir nehme (selbst ein Bonbon hat bei mir eine sofortig spürbare leichte körperliche Reaktion) oder grob gerollte Haferflocken. In meiner Familie "grassiert" Diabetes, weshalb ich mir schon vorstellen kann, dass ich ein genetisches Grundgerüst mitbringe, das mich stärker/anders auf unterschiedliche KH-Zufuhr und GI reagieren lässt als andere.

Übrigens bin ich die einzige in meiner Familie mütterlicherseits, die Normalgewicht hat.


Liebe Grüße von der Krähe

[Aktualisiert am: So, 15 August 2010 11:06]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442879 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 11:10 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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wenn du den Abschnitt was den GI bestimmt ganz liest, dann sind das enorm viele Faktoren. Bei Kartoffeln z.b. schon die Temperatur der Lagerung etc..

Sehr schön auch:

Zitat:

Die Datenanalyse zeigte, dass kein Zusammenhang zwischen berechnetem und gemessenem GI sichtbar wurde (s. Diagramm). Vielmehr erwiesen sich der Fett- und Proteingehalt als stärkere Prädiktoren für den GI von zusammengesetzten Mahlzeiten.



Kein Zusammenhang zwischen berechnetem und tatsächlich gemessenem GI

Das macht den GI für die Praxis sowieso völlig wertlos, selbst wenn man glaubt das die Blutzuckeranwort irgendeine Rolle in Bezug auf Hunger/Sättigung spielt.
Das ist auch so ein Punkt der im medialen Hype immer behauptet wird. In der Fachdiskussion hat Hunger mit den Blutzucker entweder gar nicht oder nur sehr am Rande was zu tun. Selbst die ernstzunehmenden Befürworter des GI-Konzepts argumentieren heute nicht mehr so, sondern focusieren sich auf etweilige hormonelle Effekte.



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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442947 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 20:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Also dass Heißhunger einer der Symptome für eine Unterzuckerung bei Diabetikern ist, bestreitet aber selbst die DGE nicht. Irgendeinen Zusammenhang gibt es da also schon. Dass niedriger Blutzucker der einzige Faktor für Heißhungerattacken sind, würde ja auch niemand behaupten.

Was ich auch wichtig finde ist, dass man sich bewusst macht, dass der Insulinwert allein eigentlich erst einmal kaum etwas aussagt. Ein Hormon kann immer nur in einem bestimmten Zusammenhang eine Wirkung auslösen, nicht durch einen absoluten Wert.

Insofern, klar, muss man das schon differenziert sehen und nicht stur nur noch Essen mit niedrigem GI zu sich nehmen. Jetzt aber umgekehrt zu sagen, es gibt überhaupt gar keinen Unterschied auf die Wirkung von Heißhunger zwischen verarbeiteten und unverarbeiteten Kohlenhydratquellen, halte ich für überstürzt. Dafür zeigen dann IMO doch noch zu viele Wegweiser in diese Richtung.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442948 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] So, 15 August 2010 21:51 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Unterzuckerung ist aber etwas was bei stoffwechselgesunden Personen praktisch kaum vorkommen kann. Ich hatte es vermutlich mal nach 250 km Rad in zweit tagen, wo ich abends fast nichts zu essen bekommen hab. Heißhunger hatte ich da übrigens nicht, sondern eher allgemeine Verwirrung. Aber das ist nur ein Dönje.
Und vor allem wenn es so zur Unterzuckerung kommt, dürfte auch keine Zucker mehr auf zellulärer Ebene zur Verfügung stehen.
Für das was allgemein als Heisshunger diskutiert wird, kann Unterzuckerung also Ursache aber praktisch ausgeschlossen werden. Es sein den man ist auf extrem low carb. Weil sonst wird der Blutzuckerspeigel mit dem Leberglykogen stabil gehalten.


Zitat:

Ein Hormon kann immer nur in einem bestimmten Zusammenhang eine Wirkung auslösen

Auslösen ist vielleicht sowieso der Falsche begriff. Es ist ja mehr ein Signal anderweitig ausgewertet wird und entsprechende Reaktionen zur Folge hat. Wie die dann aussehen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Teil sogar von der sozialen Umwelt. Hab ich grad was in Bezug auf Testosteron im TV gesehen.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442971 ist eine Antwort auf Beitrag #442948] Mo, 16 August 2010 08:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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osso schrieb am So, 15 August 2010 22:51

Unterzuckerung ist aber etwas was bei stoffwechselgesunden Personen praktisch kaum vorkommen kann.


Ich wollte auch nicht damit sagen, dass
a) Unterzuckerung der einzige Auslöser für Heißhunger sei oder
b) Heißhunger die einzige Folge von Unterzuckerung sei

Es kann lediglich nicht sein, dass da GAR kein Zusammenhang besteht.

Zitat:

Zitat:

Ein Hormon kann immer nur in einem bestimmten Zusammenhang eine Wirkung auslösen

Auslösen ist vielleicht sowieso der Falsche begriff. Es ist ja mehr ein Signal anderweitig ausgewertet wird und entsprechende Reaktionen zur Folge hat. Wie die dann aussehen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Teil sogar von der sozialen Umwelt. Hab ich grad was in Bezug auf Testosteron im TV gesehen.



Nichts anderes sagte ich ja: die Art der Reaktion erfolgt immer in einem bestimmten Zusammenhang. Ich wollte darauf hinaus, dass man bei einer Studie also immer auch den gesamten Hormonstatus betrachten muss, will man aussagekräftige Ergebnisse zur Erforschung komplexer Zusammenhänge haben.

IMO reicht also die reine Beobachtung der Insulinantwort nicht aus, um einen Zusammenhang zwischen KH-Verwertung und Fettverlust zu belegen, aber auch nicht um ihn zu negieren. Die rein statistischen Erhebungen weisen jedenfalls in die Richtung (merke: ich sage nicht "belegen es", dafür reicht eine statistische Korrelation nicht aus). Smile

"Reaktion auslösen" steht übrigens sogar in meinem Buch der Tierphysiologie (Standardwerk) im Zusammenhang mit Hormonantworten. Was daran jetzt so grundfalsch ist, ist mir nicht ganz klar. Eine Wirkung auszulösen ist ja der Sinn und Zweck von Signalen. Dass diese Wirkung natürlich von vielen Faktoren moduliert wird und nicht digital erfolgt, ist ja klar.


Liebe Grüße von der Krähe
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #442977 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 09:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Zitat:

Ich wollte darauf hinaus, dass man bei einer Studie also immer auch den gesamten Hormonstatus betrachten muss, will man aussagekräftige Ergebnisse zur Erforschung komplexer Zusammenhänge haben.

Nein so ist das nun auch nicht. Wenn man ein starke Korrelation zwischen einen Hormansignal und einer folgenden Reaktion hat, dann kann diesen Zusammenhang als gesichert (Im Rahmen der statistischen Irrtumswahrscheinlichkeit )annehmen. Über die anderen Hormone braucht ich dann nichts zu wissen. Deshalb redet man von "Reaktion auslösen". Aber eingentlich reagieren die Zellen auf ein Signal weil die Reaktion sinnvoll ist.
Aber gut das ist vielleicht sowieso Wortklauberei,



Zitat:

IMO reicht also die reine Beobachtung der Insulinantwort nicht aus, um einen Zusammenhang zwischen KH-Verwertung und Fettverlust zu belegen, aber auch nicht um ihn zu negieren.

Von Fettverlust hat niemand geredet ? Ich jedenfalls nicht. Damit hat das auch erst mal garnichts zu tun.
Sondern nur das unter welchen Bedingungen die Insulinantwort besonders stark ausfällt (in Kombi mit Protein) und das dies einen positiven Effekt bei der Regeneration hat. Das gilt aber als gut belegt und es gibt das massig Studien zu, die einzelne Effekte bis aus die muskuläre Ebene nachweisen


Zitat:

Ich wollte auch nicht damit sagen, dass
a) Unterzuckerung der einzige Auslöser für Heißhunger sei oder
b) Heißhunger die einzige Folge von Unterzuckerung sei

Es kann lediglich nicht sein, dass da GAR kein Zusammenhang besteht.

Ich würde behaupten das man für stoffwechselgesunde Menschen gar kein Zusammenhang besteht. Selbst wenn Unterzuckerung ein Auslöser von Heißhunger ist, kann er praktisch unter normalen Bedingungen nicht auftreten.
Dazu müsste man nämlich experimentell nachweisen können, das es trotz der Verfügbarkeit von Leberglykogen zu einer Unterzuckerung kommt.
(ok passiert den Idioten die Insulin als Doping spritzen Wink, aber das meine ich natürlich nicht Smile

Ist OT, aber nur so am Rande
Zitat:

Immer mehr Bodybuilder mißbrauchen Insulin als Dopingpräparat

Insulin als Dopingpräparat für Bodybuilder? ...Strasburger berichtet davon, daß er in der Münchener Notaufnahme bereits Bodybuilder behandelt habe, die zugegeben hätten, sich die anabole Wirkung des Insulins zum Aufbau ihrer Muskelpakete nutzbar zu machen. "Offensichtlich gibt es einen Mißbrauch des Insulins zum Zwecke des Körpermassenzuwachses", so Strasburger. Zahlen über die Häufigkeit sind nicht bekannt. Insulin induziert eine Stimulation anaboler Stoffwechselwege wie die Glykogensynthese, die Lipidsynthese und die Proteinsynthese. Ob Insulin auch leistungssteigernd wirkt, ist umstritten. Professor Klaus Müller, Leiter des Instituts für Dopinganalytik und Sport-Biochemie in Kreischa, bezweifelt das. Trotzdem, so ist auch Müller überzeugt, wird Insulin zu diesem Zwecke mißbraucht. Daher habe man die Substanz vor drei Jahren auf die Liste der verbotenen Doping-Präparate gesetzt. Doch Insulin ist leicht verfügbar. Damit sind auch Hausärzte in Gefahr, von geschickten Dealern oder Dopingkonsumenten hinters Licht geführt zu werden. Athleten könnten aufgrund der Verfügbarkeit schneller in Versuchung kommen, die Substanz zu mißbrauchen. Strasburger befürchtet, daß die Nebenwirkungen oft nicht bekannt sind: "Im Extremfall führt die Hypoglykämie zu Hirnschädigungen bis hin zum Tod.



http://www.dopingnews.de/Insulin.htm

und

Zitat:

Welche Rolle spielt Insulin als Dopingmittel?
Wissenschaftliche Daten lassen eine Vielzahl von Funktionen erkennen. Nach intensiver Trainings- oder Wettkampfbelastung sorgt Insulin für schnelle Regeneration. Es wirkt anabol. Es baut Muskelmasse auf und verhindert auch deren Abbau.

Es ist also nicht nur für den Radsport geeignet?
Ja, sondern für alle Disziplinen, in denen Ausdauer und Kraft erforderlich sind, in denen man kurzfristig regenerieren muss.

Zuletzt hat der österreichische Radprofi Bernhard Kohl erzählt, dass Insulin zu seinem Standardprogramm gehörte. Wie verbreitet ist Insulindoping?
Eine wissenschaftlich fundierte Aussage gibt es nicht. Aber anekdotisch ist es vielfach belegt. Aus Dopingermittlungen wie der »Operacion Puerto« in Spanien und den Geständnissen gedopter Sportler (darunter der britische Sprinter Dwain Chambers und die frühere USA-Sprinterin Marion Jones) wissen wir, dass Insulin seit Jahren zu Dopingzwecken missbraucht wird.

Wie gefährlich ist Insulindoping?
Mit Sicherheit handelt es sich um eine der gefährlichsten Dopingmethoden. Es bestehen große kurzfristige Risiken. Ein stark reduzierter Zuckergehalt des Blutes kann dazu führen, dass Organe nicht ausreichend versorgt werden, was Koma oder sogar den Tod zur Folge haben kann. In der Kriminalliteratur ist Insulin daher auch als Mordwaffe bekannt.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/151417.insulindoping -eine-der-gefaehrlichsten-methoden.html



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[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 13:00]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443015 ist eine Antwort auf Beitrag #442977] Mo, 16 August 2010 13:14 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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osso schrieb am Mo, 16 August 2010 10:48

Nein so ist das nun auch nicht. Wenn man ein starke Korrelation zwischen einen Hormansignal und einer folgenden Reaktion hat, dann kann diesen Zusammenhang als gesichert (Im Rahmen der statistischen Irrtumswahrscheinlichkeit )annehmen. Über die anderen Hormone braucht ich dann nichts zu wissen.


Wenn du mit "Reaktion" eine ganz spezielle physiologische Zellantwort meinst, ja. Wenn du mit "Reaktion" eine komplexe ganzheitliche Antwort wie "Hunger" meinst, dann ist der reine quantitative Zusammenhang gerade im Bereich von Hormonen nicht ausreichend.

Selbst WENN z.B. Heißhunger immer genau dann auftritt, wenn der Blutzucker infolge hoher Insulinausschüttung absinkt, weißt du noch lange nicht, ob dies wirklich durch das Absinken des Insulins einhergeht oder nicht vielmehr durch andere Hormone, die wiederum auf das Verhalten der Bauchspeicheldrüse reagieren.

Auf Zellebene kann man damit Zusammenhänge recht deutlich klären, aber komplexe Vorgänge sind unheimlich schwer einzuschätzen.

Zitat:

Von Fettverlust hat niemand geredet ? Ich jedenfalls nicht. Damit hat das auch erst mal garnichts zu tun.


Guck, ich war gedanklich die ganze Zeit beim Abnehmen, nicht bei der Regeneration nach dem Sport.

Zitat:

Ich würde behaupten das man für stoffwechselgesunde Menschen gar kein Zusammenhang besteht. Selbst wenn Unterzuckerung ein Auslöser von Heißhunger ist, kann er praktisch unter normalen Bedingungen nicht auftreten.


Ich schrieb ja deswegen, dass ich nicht behaupten wollte es müsse eine physiologische Unterzuckerung vorliegen, um Einfluss auf das Hungergefühl zu haben. Die Unterzuckerung ist quasi das Extrembeispiel.

Es muss ja z.B. irgendeine Kommunikation im Körper vor sich gehen, die der Leber sagt: "hey, wir brauchen Nachschub, Blutzucker ist alle". Genau diese Kommunikation wird ja sicherlich nicht neuronal, sondern hormonell (und damit unspezifisch über den Blut-Umweg) erfolgen. Und daher auch in der Lage sein, komplexe Symptome wie Hungergefühl oder Appetit zu beeinflussen.

Zitat:

Immer mehr Bodybuilder mißbrauchen Insulin als Dopingpräparat



Argh! Shocked

Ich habe auch schon Leute erlebt die sich Schilddrüsenhormone besorgen wollten, um dem Körper sozusagen eine SD-Überfunktion vorzugaukeln. Denn dabei nimmt man ja ab. Dass ein Überschuss an Hormonen bei Absetzen dann genau das Gegenteil zur Folge hat (mal von den lebensbedrohlichen Nebenwirkungen abgesehen), ist ja egal. Rolling Eyes

Den Körper derart als eingleisige Maschine misszuverstehen und ihm mit Hormonen veräppeln zu wollen ist schon fast Darwin-würdig.


Liebe Grüße von der Krähe

[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 13:40]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443018 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 13:47 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Zitat:

Wenn du mit "Reaktion" eine ganz spezielle physiologische Zellantwort meinst, ja.

Ja genau das meinte ich.

Zitat:

Wenn du mit "Reaktion" eine komplexe ganzheitliche Antwort wie "Hunger" meinst, dann ist der reine quantitative Zusammenhang gerade im Bereich von Hormonen nicht ausreichend.

Das sind auch das nicht ausreichend, denn im Hirn werden alle möglichen Informationen "verrechnet". Nicht nur Hormonsignale.
Deswegen sagt man ja so schön " Hunger findet im Kopf statt"
Das ist ja auch nur zum Teil erforscht.

Zitat:

Ich schrieb ja deswegen, dass ich nicht behaupten wollte es müsse eine physiologische Unterzuckerung vorliegen, um Einfluss auf das Hungergefühl zu haben. Die Unterzuckerung ist quasi das Extrembeispiel.

Es muss ja z.B. irgendeine Kommunikation im Körper vor sich gehen, die der Leber sagt: "hey, wir brauchen Nachschub, Blutzucker ist alle". Genau diese Kommunikation wird ja sicherlich nicht neuronal, sondern hormonell (und damit unspezifisch über den Blut-Umweg) erfolgen. Und daher auch in der Lage sein, komplexe Symptome wie Hungergefühl oder Appetit zu beeinflussen.


Aber sicher nicht ein einfaches Absinken des Blutzuckerspiegels auf Normalniveau führt sicher nicht zu Hunger, das würde auch gar keinen Sinn machen. Denn das bedeutet eben für den Körper auch keine Indiz das "Nachschub benötigt" wird. Und wenn ein Glied der Argumentationskette widerlegt ist, ist die ganze Hypothese erledigt.

Mossburger schreibst dazu:

Zitat:


Die Behauptung der Glyx- und LOGI-Anhänger, die Zufuhr von Kohlenhydraten mit hohem GI würden zwangsläufig eine "überschießende" Insulinausschüttung bewirken, die zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels unter das Ausgangsniveau bzw. sogar zu einer Hypoglykämie und damit zu Heißhunger führen würde, ist nicht haltbar und entbehrt jeglicher physiologischen
Grundlage. Abgesehen von der Unlogik einer "Unterzuckerung" durch die Zufuhr von Kohlenhydraten und der Tatsache, dass der Blutzuckerspiegel selbst im Nüchternzustand nie unter ein gewisses Niveau abfällt (weil der Leberstoffwechsel durch Glykogenabbau und Glukose-Neubildung dafür sorgt, dass immer genügend Glukose für das Blut zur Versorgung
primär des Gehirns, aber auch aller anderen Organe bereitgestellt wird), ist der Blutglukosespiegel nicht der entscheidende Gradmesser für ein Hungergefühl. Als sog.
glukostatisches Signal spielt vielmehr die zelluläre Verfügbarkeit an Glukose, vor allem im Hypothalamus und in der Leber, die Hauptrolle
. Das Hungergefühl wird so wie das
Sättigungsgefühl vom Hypothalamus gesteuert.


http://www.dr-moosburger.at/pub/pub016.pdf

Zitat:


Den Körper derart als eingleisige Maschine misszuverstehen und ihm mit Hormonen veräppeln zu wollen ist schon fast Darwin-würdig.

Es funktioniert aus Erfahrung Wink der Bodybuilder, es ist aber lebensgefährlich.
Aber grundsätzlich ist schon so, das Doping genau so funktioniert. Die Bodybuilder kommen ja nicht umsonst zu ihren Figuren. Der Primäreffekt ist gut zu erreichen, nur hat ein solcher Eingriff in den Hormonhaushalt hat unabsehbare Nebenwirkungen weil natürlich auch unerwünschte Effekte auftreten.


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[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 14:49]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443027 ist eine Antwort auf Beitrag #443018] Mo, 16 August 2010 15:45 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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osso schrieb am Mo, 16 August 2010 14:47

Das sind auch das nicht ausreichend, denn im Hirn werden alle möglichen Informationen "verrechnet". Nicht nur Hormonsignale.


Hormone wirken ja auch sowieso nicht auf das Gehirn, sondern direkt auf das jeweilige Zielorgan. Neuronale Signale und hormonelle Signale haben nur begrenzt und nur unter Umwegen etwas miteinander zu tun. Das Gehirn kann z.B. einen neuronalen Impuls an eine Signaldrüse senden, die dann darauf mit dem Ausschütten von Hormonen beginnt, alles weitere wird aber vom Blutkreislauf geregelt, da mischt sich das Gehirn nicht mehr regulierend ein. Das Gehirn verwertet also keine Hormonsignale, sondern maximal neuronale Antworten von den Zielorganen oder Drüsen, welche wiederum ständig die Konzentration von Signalstoffen im Blut messen und die Ergebnisse ans Gehirn melden.

Durch diese Umwege gibt es eine Reihe von "Fehlerquellen" und chaotischer Faktoren, die die Erforschung komplexer Erscheinungen wie Hunger, Heißhunger, Appetit usw. ziemlich schwierig machen.

Zitat:

Aber sicher nicht ein einfaches Absinken des Blutzuckerspiegels auf Normalniveau führt sicher nicht zu Hunger, das würde auch gar keinen Sinn machen. Denn das bedeutet eben für den Körper auch keine Indiz das "Nachschub benötigt" wird.


Das ist ja gerade das Dumme beim Heißhunger, dass er nicht unbedingt sinnvoll ist und auch nicht unbedingt einen Ursprung im tatsächlich vorhandenen Bedarf haben muss.

Moosburger

Als sog.
glukostatisches Signal spielt vielmehr die zelluläre Verfügbarkeit an Glukose, vor allem im Hypothalamus und in der Leber, die Hauptrolle
. Das Hungergefühl wird so wie das
Sättigungsgefühl vom Hypothalamus gesteuert.


Daran störte mich aber schon damals beim ersten Lesen, dass nicht zwischen Hunger und Heißhunger unterschieden wird. Ich bin mir da sehr sicher, dass es große Unterschiede gibt und die auch alle einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg von Abnehmversuchen haben.

Zitat:

Aber grundsätzlich ist schon so, das Doping genau so funktioniert. Die Bodybuilder kommen ja nicht umsonst zu ihren Figuren. Der Primäreffekt ist gut zu erreichen, nur hat ein solcher Eingriff in den Hormonhaushalt hat unabsehbare Nebenwirkungen weil natürlich auch unerwünschte Effekte auftreten.


Dass ein gewisser Effekt erreicht wird, wollte ich auch nicht bestreiten, Hormone werden ja auch erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Aber davon auszugehen, dass ein Hormon immer nur das tut, was man von ihm wünscht und darüber hinaus schön artig den Ball flach hält und der Körper darauf nicht entsprechend mit z.B. Resistenzen reagiert, ist schon reichlich optimistisch.


Liebe Grüße von der Krähe

[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 15:52]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443028 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 16:08 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Das ist ja gerade das Dumme beim Heißhunger, dass er nicht unbedingt sinnvoll ist und auch nicht unbedingt einen Ursprung im tatsächlich vorhandenen Bedarf haben muss.

was gegen eine einfache biologische Wirkungskette spricht.

Zitat:

Daran störte mich aber schon damals beim ersten Lesen, dass nicht zwischen Hunger und Heißhunger unterschieden wird. Ich bin mir da sehr sicher, dass es große Unterschiede gibt und die auch alle einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg von Abnehmversuchen haben.

das führt wieder zu der Frage WAS Heißhunger überhaupt ist. Scheinbar werden da ja verschiedene Dinge drunter behandelt.
Unterzucker mag zu einer Variante von Heißhunger führen, die klar definiert ist. Hier ist Heißhunger eine Folge einer klar definierten Mangelsituation. Das heisst der Körper reagiert in diesen Fall absolut sinnvoll und folgerichtig. Hier ist Heißhunger und Hunger auch nicht wirklich von einander abgegrenzt, sondern Heißhunger ist eine besonders Ausprägung von Hunger. Aber diesen Fall können wir ja abhaken.

Was du meinst was es theoretisch geben könnte, wäre aber etwas komplett anderes. Nämlich Heißhunger als fehlerhafte Reaktion auf eine nicht vorhandene Mangelsituation.

Man kann natürlich ein solche Hypothese aufstellen. Ich hab das aber so in der Abgrenzung zum Hunger bisher noch nicht gelesen.
Dann muss man aber das auch Hypothese überprüfbar formuliert werden. Und nicht in der Art, es könnte irgendwas mit Zucker und Blutzuckerspiegel zu tun haben.
Im Moment haben wir nicht mal Indizien (ich kenne jedenfalls kein), das Heißhunger (als fehlerhafte Reaktion ) irgendwas damit zu tun haben könnte. Ich kenne dazu auch keinerlei Studien.




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[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 16:11]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443029 ist eine Antwort auf Beitrag #443028] Mo, 16 August 2010 16:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Skorpine ist gerade offline  Skorpine
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Hallo Ihr Zwei!

Guck Euch schon wieder eine Zeit lang zu hier.
Na da habt Ihr aber jetzt eine saubere Kurve zu Eurer Lieblingsdebatte "(Heiß)Hunger" hinbekommen! Very Happy

Da klingen mir die Ohren von letzter Woche noch... Rolling Eyes

Und während ich gerade Euer Beitragsgefecht durchgelesen hab, trink ich eine Tasse Kaffee und ess dazu 2 Scheiben lecker Glyx-Brot. Very Happy


[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 16:58]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443037 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 18:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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Das ist gar nicht meine Lieblingsdebatte Rolling Eyes
Mir ging es im wesentlichen darum ein paar Sachen zum KH-Stoffwechsel gerade zu ziehen. (Zucker, Weissmehl vs. Vollkorn) und was das für die Insulinantwort bedeutet.
Und mir war wichtig das der die Insulinantwort so wie sie ist sinnvoll ist und keinen "Mangel" oder "Fehler" (hat Krähe auch nicht behauptet, wird aber von anderer Seite oft so dargestellt )darstellt. Das die Insulinantwort nicht nur und bei Kombination mit EW nicht mal primär vom GI abhängig ist.
Und das man sich sogar zu Nutze machen kann, ohne das man dafür dopen müsste.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443057 ist eine Antwort auf Beitrag #443037] Mo, 16 August 2010 20:19 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Skorpine ist gerade offline  Skorpine
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Ja Osso... hab nur ein bisschen schmunzeln müssen, weil wir ja mit der Heißhunger-Geschichte letztens schon so viel diskutiert hatten und so manches davon in den letzten Beiträgen immer mehr durchgeklungen hat... Smile

Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443071 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 21:40 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Löwenzahn ist gerade offline  Löwenzahn
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ich schlage jetzt mal wieder in meine regelmäßig und von allem ein bißchen essen Kerbe, so von wegen Heißhungerattacken (definiere ich für mich eher als Mangelausgleichsfunktion, individuelle körpereigene Mechanismen die da ausgelöst werden, durch unregelmäßiges und einseiteiges Essen - bei mir war das so) ....... obwohl ich das mit dem steil abfallenden und dann wieder steil nach oben gehenden Zuckerpegel im Körper durchaus nachvollziehen kann als MIT-Auslöser in Verbindung mit vielen anderen Komponenten

http://www.diaetticker.de/T_dc03f631edd494c4c1b7bdd4d8d96361.png

Grösse: 168 cm
Start 14.06.2007 109 KG
1. Ziel U100 - erreicht am 01.09.2007 99 KG
2. Ziel U 95 - erreicht am 30.09.2007 94 KG
3. Ziel U 90 - erreicht am 28.10.2007 89,5 KG
4. Ziel U 85 - erreicht am 06.12.2007 84,9 KG
01.01.2008 83 KG - 2007 - 26 Kilo abgenommen
5. Ziel U 80 - erreicht am 16.01.2008 79,9 KG
6. Ziel U 75 - erreicht am 22.02.2008
7. Ziel U 70 - erreicht am 19.04.2008 69,5 KG
8. Ziel 65 - erreicht am 30.05.2008
aktueller Stand am 08.06.2008 - 63 Kilo
insgesamt 46 Kilo abgenommen
14.06.2010 - ultimatives Ziel erreicht, Gewicht in den vergangenen 2 Jahren auf 63 Kilo gehalten

aktuelle Fotos könnt Ihr Euch anschauen unter - Fotoalben - 3-2-1 nicht mehr Meins
Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443072 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 22:19 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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das ist zumindest eine diskutierte Ursache:

Zitat:

A food craving is an intense desire to consume a specific food, as opposed to general hunger. Food cravings are especially common in people following structured diet plans, and can be difficult to overcome. One theory is that when a person's body is deficient in a particular vitamin, mineral or other nutrient, they will crave foods which contain it - for example, a person who was deficient in Vitamin A might crave liver.

http://en.wikipedia.org/wiki/Food_craving

Ich bin insofern da skeptisch, weil ich mir schwer vorstellen kann wie das gehen soll, das der Körper so genau weiß was in den Nahrungsmitteln drin ist.
Finde ich aber insgesamt einen logischeren Ansatz, weil das immerhin einen sinnvolle Reaktion des Körpers wäre.
Aber wäre interessant ob es das systematische Untersuchungen zu gibt.


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443074 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 22:30 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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mal was zur Aufheiterung Smile, Weitet aber auch den Blickwinkel

Zitat:


Rice and sushi cravings: a preliminary study of food craving among Japanese females.

Komatsu S.

Graduate School of Arts and Letters, Tohoku University, 27-1 Kawauchi, Aoba-ku, Sendai, Miyagi 980-8576, Japan. skomatsu@sal.tohoku.ac.jp
Abstract

The aim of the present study was to develop a preliminary version of the Food Craving Inventory for Japanese (FCI-J) and to investigate the phenomenon of food craving among Japanese females. One hundred and eighty-five female college students completed newly developed FCI-J. Factor analysis yielded conceptual factors that were interpreted as sweets, snacks, western foods, sushi, and rice. Test-retest and internal consistency analyses indicated a good reliability for both total score and score of subscales. In addition, results showed that the FCI-J has a good content, concurrent, construct, and discriminant validity. It is noteworthy that "rice craving" may be characteristic among Asian rice consuming countries, and that there are considerable "sushi cravers" in Japan. These findings suggested that the craving for some kind of food is influenced by the tradition of food products and cultures.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18006114


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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443077 ist eine Antwort auf Beitrag #442708] Mo, 16 August 2010 22:46 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
osso ist gerade offline  osso
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und um die Serie frr heute zu beschließen Smile Ich finde immer noch solche psychologische Erklärungen am überzeugendsten. z.b.

Zitat:

The Psychology Of Food Cravings

Where do food cravings come from? Many research studies suggest that mental imagery may be a key component of food cravings - when people crave a specific food, they have vivid images of that food. Results of one study showed that the strength of participants' cravings was linked to how vividly they imagined the food. Mental imagery (imagining food or anything else) takes up cognitive resources, or brain power. Studies have shown that when subjects are imagining something, they have a hard time completing various cognitive tasks. In one experiment, volunteers who were craving chocolate recalled fewer words and took longer to solve math problems than volunteers who were not craving chocolate. These links between food cravings and mental imagery, along with the findings that mental imagery takes up cognitive resources, may help to explain why food cravings can be so disruptive: As we are imagining a specific food, much of our brain power is focused on that food, and we have a hard time with other tasks.

New research findings suggest that that this relationship may work in the opposite direction as well: It may be possible to use cognitive tasks to reduce food cravings. The results of one experiment revealed that volunteers who had been craving a food reported reduced food cravings after they formed images of common sights (for example, they were asked to imagine the appearance of a rainbow) or smells (they were asked to imagine the smell of eucalyptus). In another experiment, volunteers who were craving a food watched a flickering pattern of black and white dots on a monitor (similar to an untuned television set). After viewing the pattern, they reported a decrease in the vividness of their craved-food images as well as a reduction in their cravings. According the researchers, these findings indicate that "engaging in a simple visual task seems to hold real promise as a method for curbing food cravings." The authors suggest that "real-world implementations could incorporate the dynamic visual noise display into existing accessible technologies, such as the smart phone and other mobile, hand-held computing devices." They conclude that these experimental approaches may extend beyond food cravings and have implications for reducing cravings of other substances such as drugs and alcohol.


http://www.medicalnewstoday.com/articles/189098.php
und

A Cognitive Experimental Approach to Understanding and Reducing Food Cravings


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[Aktualisiert am: Mo, 16 August 2010 23:12]

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Re: Brotlos - sinnvoll? [Beitrag #443119 ist eine Antwort auf Beitrag #443028] Di, 17 August 2010 09:03 Zum vorherigen Beitrag gehenZum vorherigen Beitrag gehen
Krähe ist gerade offline  Krähe
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osso schrieb am Mo, 16 August 2010 17:08

Zitat:

Das ist ja gerade das Dumme beim Heißhunger, dass er nicht unbedingt sinnvoll ist und auch nicht unbedingt einen Ursprung im tatsächlich vorhandenen Bedarf haben muss.

was gegen eine einfache biologische Wirkungskette spricht.


Nein!
Das ist ein häufig gemachter Trugschluss. Wissenschaft funktioniert beobachtend, nicht sinngebend. Es gibt unheimlich viele gut untersuchte Dinge, deren Sinnhaftigkeit man bis heute nicht kennt.

Die Idee, dass alles in der Biologie einen Sinn, Zweck oder ein Ziel haben muss, enstammt eher dem Intelligent Design, was in meinen Augen eher eine Sekte ist als ein Zweig der Wissenschaft.

Zitat:

Im Moment haben wir nicht mal Indizien (ich kenne jedenfalls kein), das Heißhunger (als fehlerhafte Reaktion ) irgendwas damit zu tun haben könnte. Ich kenne dazu auch keinerlei Studien.


Also dass diffuse Dinge wie Heißhunger, nicht angemessenes Sättigungsgefühl, Appetit auf die falschen, da ungesunden Nahrungsmittel, fehlender Bewegungsdrang usw ein Hauptgrund für das Entstehen von Übergewicht und das Scheitern von Abnehmversuchen sind, ist jetzt aber nicht so überraschend, oder?

Ich meine, wenn es so einfach wäre, würde ja jeder problemlos abnehmen.


Liebe Grüße von der Krähe
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