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Nicolai Worm: Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! [Beitrag #543618] Do, 15 August 2013 14:25
Viki89 ist gerade offline  Viki89
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Ich möchte euch ein Buch vorstellen, das ich eben gelesen habe. Ich sag dazu, ich bin keine Ernährungs- oder Sportwissenschaftlerin, interessiere mich aber grundsätzlich ( dafür, wie man gesund leben soll, wie die meisten hier.

Der Autor zitiert und fasst viele Studien zusammen, die seine Argumentation untermauern. Er schildert in den ersten Kapiteln, warum unsere heutige (kohlenhydratreiche) Ernährung keinesfalls mit unserem (unaktiven) Lebensstil zusammenpasst und welche gesundheitlichen Folgen das hat. Insbesondere geht er ausführlich auf die Wirkung von Insulin und Insolinresistenz und Diabetes ein, aber auch auf andere Zivilisationskrankheiten.

Danach erklärt er, woher diese Veranlagung zu den heutigen Zivilisationskrankheiten stammt und dass sie in der Evolution ihre gute Berechtigung hatte. Er geht darauf ein, wie die Ernährung der menschlichen Vorfahren und Urmenschen nach heutigem Wissensstand wahrscheinlich ausgesehen hat, vor allem in der Eiszeit.

Letzten Endes gibt er die Empfehlung ab, sich einerseits mehr zu bewegen, andrerseits die Ernährung möglichst so umzustellen, dass man sehr viel (gesundes) Fett, viel Eiweiß und recht wenig Kohlenhydrate essen soll. Seiner Meinung nach sollten es 40-50 % Fett, 30-40 % Eiweiß und der Rest Kohlenhydrate sein. Beim Fett schreibt er deutlich, dass auch tierisches Fett wichtig ist, von artgerecht gehaltenen und artgerecht gefütterten Tieren, also möglichst Bio-Qualität. Außerdem Fisch. Dann empfielt er auch Raps- und Olivenöl und Nüsse. Beim Eiweiß natürlich Fleisch, Eier, Milchprodukte. Kohlenhydrate sollen möglichst aus Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten stammen. Ballaststoffe sind wichtig. Und wie schon erwähnt, sehr viel Obst und Gemüse, am besten fünf mal täglich.

Ich muss sagen, mir hat das Buch gefallen, die Erklärungen sind für Laien ausgelegt und verständlich. Die Ernährungsempfehlung ist aber erst im letzten Kapitel zu finden und fällt recht kurz aus: Im Grunde empfielt er eine ausgewogene mediterane Ernährung, nur halt ohne Brot und stärkehaltigen Sättigungsbeilagen. Mir gefällt, dass er so deutlich betont, man solle keine Angst vor Fetten haben. Fette sind wichtig und waren für die menschliche Entwicklung von Bedeutung. Es sollen nur die richtigen Fette sein.


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