Abnehmen mit Aqua-Fitness

Was ist Aqua-Fitness?

Gesundheitsfördernde Therapie und Bewegung im Wasser, eine traditionsreiche Erkenntnis, die der Fitness- und Wellnessbereich zunehmend für sich entdeckt. Aqua-Sport nutzt die physikalischen Eigenschaften des Wassers. Die Wasserdichte ist höher als die Dichte der Luft, Wasserdruck stärker als Luftdruck. Im Wasser ausgeführte Bewegungen treffen auf intensiven Widerstand. Erhöhter hydrostatischer Druck sorgt für eine intensivere Blutversorgung des Herzens; es erhöht seine Pumpleistung um ein Fünftel. Das Herz-Kreislaufsystem wird adäquat trainiert.
Im Leichtathletik-Spitzensport wird mit Aqua-Jogging zur Schulung von Bewegung, gelenkschonendem Muskelaufbau und Stretching sowie der Förderung von Ausdauer, Kraft und Wohlbefinden gearbeitet. Bereits in den 1980er Jahren entwickelte der US-Marine, Glenn McWaters, das sogenannte Tiefwasserjogging. Olympionikin und Universitätsprofessorin Mary Sanders löste in den USA in den 1990ern einen wahren Aquafitness-Run aus, indem sie ein differenziertes Körpertrainingsprogramm für in der Rehabilitation befindliche Sportler aufstellte.

Warum ist Aqua-Fitness besonders gut für Menschen mit Übergewicht geeignet und welche positiven, gesundheitlichen Wirkungen werden durch Aqua-Fitness erzielt?

Übergewichtige, die sich sportlich fit halten bzw. abnehmen möchten, tun sich mit vielen Sportarten sprichwörtlich schwer. Aqua-Fitness wirkt über Gewichtsentlastung: Das Gewicht des eigenen Körpers wird unter Einwirkung von reduzierter Schwerkraft und Auftrieb als um 10 Prozent leichter erlebt. Übergewichtige leiden häufig an mehreren oder allen Symptomen, die mit Fettleibigkeit einhergehen, daher sind nahezu alle Formen des Aqua-Fitness für sie ideal, nicht zuletzt, weil auch Ungeübte diesen Sport betreiben können. Ein nicht unwesentlicher Aspekt von Aqua-Fitness ist der Spaß am gemeinsamen Trainingserlebnis in der Gruppe.
Aqua-Fitness schont Sehnen, Bänder und Gelenke sowie Wirbelsäule und Hüfte, die Belastung ist deutlich vermindert. Der Körper erfährt Auftrieb, während der Widerstand im Wasser deutlich erhöht ist, - das Verletzungsrisiko ist minimal. Je tiefer das Wasser, desto positiver der Effekt: Aqua-Fitness im Tiefwasser bei fehlendem Bodenkontakt löst bzw. verhindert Verspannungen aller Muskelpartien. Besonders die sonst gern stiefmütterlich behandelte Rücken- und Bauchmuskulatur wird in Anspruch genommen. Aqua-Fitness schont die Gelenke und hält sie dennoch sehr beweglich. Das Gewebe strafft sich wieder, Atemmuskulatur und Stoffwechsel werden angeregt.
Dieser Sport macht das Immunsystem fit: Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers bewirkt, dass, verglichen mit der Außenluft, viermal soviel Wärme abgegeben wird. Temperaturwechsel regen den Stoffwechsel an, der diesen Verlust an Wärme ausgleichen muss; die Blutgefäße verengen sich. Inzwischen ist belegt, dass Menschen, die Aqua-Fitness betreiben, seltener an Atemwegserkrankungen leiden.
Für einen gutem Trainingseffekt sollte etwa dreimal die Woche dreißig bis fünfundvierzig Minuten bei einer Wassertemperatur zwischen 26 und 30 Grad trainiert werden. Zu kaltes Wasser kann zu Kältezittern und Muskelkrämpfen führen, zu warmes Wasser Wärmestaus bewirken, - ungünstig für Herz- und Kreislauf. Wasserwiderstand wirkt anregend: Während man Arme und Beine genau wie beim Laufen oder Gymnastik in Bewegung hält, benötigt man einen Auftriebsgürtel.

Welche Aqua-Sportarten gibt es?

Aqua-Fitness fasst diverse Arten der Bewegung zusammen. Bei der Aqua-Robic werden Bauch-, Brust- und Oberarmmuskeln trainiert sowie Ausdauer und Rhythmusgefühls verbessert. Freude an der Musik erhöht den Spaß an Bewegungen in mittlerer bis schneller Geschwindigkeit gegen den Wasserwiderstand, wobei die Intensität durch sogannte Aqua-Mittis (Handschuhe), noch gesteigert wird. Schwimmbretter, Beckengurte, Gummihanteln, Paddel und Poolnudeln gehören zum Equipment. Bluthochdruck- und Herzpatienten sollten Aqua-Robic nur mit Vorsicht ausüben.
Beim Aqua-Walking werden Geh- sowie Laufbewegungen mit Bodenkontakt ausgeführt, - besonders geeignet für Newbies und Nichtschwimmer, Menschen mit Hüft- oder Kniegelenksproblemen und Rheumatiker. Aqua-Jogging hingegen trainiert die Ausdauer im tiefen Wasser ohne Bodenkontakt mittels Auftriebhilfen trainiert. Hier lässt sich sehr gut Fett verbrennen und das Gewebe wird gestrafft. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eine Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit, einhergehend mit einer Verstärkung der Beinmuskulatur von bis zu 40 Prozent. Thrombosen können verhindert, Venenleiden gelindert werden.
Bei der funktionellen Wassergymnastik geht es um verbesserte Beweglichkeit der Gelenke sowie Entspannung und Lockerung. Auch das spezielle Aqua-Relaxing und Aqua-Balancing haben sich Erholung und Entspannung verpflichtet.
Hydro- bzw. Aquapower mit seinen zügigen Bewegungen (unterstützt durch Wasserhanteln) strafft das Bindegewebe, bekämpft also die ungeliebte Orangenhaut. Aqua-Fatburning folgt einem ähnlichen Trainingsansatz, wobei natürlich jeder Sport die Fettverbrennung fördert.
Bei Aqua-Rhythmik und Aqua-Dancing steht der Spaß im Vordergrund: Man „tanzt“ zu motivierender Musik, bewegt sich eher spielerisch mit zahlreicher Wiederholung der Trainingselemente.
Eine Vielzahl an Fitnessstudios hat Aquasport im Programm. Ganz wichtig: Die Zahl der Teilnehmer, - man möchte sich ja noch bequem im Becken bewegen können. Und: Die Kosten für Aquafitness-Kursangebote werden von etlichen Krankenkassen anteilig übernommen, die gern darüber informieren, welche Kursangebote von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden.