Gesunde Ernährung und Sport
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine der Grundvoraussetzungen
für körperliche Leistungsfähigkeit im Sport. Der Körper benötigt
Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser, um
den Grundbedarf zu decken und darüber hinaus sportliche Leistungen
erzielen zu können.
Die Aufnahme von Nahrung im Allgemeinen ist Voraussetzung für den
Stoffwechsel: Einerseits werden Stoffe, wie Fette und Kohlenhydrate, zur
Energiegewinnung benötigt. Auf der anderen Seite braucht der Körper
Stoffe, wie Eiweiße, auch Proteine genannt, für den Aufbau von
Körperzellen. Beide Stoffwechselprozesse spielen beim Sport eine
wichtige Rolle. Daher ist es notwendig, dass der Körper die dafür
notwendigen Stoffe in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt
bekommt.
Eine ausgewogene Ernährung setzt sich aus den im Folgenden genannten
Komponenten zusammen.
Flüssigkeit
Der Körper braucht sehr viel Flüssigkeit, da er zu etwa 50% aus Wasser
besteht. Es wird empfohlen pro Tag etwa 2,5 Liter, in Form von
Mineralwasser, Tees oder ungesüßten Säften, zu sich zu nehmen. Sportliche
Aktivitäten erhöhen den Bedarf.
Während der Sports empfiehlt sich die Aufnahme kohlenhydrathaltiger
Getränke. Der Gehalt an Kohlenhydraten sollte bei 40-80g je Liter liegen.
Dies ist beispielwiese mit Fruchschorlen möglich Zudem sollten die
Getränke leicht gesalzen sein um den Natriumverlust auszugleichen. Ein
Salzgehalt von ca. 1-1,5 g kann geschmacklich sehr gut toleriert
werden.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind die bevorzugte Quelle von Energie bei sportlichen und
geistigen Leistungen. Mit diesen sollte man mindestens die Hälfte des
täglichen Energiebedarfs des Körpers decken, weshalb sie für Sportler von
großer Bedeutung sind.
Für ein auf den Breitensport ausgerichtetes Training gilt: vor und während
der körperlichen Aktivitäten ausreichend Kohlenhydrate zuführen. Zirka
3 bis 4 Stunden vor dem Training kann eine große, kohlenhydratreiche
Mahlzeit, mit Brot, Nudeln oder Gemüse, eingenommen werden. Kleinere, hut
verdauliche Snacks, wie z.b eine Banane, können auch noch 90 bis 60 Minuten
vor dem Training gegessen werden. In den ersten 90 Minuten nach einem
Ausdauertrainig sollten die Kohlenhydrathspeicher wieder aufgefüllt
werden um eine optimale Regeneration zu gewährleisten. Hier dürfen es auch
Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index sein, die für den Körper
schnell verfügbar sind. Das sind beispielsweise Fruchtsäfte oder
Weißbrot.
Die breite Basis der einer sportgerechten Ernährung bilden die
Getreideprodukte. Darüber hinaus liefern Getreideprodukte aber auch
noch andere wichtige Nährstoffe, wie Ballaststoffe, Eiweiße und
Vitamine. Kohlenhydrate sind als Nährstoffe darüber hinaus in
Kartoffeln, Reis und Hülsenfrüchten aber auch in Obst und Salat enthalten.
Auch wenn die Kohlenhydrate insbesondere im Ausdauersport von großer
Bedeutung sind, werden überschüssige Kohlenhydrate vom Körper in Fett
umgewandelt !
Proteine
Ein wichtiger Lieferant für den Baustoffwechsel sind die Proteine. Auch sie
werden unter Anderem über Getreideprodukte aufgenommen. Proteine haben
für den Sportler eine wichtige Funktion: die Aminosäuren haben eine
anabole, das heißt Muskelzellen aufbauende, Wirkung, was für den Aufbau
und Regeneration von Muskelmasse von Bedeutung ist. Nicht nur
Karftsportler, sondern auch Ausdauersportler haben einen erhöhten
Bedarf an Proteinen.
Die Eiweiße werden in tierischer Form, über Fleisch, Fisch und
Milchprodukte, und in pflanzlicher Form über Kartoffeln, Hülsenfrüchte,
Nüsse und Getreideprodukte aufgenommen. Dabei sollte der Anteil der
tierischen Proteine aber nicht mehr als 50% betragen.
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen tägliche Aufnahme
von 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht. In dieser Menge ist bereits ein
Sicherheitszuschlag enthalten. Sportmediziner geben für Kraftsportler
teilweise höhere Werte, von bis zu 1,5 g/Tag, an.
Nicht benötigte Proteine werden zu Wasser und Kohlendioxid abgebaut. Die
Aminogruppe der Aminosäuren als Harnstoff entgiftet und via Urin
ausgeschieden. Bei diesem Vorgang werden die Nieren belastet.
Fette
So sparsam man mit Fetten auch umgehen muss, sie sind für den Organismus
dennoch unerlässlich. Etwa 30 % des Energiebedarfes muss er über Fette
abdecken. Wichtig ist nur, auf welches Fett man dann zurückgreift. Für eine
sportgerechte Ernährung sollte zum Beispiel Fleisch nur in Maßen
verwendet werden: Experten raten davon ab, öfter als zwei bis drei Mal in der
Woche Fleischprodukte zu essen, denn sie enthalten tierische, gesättigte
Fettsäuren. Diese erhöhen den Blutfettspiegel und den Cholesterienwert.
Pflanzliche und damit ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Nüssen und
Pflanzensamen enthalten sind, sind den gesättigten im Verhältnis 3:1
vorzuziehen.
Vitamine und Mineralstoffe
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören auch zwei bis drei Portionen Obst
und Gemüse am Tag. Durch sie nimmt der Körper Vitamine und Mineralstoffe
auf. Mineralstoffe, wie Calcium, Eisen, Jod und Magnesium, sind
verantwortlich für den reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen. Sie
werden des Weiteren über Fisch, Fleisch und Vollkornprodukte
aufgenommen. Es wird daher auch empfohlen, bis zu zwei Mal in der Woche auf
Fischgerichte zurück zu greifen.
Ebenso lebensnotwendig ist die Aufnahme der Vitamine. Sie sorgen dafür,
dass die aufgenommenen Nährstoffe, wie Kohlenhydrate und Eiweiße,
optimal verwertet und umgewandelt werden können, was besonders dann
notwendig ist, wenn beim Sport maximale Leistungen erzielt werden sollen.
Vitamine können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen
deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamine sind nicht nur in
Obst, sondern in fast allen Lebensmitteln enthalten. Für sportliche
Leistungen ist das Vitamin B besonders von Bedeutung: es ist für die
Energiebereitstellung und Zellerneuerung wichtig und wird über Fleisch-
und Milchprodukte aufgenommen. Daher sollte man zwei Mal täglich
Milchprodukte, zum Beispiel Käse oder Joghurt, zu sich zu nehmen.
Ballaststoffe
Die Aufnahme von Ballaststoffen, zum Beispiel über Früchte, Gemüse oder
Getreideprodukte, ist für den Stoffwechsel von großer Bedeutung: sie
verstärken das Sättigungsgefühl im Magen und sorgen für einen langsameren
Abbau der Kohlenhydrate und somit für eine gleichmäßige Freisetzung der
Energie.
Ballaststoffen sollen Giftstoffe im Darm binden. Inwieweit dies das
Dramkrebsrisko senkt ist umstritten.
Nahrungsergänzungsmittel ?
Selbst dem Hobbysportler werden Nahrungsergänzungsmittel in den
verschiedensten Arten angebiten. Seien es Eiweisspräparate, L-Carnitin
oder Kreatin.
Auch bei intensiven Training sind Nahrungsergänzungsmittel nicht
notwendig um die Leistung zu steigern. Härters Training geht mit einem
höheren Nahrungsbedarf einher. Bei einer ausgewogenen Mischkost werden
so automatisch mehr Nährsoffe aufgenommen.