Das Weight Watchers Ernährungssystem

Das kostenpflichtige Programm von Weight Watchers ist viel eher ein Ernährungssystem als eine Diät im klassischen Sinne. Oft wird dieses System mit Punktezählen gleichgesetzt. Tatsächlich geht es aber weit darüber hinaus. Für jeden Menschen wird, in Abhängigkeit vom Gewicht, Alter und Geschlecht eine Punktzahl errechnet, die man verbrauchen darf um abzunehmen oder um sein Gewicht zu halten.
Bei Weight Watchers darf man grundsätzlich alles essen. Verbote für bestimmte Nahrungsmittel gibt es nicht. Jedes Lebensmittel hat eine bestimmte Punktzahl. Diese Punktzahl ist in erster Linie von dem Kaloriengehalt des Nahrungsmittels abhängig und in zweiter Linie von der Zusammensetzung der Nährstoffe Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß. Der Fettanteil der Nahrungsmittel wird noch einmal extra „bestraft. 100 Kcal Butter hat so mehr Punkte als die gleiche Menge Zucker. Dieses System soll zu einer fettarmen Ernährung erziehen. Um die negativen Folgen einer zu fettarmen Ernährung zu verhindern, muss eine bestimmte Punktzahl für Fette verwendet werden.
Die meisten Obst und Gemüsesorten können konsumiert werden ohne dass man sich dafür Punkte anrechnen muss. Ausnahmen sind nur besonders zuckerhaltige Obstarten wie z.B. Weintrauben oder Kirschen. Der Sinn dieser Regelung ist eine gesunde Vitamin und mineralshoffreiche Ernährung zu fördern.
Eine weitere Besonderheit ist die Behandlung von Beilagen. Kartoffeln und Nudeln haben einen festen Punktwert egal wie viel man davon ist. Für Reis ist dies interessanterweise nicht der Fall. Bei diesem System wird so sichergestellt, dass man sich auch während der Abnehmphase immer Sattessen kann.

Durch Sport und Bewegung kann man sich Bonuspunkte erarbeiten. Je nach Dauer und Art der Bewegung gibt es unterschiedlich viele Punkte dafür. Man darf nur eine bestimmte Anzahl dieser Bonuspunkte pro Woche verzehren.
Eine Studie der University of Missouri zeigte, das wenn Weight Watchers nicht von einen Sportprogramm begleitet wurde, der Verlust von Muskelmasse droht. Eine Kappungsgrenze für Bonuspunkte erscheint wenig sinnvoll, die Teilnehmer zum Sport zu motivieren.
Die an einem Tag zur Verfügung stehenden Punkte müssen nicht vollständig verbraucht werden. Es ist erlaubt einige Punkte zu sparen um beispielweise am Wochenende auf einer Party mehr zu verbrauche. Über die Woche gerechnet müssen aber alle Punkte verbraucht werden. Dies soll das befürchtete Absinken des Stoffwechsels verhindern.
Bei den wöchentliche Treffen, welche einzeln bezahlt werden müssen, werden die Teilnehmer anonym gewogen und das Ergebnis in einen Pass eingetragen. Auf diese Weise wird der Abnehmwillige motiviert seine Gewohnheiten dauerhaft zu ändern.
Als Alternative zu den Treffen bietet Weight Watchers auch ein Onlineprogramm. Neben einer Anmeldegebühr wird dort ein monatlicher Beitrag fällig.
PRO: Im Weight Watchers -System wird man sanft zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung geleitet. Durch die Belohung von Sport und Bewegung wird eine langfristige Lifestyle Änderung gefördert.
CONTRA: Das Programm ist kostenpflichtig. Durch die hoher Punktzahl die fettreiche Nahrungsmittel haben, werden bestimmte sehr gesunde Nahrungsmittel gegenüber zuckerreichen Nahrungsmitteln diskriminiert. Das System bestraft hier z.B. den Konsum der sehr wertvollen Walnüsse, während Gummibärchen mit relativ wenigen Punkten belegt werden.
Fazit: Für Menschen die bereit sind sich ihr Abnehmvorhaben etwas kosten zu lassen ist Weight Watchers durchaus zu empfehlen. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Systematik dieses Programms in Einigenregie zu folgen. Die kleinen Ungereimtheiten gefährden nicht die Erfolgsaussichten des Programms, wenn es mit Sport kombiniert wird.
Viele unserer Forums-Mitglieder haben mit diesem System erfolgreich abgenommen und helfen bei Fragen gerne weiter.

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